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Posts Tagged ‘Pompeji’

Langsam aber sicher neigt sich der Urlaub dem Ende zu. Heute werden wir in der letzten Stadt der Mittelmeerrunde anlegen. Nachdem wir Italien, Malta und Spanien gesehen haben, legen wir heute in der Südfranzösischen Stadt Marseille an.

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Marseille ist das Tor zur Provence und ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten. Früher war Marseille eine verrufene Hafenstadt – schmutzig, kriminell und mit tödlichen Bandenkriegen. Das Bild ist immer noch weit verbreitet. Kaum eine andere europäische Großstadt hat ein ähnlich schlechtes Image wie Marseille. Die Hafenstadt ist von den Griechen um das Jahr 600 v.Chr. als eine sehr erfolgreiche Handelsniederlassung gegründet worden. Eine Platte am Ende des Vieux Port erinnert daran.

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Der Vieux Port war viele Jahrhunderte der Hafen und das wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Heute liegen im Hafenbecken Fischerboote und immer mehr Jachten.  Durch den Handel mit den Kolonien im 16 Jh. von denen Zucker, Kakao, Kaffee und Gewürze nach Europa transportiert wurden, expandierte Marseille zu einer Handels- und Hafenstadt, die ihres gleichen im Mittelmeer sucht. Mit dem wachsenden Einfluss Frankreichs in Nordafrika und durch die Eröffnung des Suezkanals 1869 gewann der Hafen immer mehr an Bedeutung.

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2013 wurde der Bereich rund um die alten Hafen gründlich modernisiert. Heute der Vieux Port das kulturelle Herz der Stadt. Die Hafenstadt präsentiert sich dem Besucher heute aufgeräumt und freundlich.  Nach den Umbau Arbeiten durfte lediglich der morgendliche Fischmarkt durfte bleiben.

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Auch das alte Panier-Viertel, ein Labyrinth von Gassen, Treppen und bunten Häusern, erstrahlt in neuem Glanz.  Marseille, das schon immer  der „Schmelztiegel“ im südlichen Teil Frankreichs genannt wurde, besteht aus einer bunt gemischten Bevölkerung, die sich aus Arabern, Afrikaner, Asiaten und Europäern zusammensetzt. Die Atmosphäre dieser südländischen Stadt mit dem provenzalischem Einfluss ist atemberaubend.

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Es gibt in Marseille zwei mögliche Häfen für Kreuzfahrtschiffe. Kleine Kreuzfahrtenschiffe mit einer Länge von unter 200 Metern laufen Port de la Joliette in der Nähe des Stadtzentrums an. Die große Mehrheit , wie auch unsere 315m lange Meraviglia macht an der Môle Léon Gourret circa 8 Kilometer westlich von Marseille fest. An den Kais können mehrere große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen. Hier gibt es moderne Kreuzfahrtterminals mit allem Komfort.

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Heute haben wir wieder eine Tour gebucht. Der Bus bringt uns zuerst zu dem über allem thronenden, auf einem 154 m hohen Felsen gelegenen, weithin sichtbaren Wahrzeichen von Marseille – der Notre Dame de la Garde.

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Die Wallfahrtskapelle wurde im byzantinischen Stil von 1853 bis 1864 erbaut. Auf dem 60 m hohen Turm befindet sich eine vergoldete ca. 10 m hohe Madonnenstatue. Vom Vorplatz aus hat man einen großartigen Blick über die Stadt. Die Basilika besteht aus einer oberen und unteren Kirche und wurde auf den Grundfesten einer alten Kapelle errichtet.

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Nach der interessanten Besichtigung bringt uns der Bus entlang der Küstenstraße zum Schloss Borély. Das Anwesen der Familie Borély wurde im Jahr 1766 errichtet. Zu dem Schloss gehört ein 17 Hektar großer Park mit einem See, einem Garten im französischen Stil, einem Rosengarten und einem botanischen Garten.

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Der Park ist die grüne Lunge der Stadt. Das Schloss ist stilecht renoviert. Im Schlossinnern befindet sich das Museum der dekorativen Kunst und Mode.

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Nach der Besichtigung fahren wir zurück in die Stadt, wo wir uns selbstverständlich auch noch das Stadtzentrum von Marseille ansehen. Einen Abstecher machen wir zum Palais Longchamp. Obwohl Marseille am Wasser liegt, gab es in früheren Jahren häufig Trinkwassermangel in der Stadt. 1834 brach nach einer extremen Trockenperiode eine Cholera Epidemie aus.

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Die damalige Stadtverwaltung sah sich gezwungen, endlich etwas gegen den Wassermangel zu unternehmen. Man entscheid sich für ein kühnes Projekt des jungen Ingenieurs Franz Mayor de Monticher, der die Idee hatte, eine 85 km lange Wasserleitung in Form eines Kanals vom Fluss Durance bis nach Marseille zu bauen. Die Arbeiten begannen 1839 und neben zahlreichen Tunneln und mit 18 Aquädukten wurden die umfangreichen Arbeiten nach 10 Jahren Bauzeit vollendet. Das Ende des Kanales bildet das Palais Longchamp.

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Nachdem wir wieder zurück in der Stadt waren, haben wir noch etwas den Hafen erkundet, bevor wir wieder zurück auf die Meraviglia gegangen sind. Marseille ist eine traumhafte Küstenstadt – wie man sich eine Metropole am Meer vorstellt. Der Hafen mit seinen unzähligen Restaurants und Cafés, Fischhändlern und die schönen Jachten sind einfach klasse.

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Etwas Wehmut macht sich dann jetzt doch breit. Heute ist unser letzter Abend auf dem wunderschönen Schiff. Wieder einmal geht ein Urlaub viel zu schnell zu Ende. Den Abend verbringen wir bei einem meditarranen Menü und italienischer Musik. Die Koffer sind gepackt und werden vom Transportservice abgeholt. Morgen früh müssen wir zeitig raus, da uns der Anton-Götten Bus um 09:00 am Terminal in Genua abholt.

Den letzten Besuch im Aurea-Spa-Bereich im Whirlpool habe ich nochmal so richtig genossen.

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Das war’s von der Mittelmeerkreuzfahrt 2017.

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Heute ist es endlich so weit – nachdem wir in der Woche vor der Abfahrt nach Genua alle Formalitäten erledigt haben, geht es an das Packen der Koffer. Normalerweise ist das für mich, wenn es denn in die Berge oder an den geliebten Gardasee geht, eine Sache von maximal einer halben Stunde. Auch meine Frau hat ihre sieben Sachen normalerweise sehr schnell beisammen – nicht so für unsere erste Kreuzfahrt. Da ich mich aber in diversen Foren über die Kleiderordnung auf Schiffen und die möglichen klimatischen Verhältnisse in den verschiedenen Städten vorab informiert habe, konnte ich eine Checkliste erstellen, so dass es am Tage der Abreise dann doch relativ schnell geht. Uwe, Carmens Bruder, fährt uns dann am Samstagabend zur Abfahrtsstelle nach Neunkirchen, wo uns der Reisebus von Anton Götten Reisen um halb elf abends abholt.

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Die Anfahrt nach Genua

Da wir die Strecke bis nach Genua auch schon mit dem Auto gefahren waren, wissen wir, was auf uns zukommt. Allerdings ist es mit dem Reisebus doch etwas entspannter als mit dem PKW. Die Fahrt über Frankreich und die Schweiz – vorbei am Vierwaldstätter See, Genfer See bis zum Gotthard Tunnel ist eigentlich schnell vorbei. Leider kann ich – weder im Flieger noch im Bus – meine Augen schließen und ne Runde schlafen. Ich muss immer die Leute bewundern, die  kaum sitzen, ihre Augen zu machen und mit mediterranen Träumen voller Vorfreude auf die Kreuzfahrt die komplette Busfahrt verschlafen können. Ich muss mir die Zeit im Bus mit einigen Folgen Game of Thrones vertreiben.

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Im Bus wird man schon mit Informationen zu dem Procedere der Einschiffung und die Abläufe auf dem Schiff informiert. In Anbetracht der Vorfreude auf das Schiff vergeht die Zeit aber dann doch recht schnell. Am nächsten Morgen kommen wir dann fast pünktlich, leider bei etwas diesigem Wetter in Genua an. Um die Koffer brauchen wir uns nicht zu kümmern, da diese vom Schiffspersonal direkt vom Bus in unsere Kabine gebracht  werden.

Und dann sehen wir sie zum ersten Mal leibhaftig vor uns liegen. Majestätisch und mega groß liegt sie da am Kai – die MSC Meraviglia.

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Nachdem wir die Einschiffungsformalitäten und die Sicherheitskontrolle, dank Priority Check sehr schnell erledigt haben und das Gepäck ohne Beanstandung durch die Röntgenkontrolle gekommen ist, gehen wir auf das Schiff und machen wir uns auf die Suche nach unserer Kabine.

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Unser Domizil für die nächsten 8 Tage befindet sich auf dem 14. Deck. Die Kabine, fast so groß wie ein Hotelzimmer, mit Sitzecke und einem schönen, windgeschützten Balkon, einem angenehm großen Bad und vielen elektronischen Annehmlichkeiten hat uns schier überwältigt.

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Wir machen uns auf den ersten Rundgang durch das Schiff. Die Meraviglia ist wirklich ein Mega-Pott. Wir müssen uns wirklich beherrschen, damit wir nicht zu sehr in Euphorie verfallen. Ich glaube aber, das Personal hat uns die Überwältigung schon angesehen. Aber wahrscheinlich geht es auch jedem so, der zum ersten Mal auf solch ein gigantisches Schiff kommt.

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Die vielen Menschen verlaufen sich auf den vielen Decks ganz gut. Es fällt gar nicht auf, dass mehr als 4000 Passagiere auf dem Dampfer reisen. Natürlich lässt auch der erste Cocktail nicht auf sich warten. Man muss ja schließlich alles mal durchprobieren.

Mittags steht die obligatorische Sicherheitsübung an. Wir nehmen unsere Schwimmwesten aus der Kabine mit zum vereinbarten Treffpunkt und lassen die Übung über uns ergehen. Zurück in der Kabine informieren wir uns in der täglich neuen Bordzeitung über das Programm des restlichen Tages.

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Planmäßig um 18:00 Uhr verläßt die MSC Meraviglia dann den Hafen von Genua und macht sich auf die Reise nach Neapel.

Die Route !

Tag Häfen An Ab
1. Tag Genua, Italien 17:00
2. Tag Neapel, Italien 11:30 19:00
3. Tag Messina, Sizilien 08:00 18:00
4. Tag La Valletta, Malta 08:00 18:00
5. Tag Seetag
6. Tag Barcelona, Spanien 09:00 18:00
7. Tag Marseille, Frankreich 09:00 17:00
8. Tag Genau, Italien 08:00

Der Abend auf dem Schiff

Gespannt sind wir auf den ersten Abend, vor allem auf die Restaurants und Bars, die wir in den nächsten Tagen und Nächten ausgiebig  testen werden. Die Meraviglia verfügt über 10 verschiedene Restaurants. Hierzu gehören die drei Hauptrestaurants L’Olive Dorée und L’Olive d’Oro, das Panorama Restaurant und Waves Restaurant, in denen flexible und auch feste Tischzeiten angeboten werden, das Buffetrestaurant Marketplace sowie die Spezialitäten Restaurants Butcher’s Cut, Carousel Lounge, Food Market, Kaito Susi Bar, Kaito Teppanyaki und Ristorante Italiano.

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Da wir die Aurea-Kategorie gebucht haben, können wir uns unsere Essenszeiten sehr gut einteilen. Wir müssen uns an keine bestimmten Zeiten halten.

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Am ersten Abend testen wir das Abendmenü im Panorama Restaurant.. Die Karte aus verlockenden mediterranen und internationalen Gerichten ließt sich schon mal sehr gut. Wir bekommen von dem sehr freundlichen Kellner einen gemütichen Tisch zugewiesen. Bei einem lekeren Rotwein genießen wir das leckere Menü. Die Teller sind angenehmerweise nicht überfrachtet, alles ist sehr schön angerichtet.

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Nach dem Abendessen machen wir nochmal einen Rundgang. Schon toll, was hier alles los ist. In der Meraviglia Lounge gibt es einen Salsa-Tanzkurs, im Brodway Theater findet eine Show statt, die wir aber erst im Laufe der Woche besuchen werden. WIr machen es und im Irish Pub bei Whiskey und Guiness gemütlich und lauschen den beiden klasse Musikern.

Da wir aber schon seit fast 40 Stunden auf den Beinen sind, verabschieden wir uns mit einem Absacker ins Bett. Der erste Tag war schon mal klasse. So kann es weiter gehen !!!

 

 

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