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Archive for the ‘Weinwelt’ Category

Mit dem Rum st es so eine Sache. Es gibt Leute wie ich, die ihn überhaupt nur pur schätzen. Und dann gibt es andere, die ihn bunt gemixt, möglichst mit einschlägigen Fruchtsäften zu sich nehmen wollen.

Rum ist eine hochkomplexe Spirituose, die Bandbreite im Geschmack ist größer denn je. Der Gedanke an Rum löst bei vielen Menschen unterschiedliche Vorstellungen aus. Schaut bei den einen vor dem geistigen Auge noch die Flasche Inländer Rum aus Großmutters Küchen oder der Stroh Rum aus Austria hervor, assoziieren andere das Wort bereits mit dem vollmundigen Genuss einer Purspirituose. Tatsächlich hat sich das Destillat aus Zuckerrohr in den vergangenen zehn Jahren enorm entwickelt.

Besonders in den führenden Cocktailbars der Welt konnte Rum wieder den Platz zurückerobern, den er nach 1960 verloren hatte, als Rum als unmodern angesehen und höchstens mit Cola gemischt oder mit Kokos und Ananas übertüncht angeboten wurde.

Ron Zapatca

Ich habe die feine, aromatische Spirituose die letzten Jahre schätzen gelernt. Für mich steht ein guter Rum einem guten Single Malt in nichts nach. Rum gibt es sowohl als klare als auch als braune Spirituose. Insofern ist man geneigt zu glauben, dass weißer Rum ungelagert ist, während brauner Rum seine Farbe durch die Fasslagerung erzielt. Im Prinzip könnte das stimmen, aber bei näherem Hinsehen auf die Flaschenetiketten lässt sich oft Erstaunliches feststellen. Auf der Flasche des weißen Havana Club aus Kuba steht zu lesen: Añejo Blanco. Das Wort Añejo bedeutet, dass der Rum mindestens ein Jahr gelagert wurde.

Ron Zacapa Centenario 23 Solera Gran Reserva zählt zur absoluten Weltspitze. Der Rum wurde bis zu 23 Jahre lang im Holzfass bei Zacapa in Guatemala gelagert. Ron Zacapa Centenario 23 Solera Gran Reserva wurde mit dem Zacapa-Solera-Verfahren hergestellt. Auszeichnungen: – Platinum Award beim Barbados Rum Festival im Jahr 2002 – Bester Rum der Welt im Jahr 2002 – Bester Rum der Welt im Jahr 2001 – Bester Rum der Welt im Jahr 2000 – Bester Rum der Welt im Jahr 1999.

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Zacapa ist eine Mischung aus verschiedenen Rums, die zwischen sechs und 23 Jahren alt sind. Er reift in einem einzigartigen Prozess, dem „Sistema Solera“, bei dem er in drei unterschiedlichen Fässern (Whisky-, Sherry- und Weinfässer) lagert. Ron Zacapa wird aus unbehandeltem Zuckerrohrhonig gebrannt und erhält dadurch eine unerreichte Süße und Reinheit, die ihn gegenüber anderen Rums auszeichnet, dessen Basis Melasse ist. Da Zacapa aus Zuckerrohrhonig und nicht aus Melasse hergestellt wird, liegt das gesamte Herstellungsverfahren vom Zuckerrohr bis zur Abfüllung in Händen von Zacapa. Das Geheimnis von Zacapa liegt in seiner langsamen Reifung im kühlen, frischen Klima des guatemaltekischen Hochlands es wird auch -„Aged Above the Clouds“ über den Wolken gereift- genannt. Zacapa Rum wurde 1976 zu Ehren der Stadt Zacapa in Guatemala benannt, die in jenem Jahr ihr hundertjähriges Gründungsjubiläum feierte. Jede Flasche trägt ein handgewebtes „Petate“-Band um den Bauch, ein 3.000 Jahre altes Maya-Symbol für die Verbundenheit von Himmel und Erde.

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Weinregionen – Saarwein

Unser favorisierter Riesling, der „Saar-Riesling“ von Van Volxem, kommt aus dem Anbaugebiet der Saar, aber nicht aus dem Saarland. Das Anbaugebiet liegt aber ganz knapp hinter der Grenze unseres kleinen Bundeslandes auf dem Gebiet von Rheinland-Pfalz.

Als Saarwein bezeichnet man den am Unterlauf der Saar erzeugten Qualitätswein, der zum Weinanbaugebiet Mosel in Rheinland-Pfalz gehört. Bis zum Frühjahr 2007 hieß das Weinbaugebiet „Mosel-Saar-Ruwer“, seither nur noch „Mosel“.

Die bekanntesten Weingüter sind Van Volxem von Roman Niewodniczanski, Van Othegraven von Günther Jauch und der Scharzhof vom weltbekannten Winzer Egon Müller.

van volxem 2011

An der Saar wird schon seit 2000 Jahren Wein angebaut. Etwa bis 1800 befanden sich hier die meisten guten Weinlagen im kirchlichen Besitz. Im Zuge der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts sind viele Besitzungen in private Hände übergegangen. Aber auch heute noch bewirtschaften kirchliche Weingüter, etwa die Bischöflichen Weingüter Trier der nahe gelegenen Stadt Trier, einige der bekanntesten Weinlagen an der Saar.

Der Saarwein wird flussabwärts in den Weinbaugemeinden Serrig, Saarburg, Irsch, Ockfen, Ayl, Schoden, Wiltingen, Kanzem und Wawern, ferner im Bereich der an der Mündung der Saar in die Mosel gelegenen Stadt Konz angebaut, zu der die Weinorte Filzen und Könen sowie das zwischen Konz und Wiltingen parallel zur Saar verlaufende Trockental – ein ehemaliger Altarm der Urmosel – , das so genannte „Konzer Tälchen“, mit den Weinbaugemeinden Niedermennig, Obermennig, Krettnach und Oberemmel gehören.

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Der Saarwein, überwiegend sind es Rieslingweine, wird auf insgesamt 1.480 ha, vielfach auch in Steillagen mit bis zu 55 Grad Neigung, angebaut. Nur etwa die Hälfte der Anbaufläche wird heute noch bewirtschaftet. Dennoch gehört der hier erzeugte eher blassfarbige Rieslingwein zu den qualitativ bedeutendsten Weißweinen Deutschlands. Verantwortlich hierfür sind die außergewöhnlichen klimatischen- und Bodenverhältnisse im unteren Saartal. Neben den klimatischen Bedingungen verleiht vor allem der blaue Devon-Schiefer, auf dem die Reben wachsen, dem Saarwein seine unverwechselbare Eigenart. Fachleute zählen die hier erzeugten Rieslingweine zu den größten Weißweinen der Welt. Daneben werden u. a. die Rebsorten Blauer Spätburgunder, Dornfelder, Grauer Burgunder, Kerner, Rivaner und Weißer Burgunder angebaut.

Das vergleichsweise kühle Klima verzögert den Reifeprozess, sodass die Rieslingrebe ihren vollen Reifegrad noch bis in den Monat November hinein mit einem relativ hohen Anteil von natürlichen Fruchtsäuren auch ohne Bildung eines hohen Zuckeranteils erreichen kann. Die Riesling-Saarweine sind daher besonders lange lagerfähig und besitzen nur selten einen Alkoholgehalt von mehr als 12 Vol.-%.

Weine aus dem Saarland

Aber auch im Saarland gibt es sehr gute Winzer. In der Dreiländerecke, wo Frankreich, Deutschland und Luxemburg sich berühren, liegt unser Weinanbaugebiet. Es ist altes Weinland und bildet innerhalb des Anbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer einen selbständigen Bereich. Für das saarländische Weinanbaugebiet, das in der Gemeinde Perl liegt, wurde als Bereichsname die Bezeichnung „Moseltor“ festgelegt. Als Großanlage und als Zusammenfassung der Einzellagen wurde der Name „Schloß Bübinger“ in die Wein­bergsrolle, die bei der Kreisverwaltung in Merzig geführt wird, eingetragen. Die Großanlage „Schloß Bübinger“ umfasst die Einzelanlagen:

  • Perler Hasenberg
  • Perler St. Quirinusberg
  • Sehndorfer Klosterberg
  • Sehndorfer Marienberg
  • Nenniger Schlossberg
  • Nenniger Römerberg

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In allen Weinbergslagen wurden Flurbereinigungsverfahren durchgeführt und das Wegenetz ausgebaut. Die Anbaufläche beträgt 116 ha. Der Elbling nimmt dabei den größten Anteil ein. Als nach dem Krieg die Rebstöcke neu gepflanzt werden mussten, gehörte Perl wie das ganze Saarland zu Frankreich, Pflanzmaterial musste also von dort herangeholt werden. So kommt es, dass jetzt die Rebflächen mit den Sorten Ruländer, Auxerrois, Müller-Thurgau und Elbling bestockt sind, vorher dominierte der Elbling den Weinanbau.

Der Muschelkalkboden beeinflusst den Weincharakter und gibt den Weinen die Würze, fruchtige Säure und verleiht ihnen die Eleganz. Die hier erzeugten Weine sind besonders bekömmlich und werden dadurch zu einer begehrten Spezialität. Hier findet der Weinliebhaber für jeden Geschmack und jede Gelegenheit den passenden Tropfen.

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Sommer – normalerweise Zeit der Weissweine. Nichts desto trotz kann man auch im Sommer einen leicht gekühlten Rotwein an einem lauen Sommerabend genießen. Heute waren wir bei unserem Weinhändler des Vertrauens. Neben mehreren Kisten Inurietta Mediodia und Grünem Veltliner von Kurt Angerer haben wir auch eine Kiste Inurietta Sur „S“ mitgenommen.

Der Sur „S“ ist ein von der Sonne verwöhnter, von Kritikern gefeierter (Brandaktuell mit einer Medaille ausgezeichnet auf der ,London Decanter World Wine Awards‘!) Rotwein aus Garnacha, Syrah und Graciano Trauben.

Auf südlich exponierten Weingärten wachsen die traditionellen spanischen Rebsorten Garnacha, Syrah und Graciano unter optimalen Bedingungen und ergeben nach sechsmonatigem Barriqueausbau einen herrlich duftenden, „südlich” inspirierten, wunderbar fruchtigen Wein, der weit über Spanien hinaus Maßstäbe setzt in seiner so genussfreundlichen Preisklasse. Die Nase wird verführt von schmeichlerischen Aromen reifer blauer und roter Beeren sowie saftiger Kirschen, würzigen Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Eukalyptus, animierend vermählt mit Wacholderbeeren sowie einem Hauch von dunkler Schokolade und Vanille. Und darunter liegen ganz zarte wildanimalische Noten!

Am Gaumen fabelhaft saftig mit erfrischender Frucht und Würze; auch hier findet man wieder die ausgeprägten Kräuteraromen und die süßlich anmutenden Nuancen von Schokolade und Vanille. Ein Schmeichler der Sinne mit einer lustvollen Opulenz und Konzentration, der mit einer vibrierenden, feingliedrigen, ungemein animierenden Säure, geschliffenen Tanninen und einem schokoladig-feinwürzigen Nachhall auch diejenigen Weinliebhaber verführt, die sonst in anderen Preiskategorien zu Hause sind! (PdP)

Sur "S"

Die Bodega Inurrieta

Die Bodega Inurrieta ist ein noch sehr junges Weingut in der sanften Hügellandschaft in Navarra / Spanien. Die märchenhafte Geschichte dieses Gutes findet ihre Wurzeln bereits vor einem Jahrhundert: Die Familien Antoñana, Borda und Arriola betrieben bereits vor über 100 Jahren Weinbau auf einem wertvollen Stück Land mit dem schönen baskischen Namen Inurrieta. Da sich die Winzertätigkeit jedoch zur damaligen Zeit finanziell nicht rechnete, gaben die Vorfahren diesen Beruf auf und „machten” ihr Geld mit einer kleinen Lebensmittelkette, ehe die junge Generation ihre Liebe zum Wein wieder entdeckte und mit dem finanziellen Rückhalt ihrer Eltern in erstklassige Weinberge sowie moderne Keller investieren konnte. So wurde die Bodega 1999 mit viel Enthusiasmus in einem kleinen Seitental im südlichen Teil Navarras wieder gegründet.

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Langsam aber sicher merkt man den Frühling – die Bäume werden wieder grün, der Rasen wächst – ich musste schon zweimal den Mäher anwerfen – und der Duft des Frühlings ist allgegenwärtig. Hoffentlich erleben wir nicht wieder eine herben Rückschlag. Wir wollen es nicht hoffen.

Bevor wir uns auf die Sommerweine konzentrieren, habe ich mir erlaubt, nochmals eine tiefroten Spanier zu ordern. EL CASTRO DE VALTUILLE. Mittlweile ist der ganze Bestand beim Händler meines Vertrauens ausverkauft. Ist aber auch klar, denn es handelt sich hier um einen Wein von Raul Peréz in der 10-Euro-Klasse, der eigentlich nicht so günstig verkauft werden dürfte. Aber für den Endverbraucher ist das ein wirklicher Glücksfall.

Der tief violette Rotwein ist aus der Mencia-Traube gekeltert.  Das Bouquet erinnert stark an reife Beeren (Johannisbeeren, Brombeeren, Preiselbeeren oder Blaubeeren), dazu merkt man aber auch einen Touch Oliven. Dieses Bouquet ist auch für die Weine aus Burgund typisch. Am Gaumen erstaunlich rund, dicht, herrliches Gefühl im Mund, gleichmäßig und harmonisch, reife Tannine, wunderbar langer und burgunderhafter Nachhall!

Raúl Pérez von der Bodegas y Viñedos Castro Ventosa  vinifiziert nicht nur super teure Weine, sondern auch bezahlbare, dabei wunderbar eigenständige Weine für jeden Tag. Das Weingut liegt in der ie D.O. Bierzo im Nordwesten der Provinz León und grenzt an Galicien und Asturien, also recht weit im Norden Spaniens. Das Besondere an diesem Anbaugebiet ist das Mikroklima, das eine ideale Mischung aus Feuchtigkeit und Wärme garantiert.

Das Weingut hat gut 60ha Mencía unter Ertrag, der Löwenanteil der Reben wurde bereits von der Eltern und Großelten gepflanzt und hat deshalb ein außergewöhnlich hohes Durchschnittsalter von über 50 Jahre und liegt auf 8 Parzellen verteilt bis zu einer Höhe von 620m ü.d.M., was kühle Nächte und warme Tage garantiert.

Als klassische Familien-Bodega lebt man hier nicht für kurzfristige Moden, sondern versteht sich als Betrieb, dessen Lebens-Rhythmus auf das Wachsen und Gedeihen der Rebstöcke abgestimmt ist.Raúl Pérez gehört mittlerweile zu den besten Önologen Spaniens und hat mit seinen Weinen, höchste Weihen der internationalen Presse erklimmen können.

Robert Parker hat diesem herrlichen Wein 90 von 100 möglichen Punkten gegeben. Das ist überaus selten für eine Wein in der 10 Euro Klasse. Ich hätte mal noch ne Kiste mehr ordern sollen 😦

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Zur Zeit haben die Wein-Versender im Netz Hochkonjunktur. Seit Oktober gibt es nun auch einen Outlet-Store für Wein. Bei dem Online-Versender wird jeweils nur ein Wein gleichzeitig angeboten. Markenweine von berühmten Erzeugern wie z.B. Antinori, Rothschild, Mondavi und Penfolds sowie von kleineren Winzern sind im Angebot. Um den Versand mal zu testen, habe ich bei der zweiten Auktion auch mal bestellt – und zwar eine Kiste Lealtanza Crianza Rioja D.O.Ca. von der Bodegas Altanza.

 

Heute ist der Wein angekommen.  Die Lealtanza Crianza hat ein intensives und sehr sauberes Granatrot, ein attraktives Fruchtaroma, das an Pflaumen und Waldbeeren erinnert und duftet herrlich nach Mokka, Zigarrenkiste und dezent röstig. Der Geschmack ist intensiv, hat aber durch die samtigen Tannine auch noch etwas Biss. Der Wein erhielt die Goldmedaille MUNDUS VINI GOLD und bei ROBERT PARKER 2011 89/100 Punkte. Ein nobler Wein der Rioja!

Rioja gilt als der spanische Wein schlechthin. Was für Frankreich der Bordeaux ist, bedeutet der Rioja für die Spanier. Der Weinbau des berühmten Gebietes wurde durch Franzosen geprägt, die Mitte des 19. Jahrhunderts nach der Reblaus-Katastrophe in diese Gegend auswanderten. Rioja-Wein wird auf traditionelle Weise ausgebaut, durch lange Lagerung in Fässern aus amerikanischer Eiche, den Barriques. Diese verleihen ihm seine typischen zarten Vanille- und Röstnoten. Eine Crianza, wie diese von den Bodegas Altanza reift insgesamt mindestens 2 Jahre, davon ein Jahr in Barriques. Der Name Lealtanza bedeutet auf Altspanisch Loyalität – und genau so ist er auch gemeint. Die Bodegas nutzen die traditionellen Methoden zur Weinbereitung und verwenden ausschließlich die regionale Traube Tempranillo für ihren Rioja.

Hier kann man sich ein Video der  Bodegas Altanza ansehen.

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