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Wir laufen gegen 06:50 Uhr am Morgen in der Messina ein. Leider haben wir die Einfahrt in den Hafen heute morgen verschlafen. Beim ersten Blick auf die Stadt fällt die „Madonnina“ auf, eine 60 Meter hohe Säule mit einer Marienfigur, die den Hafen beschützt und die einlaufenden Schiffe begrüßt.

Heute haben wir keine Tour gebucht und machen uns daher nach einem ausgiebigen Frühstück per Pedes auf, Messina zu erkunden.

Aber um es gleich Vorweg zu nehmen: Wenn man von den im Nachgang beschriebenen Sehenswürdigkeiten absieht,  ist die Innenstadt nicht sehr schön – laut, nicht sehr sauber, keine schönen Cafés und auch keine ansprechende Einkaufsstraße.

Das schönste in der Stadt war an diesem Tag die direkt an der Stadt liegende Meraviglia. Wie auch unser Schiff machen alle Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Messina entlang der Via Garibaldi fest. Die Straße, die zwischen der Via Garibaldi und dem Hafenbecken verläuft, heißt Via Vittorio Emanuele II. Hier befindet sich das Kreuzfahrtterminal. Die Via Garibaldi, auf die wir als erstes treffen, ist eine wie schon gesagt nicht sehr schöne Einkaufsstraße. Bis zum Zentrum von Messina sind es keine 5 Minuten zu gehen.

Messina ist eine der größten Städte von Sizilien. Die Stadt liegt an der nach ihr benannten Meerenge zwischen der Nordostspitze Siziliens und dem italienischen Festland. Die Nachweise gehen bis 730 v.Chr. zurück.

In dieser Zeit wurde von den Griechen Zancle gegründet, ein Ort, in dem sich Kartaner, Griechen, Etrusker und Sikulier begegneten. 490 v.Chr. nahm Anassila di Reggio die Stadt ein und nannte sie Messana. Messina wurde später von Kartanern, Römern, Byzantinern, Barbaren, Sarazenen, Arabern und Normannen regiert.

Während der Renaissance eroberten Spanier und Österreicher Messina. Die Stadt wurde ein kulturelles Zentrum, aus dem u.a. Antonello da Messina hervorging. 1693 und 1908 wurde Messina von schweren Erd- und Seebeben heimgesucht, welche die Stadt fast vollständig zerstörten.

Uns fällt sofort ein markantes Gotteshaus zwischen den Bäumen auf – die Kirche Santissima Annunziata dei Catalani aus dem 12./13. Jahrhundert. Die Kirche mit ihren normannischen und arabischen Stilelementen zählt zu den architektonischen Schätzen der Stadt. Sie ist eines der wenigen Gebäude dieser häufig von Katastrophen heimgesuchten Stadt, die nicht durch ein Erdbeben zerstört wurde.

Einige Meter hinter der Chiesa die Catalani sieht man ein weiteres markantes Gotteshaus, den Dom von Messina. Der sakrale Bau aus dem 12. Jahrhundert ist das bedeutendste Baudenkmal der Stadt. Das Gotteshaus wurde ähnlich wie große Teile der Stadt durch ein Erdbeben 1908 und nochmals im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau durch die Einwohner der Stadt direkt nach dem Krieg und dauerte mehrere Jahre.

Zur Mittagsstunde setzen sich die Figuren der sechs über­ein­ander­liegenden Etagen nacheinander in Bewegung und erzählen religiöse historische Episoden der Stadt, begleitet vom Ave Maria.

An den Dom schließt sich ein 60 Meter hoher Glockenturm an, ein Nachbau des originalen Campanile, der einst der höchste Turm Siziliens gewesen ist. Seit 1933 schmückt ihn eine astronomische Uhr, die um 12 Uhr mittags die Zuhörer mit einem Glockenspiel erfreut. Es handelt sich um die größte mechanische Uhr der Welt, dazu die größte Glocke Siziliens, die auch die zweitgrößte Glocke Italiens darstellt.

Bei einer kurzen Rast in einem Bistro genehmigen wir uns ein Stück Heimat 🙂

Jetzt haben wir eigentlich genug an Sehenswürdigkeiten, daher machen wir uns auf den Rückweg auf unser Schiff. Auch ein kleines Hungergefühl hat sich mittlerweile eingestellt.

Den Nachmittag verbringen wir gemütlich auf dem Sonnendeck. Da wir etwas Hunger haben holen wir uns einen kleinen Snack im Buffet -Restaurant.

Tipp am Rande für interresierte zukünfige Kreuzfahrer !

Wahnsinn was da im Buffet-Restaurant abgeht. So würde ich mir eine schöne Kreuzfahrt nicht vorstellen. Das Essen ist zwar auch gut, aber die Menschenmassen – da bin ich doch froh, dass wir etwas tiefer in die Tasche gegriffen haben und für uns die Aurea-Kategorie gebucht haben. Von der Standardkategorie würde ich abraten. Besser Bella, Fatastica oder am Besten gleich Aurea !

Der Galaabend !

Heute ist als Abendgarderobe „Gala“ angesagt. Also schmeißen wir uns in Schale und warten, was da so kommt. Nach dem Abendessen steht der Kapitänsempfang an. Unser Kapitän Raffaele Pontecorvo hat uns zu den Feierlichkeiten einer besonderen Nacht auf dei Promenade eingeladen. Nach der Begrüßung durch das Führungspersonal der Meraviglia folgt noch die Offiziersparade.

Um 22:15 Uhr haben wir ein Highlight der Kreuzfahrt gebucht. Die Vorstellung des Cirque du Soleil at Sea. Die Show findet in der neu entwickelten Carousel Lounge statt. Ausgestattet mit der neuesten Technik können hier die Artisten eine außergewöhnliche Show zeigen.

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SONOR – ein Show akustischer Abenteuer voller Musik und sinnlicher Eindrücke – so nennt sich die heutige Vorstellung. Tänzer, Akrobaten und Schauspieler zaubern eine Welt aus einzigartigen Sinneseindrücken, für uns auch überraschende Klänge, mitreisende Musik und wahnsinnige Projektionen.

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Bei sehr guten Cocktails lassen wir uns von den vielen Künstlern verzaubern. Die Show ist wirklich mega gut. Die sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

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Morgen geht es dann raus aus Italien. Wir steuern auf Malta zu, wo wir dann morgen früh in La Valletta anlegen werden.

 

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Carmen und ich sind ja nicht so die Langschläfer, daher sind wir nach der ersten Nacht auf See auch schon wieder früh wach. Die erste Nacht an Bord war ruhig. Man hat eigentlich gar nicht gemerkt, dass man auf einem Schiff ist. Der erste Blick nach dem Aufwachen auf das Meer ist einzigartig. Wahnsinn !!! Allerdings hat das All-Inclusive Getränkepaket seine Wirkung nachhaltig angedeutet. Etwas Kopfschmerz am Morgen 🙂

Zu unserer Kabine will ich auch mal ein paar Worte verlieren.

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Die Ausstattung und Größe der „Aurea-Balkonkabine“ ist unsrer Meinung nach für eine Schiffskabine sehr gut. Hochwertige Materialien und eine sehr angenehme Farbgestaltung auf ca. 19 m² machen den Aufenthalt in der Kabine sehr angenehm. Man hat alles, was man sich in einem 4-Sterne Hotelzimmer wünschen würde.

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Ein großes Bett mit sehr guten Matratzen, mehrere Kissen in verschiedenen Härtegraden stehen zu Verfügung, eine Couch zum abendlichen Fernsehen, ein interaktiver Flat-TV in ausreichender Größe mit vielen Programmen und Funktionen, der auch als Infoportal dient, ein Safe und eine Minibar und sogar eine abschaltbare Klimaanlage machen den Aufenthalt in der Kabine sehr angenehm. Natürlich ist alles noch sehr neu, da die MSC Meraviglia gerade mal drei Monate alt ist.

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Da wir bis zur Ankunft im Hafen von Neapel noch ein paar Stunden Zeit haben, machen wir uns gemütlich fertig und spazieren dann zum Frühstücken auf Deck 6. Wie gestern abend besuchten wir auch am ersten Morgen auf See das Panorama Restaurant. Kurzes Fazit zum Frühstück: Reichlich und sehr schmackhaft. Einzig der Kaffee war etwas dünn.

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Nach dem ausgiebigen Frühstück sehen wir uns dann noch die Boutiquen in der Einkaufspassage an und bereiten uns dann langsam auf die Ankunft in Neapel vor.

Gegen 11:00 Uhr laufen wir dann im Hafen Molo Beverello der Weltkulturerbe-Stadt Neapel ein. Unsere erste Hafeneinfahrt – das ist schon ein Erlebnis. Die Doppelberge des Vesuvs erheben sich über der Bucht von Neapel, während uns die verschachtelten Häuser der  Millionen-Metropole ins Auge fallen.

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Überragt wird die Stadt vom Vomero-Hügel, auf dem sich das Kloster San Martino erhebt, unten am Hafen begrüßt uns die mächtige Burg Maschio Angionio. Wunderschöne Panoramen, wohin man schaut. Allerdings bietet Neapel auch Verkehrschaos ohne Ende, ständiges Hupen und Menschenmassen – so nehmen wir die 3.000 Jahre alte süditalienische Hafenstadt am Fuße des Vesuvs erst mal wahr.

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Den Namen hat Neapel von der altgriechischen Siedlung Neapolis (Neustadt), aber seine Blüte hatte es unter den Königshäusern der Anjou und Aragon im Mittelalter. Die Altstadt lässt sich leicht zu Fuß erkunden. Keine andere italienische Metropole kann sich, wenn man am Welterbe der UNESCO orientiert, an so vielen schützenswerten Denkmälern erfreuen wie Neapel. Baukunstwerke unterschiedlichster Epochen und Stile sind hier an beinahe jeder Straßenecke zu finden.

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Da wir für diesen Landgang schon im Vorfeld der Reise eine MSC-Tour gebucht haben, können wir dem Trubel entfliehen. Und weil der Aufenthalt in Neapel nur 6 Stunden beträgt und wir mit einer geführten Tour doch mehr in der knappen Zeit zu sehen bekommen sollten war die Entscheidung im Nachhinein auf jeden Fall die richtige. Die Fahrt mit dem Reisebus führt uns in die kleine, etwa 50km von Neapel liegende Küstenstadt  Sorrent und anschließend weiter zu den Ausgrabungsstätten von Pompeji.

Sorrent

Nach einer ca. einstündigen Fahrt über die Autstrada und kleine Küstenstädtchen erreichen wir Sorrent, eine wunderschöne kleine, alte Stadt direkt am Meer. Sie liegt auf schwarzen Steilklippen aus vulkanischem Gestein, umgeben von den imposanten Felsen des Kalksteingebirges. Von der Piazza Tasso aus erkunden wir die Altstadt.

Sorrent

Im Stadtzentrum erkennt man sogar heute noch die antike römische Struktur. Schon in der Römerzeit war Sorrent ein beliebter Urlaubsort. Reiche römische Familien haben hier ihre Ferienvillen erbaut. Unser Weg führt uns durch alte, schmale Gassen vorbei an der Kathedrale und der berühmten Klosterkirche San Francesco zur im 15. Jahrhundert erbauten Loggia Sedil Dominova.

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In duftenden Gärten werden aromatische Zitronen angebaut, die durch das milde Klima zu einer beachtlichen Größe heranreifen. Besonders gefällt uns die Via San Caesareo, eine schnuckelige enge Einkaufsgasse, in der sich ein Laden an den anderen reiht. Dort werden viele Produkte rund um die sorrentinischen Zitronen verkauft. Dazu gehören Seifen, der berühmte Limoncello, Bonbons und vieles mehr. Auch einen wunderschönen Blick auf die Insel Capri, Ischia und den Golf von Neapel mit dem Vesuv konnten wir von der 50m über dem Meer gelegenen Stadt aus genießen.

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Anschließend geht unsere Tour dann weiter nach Pompeij. Immer im Blick haben wir den gewaltigen Vesuv. Die Silhouette des gewaltigen Doppelberges ist schon beeindruckend. Forscher haben errechnet, dass der Vulkan in den nächsten 50 Jahren wieder ausbrechen wird. Hoffentlich behalten sie nicht Recht. Sonst wird es vielleicht Neapel so gehen wie damals Pompeji.

Pompeij

Für die Archäologen war der Ausbruch des Vesuvs damals ein Glücksfall. Am 24. August 79 n.Chr. brach dann der Vesuv aus. Die Stadt mit damals etwa 20.000 Einwohnern wurde verschüttet und unter einer 7 m dicken Asche- und Bimssteinschicht begraben. Dadurch haben die Archäologen heute die Möglichkeit, sich ein nahezu vollständiges Bild einer altrömischen Handelsstadt zu machen und einen Blick in die Vergangenheit und das Leben vor 2.000 Jahren zu werfen.

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Erst 1750 wurden die Überreste der Stadt wieder entdeckt und mit den Ausgrabungen begonnen. Von dem 66 ha großen Gebiet sind heute 45 ha freigelegt worden. Foren, Tempel, Thermen, Theater, Villen aber auch einfache Wohnhäuser, Läden und Bäckereien kamen zum Vorschein. Die Stadt war von einer über 3.200 m langen Stadtmauer mit 9 Eingangstoren umgeben. Bei den Ausgrabungen war es sogar möglich, von den verunglückten Menschen Gipsabdrücke zu nehmen.

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Wir betreten die Stadt durch das alte Stadttor Porta Marina und bummeln über intakte Straßen und Gassen, gepflastert mit Lavasteinen und fühlen uns dabei fast wie die Römischen Einwohner.

Nach einer kurzen Wegstrecke gelangen wir zum Forum, dem Mittelpunkt des religiösen, politischen und wirtschaftlichen Lebens damals. Das Forum, geschmückt durch einen Säulengang mit oberen Kolonnaden, galt als „‘Einkaufscenter“. Im Kornspeicher werden heute einige archäologische Funde wie Amphoren, architektonische Elemente und auch Gipsabdrücke der Opfer aufbewahrt.

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Beim weiteren Bummel durch die Stadt kommen wir an Überresten vieler prächtiger Villen vorbei – die wunderschönen Marmorböden, Verzierungen und Wandbemalungen sind zum Teil noch gut erhalten und zeugen vom Reichtum seiner damaligen Bewohner.

Sogar Einkaufsläden kann man noch erkennen. Auch einige Thermopolia, eine Art Bistro können wir entdecken. Damals war es üblich, das Mittagessen außer Haus einzunehmen. In den gemauerten und verzierten Tresen sind Löcher für Amphoren eingelassen, in denen die Speisen aufbewahrt wurden. Auch Backöfen und Mühlsteine einiger Bäckereien sehr gut erhalten.

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Besondere Wegweiser zeigten den alten Pompeijanern (oder wie sich die Einwohner auch immer nannten) den Weg zu den in der Stadt befindlichen Freudenhäusern. Was heute verrucht erscheint war damals normal.

Ein besonderes Highlight ist sicherlich das Theaterviertel, insgesamt gab es drei Theater in der Stadt. Das Amphitheater gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen. Der Zuschauerraum bot Platz für 20.000 Menschen und war für die Austragung von Gladiatorenkämpfen gedacht.

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Pompeji sollte man sich auf jeden Fall ansehen, wenn man mal in der Gegend ist. So gut erhaltene antike Gebäude sind schon atemberaubend. Wir haben diese Tour auf jeden Fall genossen.

Als Fazit zu der Tour kann man aber sagen, dass die beiden Tourpunkte Sorrent und Pompeij zu viel für die 6 Stunden sind. In Sorrent hat man nicht wirklich viel gesehen und der Aufenthalt war viel zu kurz, um mehr Eindrücke der Stadt zu erhalten. Man sollte sich nur auf Pompeij konzentrieren.

Zurück auf dem Schiff genehmigen wir uns dann erstmal ein gutes gekühltes Bier , bevor wir uns für das Abendessen fertig machen.

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Das Abendessen nehmen wir wieder im Panorama Restaurant zu uns. Wieder mal sehr schmackhaft, auch der Service sehr freundlich und aufmerksam. Später gibt es dann noch im Brodway Theater eine Show, die ich persönlich aber nicht so ansprechend fand. Magie und als Hunde verkleidete Damen. Dem Aplaus der anderen Gäste nach zu urteilen bin ich aber nicht der einzige, der nicht ganz so von der Show überzeugt ist 🙂

Nach einem Absacker in der Sky Bar gehen wir dann müde und geschafft in die Heia.

 

Heute ist es endlich so weit – nachdem wir in der Woche vor der Abfahrt nach Genua alle Formalitäten erledigt haben, geht es an das Packen der Koffer. Normalerweise ist das für mich, wenn es denn in die Berge oder an den geliebten Gardasee geht, eine Sache von maximal einer halben Stunde. Auch meine Frau hat ihre sieben Sachen normalerweise sehr schnell beisammen – nicht so für unsere erste Kreuzfahrt. Da ich mich aber in diversen Foren über die Kleiderordnung auf Schiffen und die möglichen klimatischen Verhältnisse in den verschiedenen Städten vorab informiert habe, konnte ich eine Checkliste erstellen, so dass es am Tage der Abreise dann doch relativ schnell geht. Uwe, Carmens Bruder, fährt uns dann am Samstagabend zur Abfahrtsstelle nach Neunkirchen, wo uns der Reisebus von Anton Götten Reisen um halb elf abends abholt.

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Die Anfahrt nach Genua

Da wir die Strecke bis nach Genua auch schon mit dem Auto gefahren waren, wissen wir, was auf uns zukommt. Allerdings ist es mit dem Reisebus doch etwas entspannter als mit dem PKW. Die Fahrt über Frankreich und die Schweiz – vorbei am Vierwaldstätter See, Genfer See bis zum Gotthard Tunnel ist eigentlich schnell vorbei. Leider kann ich – weder im Flieger noch im Bus – meine Augen schließen und ne Runde schlafen. Ich muss immer die Leute bewundern, die  kaum sitzen, ihre Augen zu machen und mit mediterranen Träumen voller Vorfreude auf die Kreuzfahrt die komplette Busfahrt verschlafen können. Ich muss mir die Zeit im Bus mit einigen Folgen Game of Thrones vertreiben.

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Im Bus wird man schon mit Informationen zu dem Procedere der Einschiffung und die Abläufe auf dem Schiff informiert. In Anbetracht der Vorfreude auf das Schiff vergeht die Zeit aber dann doch recht schnell. Am nächsten Morgen kommen wir dann fast pünktlich, leider bei etwas diesigem Wetter in Genua an. Um die Koffer brauchen wir uns nicht zu kümmern, da diese vom Schiffspersonal direkt vom Bus in unsere Kabine gebracht  werden.

Und dann sehen wir sie zum ersten Mal leibhaftig vor uns liegen. Majestätisch und mega groß liegt sie da am Kai – die MSC Meraviglia.

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Nachdem wir die Einschiffungsformalitäten und die Sicherheitskontrolle, dank Priority Check sehr schnell erledigt haben und das Gepäck ohne Beanstandung durch die Röntgenkontrolle gekommen ist, gehen wir auf das Schiff und machen wir uns auf die Suche nach unserer Kabine.

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Unser Domizil für die nächsten 8 Tage befindet sich auf dem 14. Deck. Die Kabine, fast so groß wie ein Hotelzimmer, mit Sitzecke und einem schönen, windgeschützten Balkon, einem angenehm großen Bad und vielen elektronischen Annehmlichkeiten hat uns schier überwältigt.

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Wir machen uns auf den ersten Rundgang durch das Schiff. Die Meraviglia ist wirklich ein Mega-Pott. Wir müssen uns wirklich beherrschen, damit wir nicht zu sehr in Euphorie verfallen. Ich glaube aber, das Personal hat uns die Überwältigung schon angesehen. Aber wahrscheinlich geht es auch jedem so, der zum ersten Mal auf solch ein gigantisches Schiff kommt.

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Die vielen Menschen verlaufen sich auf den vielen Decks ganz gut. Es fällt gar nicht auf, dass mehr als 4000 Passagiere auf dem Dampfer reisen. Natürlich lässt auch der erste Cocktail nicht auf sich warten. Man muss ja schließlich alles mal durchprobieren.

Mittags steht die obligatorische Sicherheitsübung an. Wir nehmen unsere Schwimmwesten aus der Kabine mit zum vereinbarten Treffpunkt und lassen die Übung über uns ergehen. Zurück in der Kabine informieren wir uns in der täglich neuen Bordzeitung über das Programm des restlichen Tages.

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Planmäßig um 18:00 Uhr verläßt die MSC Meraviglia dann den Hafen von Genua und macht sich auf die Reise nach Neapel.

Die Route !

Tag Häfen An Ab
1. Tag Genua, Italien 17:00
2. Tag Neapel, Italien 11:30 19:00
3. Tag Messina, Sizilien 08:00 18:00
4. Tag La Valletta, Malta 08:00 18:00
5. Tag Seetag
6. Tag Barcelona, Spanien 09:00 18:00
7. Tag Marseille, Frankreich 09:00 17:00
8. Tag Genau, Italien 08:00

Der Abend auf dem Schiff

Gespannt sind wir auf den ersten Abend, vor allem auf die Restaurants und Bars, die wir in den nächsten Tagen und Nächten ausgiebig  testen werden. Die Meraviglia verfügt über 10 verschiedene Restaurants. Hierzu gehören die drei Hauptrestaurants L’Olive Dorée und L’Olive d’Oro, das Panorama Restaurant und Waves Restaurant, in denen flexible und auch feste Tischzeiten angeboten werden, das Buffetrestaurant Marketplace sowie die Spezialitäten Restaurants Butcher’s Cut, Carousel Lounge, Food Market, Kaito Susi Bar, Kaito Teppanyaki und Ristorante Italiano.

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Da wir die Aurea-Kategorie gebucht haben, können wir uns unsere Essenszeiten sehr gut einteilen. Wir müssen uns an keine bestimmten Zeiten halten.

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Am ersten Abend testen wir das Abendmenü im Panorama Restaurant.. Die Karte aus verlockenden mediterranen und internationalen Gerichten ließt sich schon mal sehr gut. Wir bekommen von dem sehr freundlichen Kellner einen gemütichen Tisch zugewiesen. Bei einem lekeren Rotwein genießen wir das leckere Menü. Die Teller sind angenehmerweise nicht überfrachtet, alles ist sehr schön angerichtet.

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Nach dem Abendessen machen wir nochmal einen Rundgang. Schon toll, was hier alles los ist. In der Meraviglia Lounge gibt es einen Salsa-Tanzkurs, im Brodway Theater findet eine Show statt, die wir aber erst im Laufe der Woche besuchen werden. WIr machen es und im Irish Pub bei Whiskey und Guiness gemütlich und lauschen den beiden klasse Musikern.

Da wir aber schon seit fast 40 Stunden auf den Beinen sind, verabschieden wir uns mit einem Absacker ins Bett. Der erste Tag war schon mal klasse. So kann es weiter gehen !!!

 

 

Heute möchte ich mal kurz auf das von mir installierte System Homematic IP eingehen. Warum habe ich mich für dieses System entschieden?  Wie ich ja schon in meinem letzten Artikel zu diesem Thema geschrieben habe, gibt es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Anbieter von SmartHome-Systemen. Nach eingehender Recherche und Vergleich mit anderen Systemen haben sich für mich folgende Vorteile für die Verwendung von Homematic IP herauskristallisiert:

  • Das System ist sehr einfach zu bedienen. Die gesamte Lösung kann intuitiv über eine Smartphone-App eingerichtet und komfortabel über die App gesteuert werden.
  • HMIP ist mit dem IPv6 Standard für die Zukunft ausgelegt
  • Die Geräte nutzen Funkfrequenzen, die nicht durch WLAN, Bluetooth oder andere Funktechnik gestört werden können
  • HmIP ist das System mit dem höchsten Datenschutzstandard (TÜV-zertifiziert). Die Konfiguration der Einzelgeräte übernimmt der Homematic IP Cloud-Service, welcher ausschließlich auf deutschen Servern betrieben wird und damit sowohl europäischen (EU-DSGVO) als auch deutschen Datenschutzrichtlinien (BDSG) unterliegt.
  • Es werden keine personengebundenen Daten angefordert
  • Die Sendeleistung ist sehr gering gegenüber WLAN, hat aber trotzdem eine Funkreichweite von bis zu 400m (WLAN Geräte senden mit 200mW Sendeleistung, Homematic IP Geräte mit 10mW)
  • Die gesamte Kommunikation zwischen Access Point, Cloud und App erfolgt verschlüsselt.
  • Damit das System auch während eines Internetausfalls ohne Störungen weiterläuft, werden vom Homematic IP Cloud-Service alle notwendigen Verknüpfungen unter den Geräten ermittelt und daraufhin automatisch erstellt. Durch direkte Verknüpfungen zwischen den Geräten ist sichergestellt, dass der Betrieb selbst während eines Internetausfalls aufrechterhalten wird.

Auf die Sendeleistung und Sendedauer lege ich viel Wert, da mit der Zeit sehr viele Aktoren, Sensoren und Melder in unserem Haus eingebaut werden, die alle mehr oder weniger Funkstrahlen aussenden. Ich gehe mal von insgesamt ca. 40-50 Geräten aus, die final verbaut sein werden.

Die Sendedauer von Funktelegrammen für die Kommunikation zwischen Homematic IP Geräten bewegt sich im Millisekundenbereich und liegt in der Regel bei 10 bis 30 Millisekunden. Meist befinden sich die Geräte im „Schlafmodus“ und werden nur dann aktiv, wenn Statusmeldungen übermittelt werden. Wenn z. B. über den Wandthermostat eine neue Raumtemperatur eingestellt wird, weckt dieser die zugehörigen Heizkörperthermostate und überträgt die neue Soll-Temperatur.

Im Vergleich zu WLAN-, Mobilfunk- und DECT-Netzen, bei denen man von einer fast dauernden Funkaktivität ausgehen kann, senden HmIP-Geräte außerordentlich selten. Darüber hinaus gibt es für das von Homematic IP verwendete Frequenzband gesetzlich vorgeschriebene maximale Sendezeiten von 36 Sekunden pro Stunde und Gerät. Diese werden in einer normalen Installation allerdings bei Weitem nicht erreicht.

Bezüglich der Sendeleistung und Sendedauer lässt sich folgender Vergleich anführen:

Ein typisches Mobilfunkgespräch dauert etwa 5 Minuten bei einer durchgängigen Sendeleistung von mindestens 300 mW. Im Vergleich dazu sendet ein Homematic IP Aktor insgesamt ca. 1 Sekunde pro Tag bei 10 mW Leistung. Mit anderen Worten: Um die Funkbelastung eines fünfminütigen Mobilfunkgesprächs zu erreichen, müsste über 25 Jahre täglich ein Homematic IP Aktor geschaltet werden. Der Aktor müsste sich zusätzlich in unmittelbarer Nähe zum Körper befinden (vgl. Mobiltelefon am Ohr).

Dies kurz zu den Vorteilen des Systems Homematic IP.

Zur Zeit werden bei uns alle Rollläden getauscht und mit HmIP-Aktoren und Jarolift Motoren versehen. Es soll später möglich sein, die Rollläden über Temperatur, Sonneneinstrahlung, Rauchmelder, bei Sturmwarnung  etc. steuern zu können. Über die Steuerung – auch per Sprache – werde ich dann im nächsten Beitrag berichten.

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Um auch in der kühleren Jahreszeit nochmals etwas Sonne zu tanken und mal ein neues Urlaubsfeeling zu erleben, haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr mal eine Kreuzfahrt durchs westliche Mittelmeer zu buchen. Da wir noch nie eine Kreuzfahrt gemacht haben – außer mal eine 3-Tagestour mit der MSC Fantasia von Kiel nach Oslo und zurück – sind die Vorbereitungen für diese Urlaubsreise natürlich etwas aufwendiger als normal.

  • Wie funktioniert das alles auf einem solch großen Schiff?
  • Was müssen wir alles vor der Reise bedenken?
  • Was müssen wir alles mitnehmen…..

Mittlerweile sind die Vorbereitungen aber alle abgeschlossen. Wir haben unsere Bordkarten erhalten, die Kabine ist bekannt – dank Aurea-Kategorie auf dem obersten Deck mit einem super Weitblick auf das Meer – und der Check-Inn ist auch schon erledigt. Erfreulicherweise gibt es auch hierfür schon eine eigene APP, mit der man sich über alles informieren und die notwendigen Formalitäten erledigen kann.

Unser Schiff – die MSC Meraviglia

Die MSC Meraviglia ist ein Schiff der neuesten Generation. Das im Juli 2017 vom Stapel gelaufene Flaggschiff der MSC hat 19 Decks, bietet Platz für 5714 Passagiere und ist mit seinen 315 Metern Länge das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Europa gebaut wurde. Das Schiff ist voll digitalisiert. Passagiere per Smartphone mit dem Schiff vernetzt. Dazu gibt es ein Armband mit Chip, das die Kabinentür öffnet und Getränke an der Bar abrechnen lässt. Innerhalb des Schiffs registrieren 16.000 Kontaktpunkte und 700 Hot-Spots jede Bewegung.

Allerdings muss man diese digitalen Annehmlichkeiten nicht nutzen. Wer sich ohne Datenstrom auf der Kreuzfahrt bewegen möchte, kann auch die ganz normale Bordkarte nutzen.

19 Decks und 65 Meter Höhe gab es bislang in Europas Gewässern noch nicht – selbst der weltgrößte Kreuzfahrtkoloss „Oasis of the Seas“ endet bei Deck 18. Insgesamt bietet die MSC Meraviglia zwölf Restaurants: Die Liste reicht vom „Marketplace Buffet“-Restaurant mit 1338 Plätzen bis zur japanischen „Kaito Sushi Bar“.

Gespannt sind wir auf die über riesige Promenade mit ihren Boutiquen, Restaurants und Entspannungsbereichen mit dem weltweit längsten LED-Bildschirm auf See. Der 80 Meter lange LED-Himmel ist speziell designt, um mit besonderen Beleuchtungskonzepten und visuellen Elementen eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen und als gesellschaftlicher Mittelpunkt des Schiffs zu dienen.

Da normalerweise auf allen Kreuzfahrtschiffen Essenszeiten festgelegt sind, haben wir uns entschlossen, die höchste Aurea-Kategorie zu buchen. Hier hat man eine große Kabine mit Balkon und Sitzecke, die Getränke sind in allen Bars und Restaurants inclusive und es besteht die Möglichkeit, zu freien Zeiten in speziellen Restaurants zu speisen. Auch ein privater Poolbereich nur für die Auea-Gäste steht uns zu Verfügung. Da wir nicht wie bei vielen unserer Landsleute die Unart an uns haben, schon morgens in aller Frühe Handtücher auf die Sonnenliegen zu verteilen, kommt uns dies sehr gelegen.

Die Route durchs Westliche Mittelmeer

Unsere Reiseroute führt uns von Genua über Neapel, Messina, Malta, Barcelona, Marseille nach sieben Tagen wieder zurück nach Genua. An jedem Tag werden wir einen neuen Hafen anlaufen und viel Zeit haben, um an den traditionsreichen Orten die schönsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Auch einen Seetag wird es auf der Reise geben, damit man auch alle Annehmlichkeiten des Schiffes erkunden kann.

Wir freuen uns schon sehr auf die Reise. Falls Ihr Interesse habt, könnt ihr ja unseren Reisebericht während der Reise verfolgen.

Tob be continue….