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Posts Tagged ‘Kellerbier’

Diese Woche sind meine Zutaten angekommen. Auch die benötigten Hilfsmittel habe ich mir mittlerweile alle besorgt. Also kann‘s bald losgehen mit dem ersten selbstgebrauten Bier. Den Namen für mein Kellerbier – ich werde es in meinem Weinkeller brauen – habe ich mittlerweile auch gefunden. Da mein geliebter Dexter, unser lieber Deutscher Schäferhund – am letzten Montag leider gestorben ist, möchte ich mein erstes Bier nach Ihm benennen – DEXTER Kellerbier!

dexter

Im letzten Teil habe ich die Berechnung des Hopfens vorgestellt. Bevor es weiter geht, will ich erst mal was über die Zutaten schreiben:

Hopfen:

Hopfenpflanzen existieren nur auf der Nordhalbkugel der Erde und gehören der Familie der Hanfpflanzen an. Für die Bierproduktion unterscheidet man zwischen der aromareichen und der bitterstoffreichen Sorte. Je nach Bier wird eine Sorte ausgewählt und in unterschiedlichen Mengen hinzugesetzt. Aber nicht nur der Geschmack wird durch den Hopfen beeinflusst. Auch die Haltbarkeit und die Schaumstabilität des Bieres hängen vom Hopfen ab!

Das größte Hopfenanbaugebiet Deutschlands liegt in der Hallertau. Weitere Anbaugebiete sind das Spalter- und Hersbrucker Gebiet rund um den Bodensee sowie das Elbe-Saale-Gebiet. Früher war der Anbau über das ganze Land verteilt. Seit dem 8. Jahrhundert wird in Deutschland der Hopfenanbau betrieben. Vor allem in Böhmen, im heutigen Tschechien, florierte die Kultivierung. Dass der Biergenuss auch gesundheitliche Vorteile bietet, kann man dem Hopfen verdanken. Die Bitterstoffe und die ätherischen Öle regen Psyche und Physis an, können aber auch beruhigend wirken.

Stammwürze und Läutern:

Die Stammwürze ist ein wichtiger Parameter des Bieres. Die Würze ist die Flüssigkeit, die während des Läuterns aus dem Brauwasser, dem Hopfen und dem gelösten Malzzucker entsteht. Die Würze entsteht, wenn die Maische vom Brauwasser getrennt wird. Während des Läuterns setzen sich die festen Stoffe des Malzes in dem Läuterbottich ab. Die entstehende Schicht nennt man den Treber Kuchen.

messgeraet

Die Flüssigkeit hingegen wird durch einen Filter weitergeleitet. Anschließend kommt die Würze in die Sudpfanne (bei mir ein Einkochapparat), wo sie bis zum Sieden gekocht wird. Währenddessen wird der Hopfen hinzugegeben. Je mehr Hopfen hinzugegeben wird, desto bitterer und herber wird das Bier. Auch die Haltbarkeit verlängert sich. Bei diesem Vorgang entstehen Temperaturen von über 80°C. Dies bewirkt, dass die Malzenzyme denaturieren und sich an der Oberfläche der Würze absetzen. Diese Schicht nennt man Heiß Trub.

Während der Denaturierung verdampft das Wasser beim Kochen und die Würze konzentriert sich hoch zur Stammwürze. Der Stammwürze Gehalt wird mit einer Bierspindel gemessen. Er dient der Unterscheidung der Biergattungen und wirkt sich auch auf die Steuer aus.

Steuer

Auch beim Heimbrauen gibt es Rechtliches zu beachten. Auf Biere aus Malz und Biermischgetränke gibt es in Deutschland eine Biersteuer. Diese wird vom Zoll erhoben und fällt, im Gegensatz zu anderen Steuern den einzelnen Bundesländern zu. Der Stammwürze Gehalt des Bieres ist ausschlaggebend für die Höhe der Steuer. Er zeigt den Anteil der nicht-flüchtigen Stoffe, die sich aus Malz und Hopfen in Wasser lösen. Dieser Stammwürze Gehalt wird in Grad Plato gemessen.

steuer

Der Steuersatz verlangt je Grad Plato zurzeit 0,787 Euro. Beispielsweise werden für eine 0,5 Liter Flasche Vollbier mit 11 Grad Plato 0,043 Euro Steuer erhoben. Heimbrauer müssen keine Biersteuer bezahlen, wenn sie weniger als zwei Hektoliter im Jahr selber herstellen. Der Brauvorgang muss zwar beim Zollamt angemeldet, aber nicht versteuert werden!

Nächste Woche geht’s weiter mit dem Brauvorgang – also wieder reinschauen !!!

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