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Archive for the ‘Urlaub’ Category

Huwwel – Kraxler Tour 2016

Hier kann die Tour als PDF herunter geladen werden

Unsere Huwwel-Kraxler Tour führte uns in diesem Jahr ins österreichische Montafon, genauer gesagt in das ca. 3800 Einwohner zählende Schruns. Schon Ernest Hemingway liebte angeblich den Charme dieses Ortes im Herzen des Montafon und verewigte die Erinnerungen in seinen Büchern. Allerdings machte der Ort auf uns keinen typisch alpenländischen Eindruck. Viele Betonbauten und einfache Flachdachhäuser wurden in den alten historischen Ortskern gebaut. Das hat den ersten Eindruck etwas getrübt. Unser Hotel, wo wir das Auto freundlicherweise abstellen konnten, machte allerdings einen sehr komfortablen Eindruck, der sich auch am Ende der Tour bestätigen sollte.

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Aber wir wollten uns ja nicht im Ort aufhalten. Vielmehr sind wir direkt, ohne Zeit zu verlieren, mit dem Bus zum Einstiegsort der Tour nach Latschau zum Stausee gefahren. Da die Anreise nach Schruns wegen der vielen Staus doch länger als geplant war, mussten wir auf der ersten Etappe einen Zahn zulegen.

Die gesamte Tour führte uns durch das Bergmassiv des Rätikons. Die Rätikonkette liegt im Dreiländereck Liechtenstein-Österreich-Schweiz. Der Gebirgszug ist geprägt durch eine imposante, meist felsig schroffe Bergkulisse, die von sanfteren, gletschergeformten Landschaften umschlossen wird. Abseits von den großen Ballungszentren öffnet sich hier ein für mitteleuropäische Begriffe unermesslicher Erholungsraum, ein Gebiet mit weitgehend intakt belassener, gebirgig rauer Natur. Wandern im Rätikon hat Tradition.

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Früher wurden die alten Hohlwege und Bergpfade von der Bevölkerung als einzige Erschließung im Gebirge genutzt, vorwiegend von Bauern, Älplern und angesichts der nahen Landesgrenze auch von Schmugglern. Wer sich im steilen Gelände bewegen wollte, musste zu Fuß gehen. Die heutigen Wanderrouten decken sich oft mit den alten Verbindungswegen.

Auf der Tour konnten wir sämtliche Wetterverhältnisse genießen. Los ging es Donnerstags mit ca. 32 Grad im Schatten, Freitags sank dann die Temperatur auf herbstliches Niveau, in der Nacht von Freitag auf Samstag wurden die Gipfel dann mit einer Schneeschicht überzogen.

Erste Etappe: Stausee Latschau zur Lindauer Hütte

Bei hochsommerlichen 32 Grad wanderten wir von der Mittelstation der Golmerbahn der Beschilderung „Lindauer Hütte“ folgend vorbei am Hotel Montabella und an vielen Ferienhäusern den Berg hinauf. Der Wanderweg führte stetig ansteigend durch das schöne Gauertal mit Blick auf die drei Türme und zur Schesaplana, dem mit knapp 3000 Meter höchsten Berg des Rätikons.

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Nach ca. 3 Stunden, 6,5 km Strecke und 667 bewältigten Höhenmetern erreichten wir dann die Lindauer Hütte, die zurzeit umgebaut wird. Inmitten der traumhaften Bergkulisse des Rätikon liegt die DAV-Hütte am Ende des Gauertals und am Fuße der Drei Türme auf 1.744 Metern Seehöhe.

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Nach einem ersten erfrischenden Bier und einer Dusche servierte uns das freundliche Servicepersonal ein gut bürgerliches, hervorragend schmeckendes Essen. Die Hütte war sehr gut besucht. Eine Gruppe lustiger junger Bergsteiger-/innen brachte mir ihrer Musik mit Gitarrenbegleitung Stimmung in die Bude. Nach einigen Gläsern des kühlen Gerstensaftes gingen wir dann gegen 22:00 Uhr in unser sehr schönes Lager.

Zweite Etappe: Von der Lindauer Hütte zur Tilisunahütte

Trotz schlechter Wettermeldungen konnten wir am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück bei sonnigem, aber kühlem Wetter die nächste Etappe in Angriff nehmen. Von der Streckenlänge eher kurz (ca. 4,2 km), aber sehr steil ist diese Etappe über den Bilkengrat und die schwarze Scharte zur Tilisunahütte. Von der Schwarzen Scharte, die ihren Namen wegen des dunklen vulkanischen Gesteins (Serpentinit) hat, hatten wir einen fantastischen Blick auf die mächtigen Drei Türme. Allerdings war es mittlerweile so kalt, dass man meinte, man hätte keine Kleider am Leib.

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Die Tilisunahütte ist eine Berghütte des Österreichischen Alpenvereins, Sektion Vorarlberg. Sie liegt südlich von Tschagguns auf einer Höhe von 2211 m nördlich der Sulzfluh oberhalb des gleichnamigen Sees, in aussichtsreicher Lage mit Blick ins Montafon. Die Hütte bietet 35 Betten und 105 Matratzenplätze und ist in der Sommersaison von Mitte Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet.

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Erst vor ein paar Jahren frisch renoviert, machen ein schöner Gastraum und neue Zimmerlager einen sehr guten Eindruck. Der Blick von der Hüttenterrasse zeigt die gewaltigen Felswände der Weißplatte. Da wir die Hütte schon früh am Nachmittag erreicht hatten, machten wir noch einen Abstecher in Richtung dieser imposanten Felswand bis an die Österreichisch-schweizer Grenze. Auf der kleinen Tour sahen wir viele, nicht sehr scheue Murmeltiere.

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Zurück auf der Hütte freuten wir uns auf ein schmackhaftes Abendessen. Leider wurden wir hier etwas enttäuscht. Vom Hüttenwirt lautstark angepriesen, bestellten wir uns eine Portion Spaghetti Bolognese. Leider waren die Nudeln verkocht, die Sauce nicht gewürzt und der Preis mit 13 Euro incl. eines ebenfalls ungewürzten kleinen Salates doch sehr hoch…

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Daher war dann auch der Abend recht kurz. Voller Hoffnung, dass der gemeldete Starkregen und der Temperatursturz auf den Gefrierpunkt doch nicht eintreten, gingen wir früh in unser Nachtlager.

Dritte Etappe: Von der Tilisunahütte zurück nach Latschau

Am nächsten Morgen war es zwar kalt, trüb, neblig und es nieselte leicht, aber die Wolken hatten sich über Nacht abgeregnet. Mit starkregen und Schnee war also nicht mehr zu rechnen. Nach dem Frühstück konnten wir dann den Rückweg antreten. Nach kurzer Zeit verzog sich auch der Nieselregen. Wenn das Wetter so eingetreten wäre, wie in der Vorhersage angekündigt, hätten wir auf der Hütte ausharren müssen, da der Rückweg über 7 km und 1350 Höhenmeter doch sehr steil und glitschig war.

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Über einen breiten Forstweg ging es am Tilisunasee vorbei wieder Richtung schwarze Scharte. Anschließend wurde in einem kurzen, aber sehr steilen Anstieg, teilweise durch Geröllfelder der Schwarzhornsattel erreicht. Hier hatte man wieder einen herrlichen Ausblick, der durch Wolken leider etwas getrübt wurde.

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Über einen mit Seilen gesicherten Steig ging es dann über Alpenrosenhänge weiter abwärts Richtung Tobelsee. Wir stiegen weiter zur Sennalpe Alpila ab, die bei unserer Ankunft aber leider schon geschlossen war. Unseren Besuch haben wir aber wie auch anderswo mit einem Huwwel-Kraxler Aufkleber kenntlich gemacht.

Danach ging es durch einen sehr steilen, rutschigen Waldabstieg weiter Richtung Latschau. Nach 4 Stunden und 1350 Höhenmetern erreichten wir schließlich ausgepowert wieder unseren Ausgangspunkt, den Stausee Latschau. In der Jausen Station der Golmerbahn stärkten wir uns dann mit Bratwurst, Pommes und Bier und fuhren anschließend wieder mit dem Bus bergab nach Schruns.

Nach dem Bezug der Zimmer und einer ausgiebigen Dusche machten wir noch einen Bummel durch Schruns, bevor wir uns mit einem hervorragenden 5-Gänge Menü und ein paar Flaschen Grünem Veltliner in unserem Hotel Zimba verwöhnen ließen.

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Am nächsten Morgen ging es dann, leider wieder mit viel Verkehr und Stau zurück ins Saarland. Wir waren uns alle einig, dass unsere Huwwel-Kraxler Tour 2017 wieder ins Montafon führen wird, dann Richtung Silvretta mit der Saarbrücker-, Tübinger- und Wormser Hütte….

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Heute war unser letzter Tag in Ligurien. Wieder mal ist der Urlaub viel zu schnell vorbei. Wir haben nochmal zusammen ein original ligurisches Mittagessen zu uns genommen, den Strand in Alassio ein letztes Mal besucht, ein italienisches Eis gegessen und ein paar Liter von dem schmackhaften ligurischen Olivenöl gekauft – Außerdem vier Olivenbäume, einen Rosmarinbaum, einen Nektainenbaum und einen mediteranen, wunderschön blühenden Busch für den Garten zuhause. Mal sehen, wie wir das alles im Auto verstauen….

Flüssiges Gold – Olivenöl aus Ligurien

Ölbäume hat es überall in Ligurien, meist muss man sich nur ein kurzes Stück von der Küste entfernen, um auf die silbergrün schimmernden Olivenpflanzungen zu st0ßen. Bis in die Höhen von 600 bis 700m bedecken sie die Hänge und prägen das Landschaftsbild.

Seit rund 1000 Jahren wird in Ligurien Olivenöl produziert. Die über die Jahrhunderte betriebene Kultivierung hat eine eigene Landschaftsarchitektur hervor gebracht. Das ligurische Olivenöl hat nicht das ausgeprägte Olivenaroma wie das toskanische, es schmeckt feiner und weniger intensiv. Das Öl hat ein leicht süßliches Aroma. Das Öl wird in die ganze Welt exportiert.

Beim Olivenöl gibt es große Qualitätsunterschiede. Dass nur Extra-Vergine-Öl, also Öl aus der ersten Pressung akzeptabel ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Extra-Virgine bedeutet aber, dass der Säuregehalt unter 1% liegt. Erstklassige Öle sollten aber einen Säuregehalt von 0,1- 0,2% Säure haben.

Bei der Verarbeitung spielen viele Faktoren eine Rolle – der Boden, der Reifegrad, die Art der Ernte, die Schnelligkeit der Weiterverarbeitung, die Methode der Ölgewinnung aus den Früchten. Dies alles hat Auswirkungen auf den Preis. Daher ist gutes ligurisches Öl nicht ganz billig. Für einen Liter Öl muss man mindestens 10 € investieren, erstklassige Öle können auch schon mal 16-20€ pro Litri kosten. Aber der Preis macht sich auch bezahlt. Wir haben uns mit 10 Litern eingedeckt. Das reicht für die nächsten Monate 🙂

Das Auto ist gepackt, die Pflanzen müssen noch verstaut werden und dann geht es heute Nacht auf die Autostrada. Auf der Hinfahrt sind wir in 10 Stunden durchgekommen. Hoffen wir, dass auch die Rückfahrt so gut verläuft. Dann geht’s morgen abend an den Grill. Nach einer Woche mediterranem Essen freuen wir uns mal wieder auf eine ordentliches saarländisches Stück gut gegrilltes Fleisch !!!

Update: Wir sind zuhause angekommen. Diesmal haben wir sogar incl. Pause nur 8 1/2 Stunden benötigt – Rekord. Es war aber auch rein gar nichts los auf den Straßen.

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Mit dem Wetter haben wir ins Schwarze getroffen – stahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Aber Ligurien ist auch wirklich eine Reise wert. Unser Urlaubsort liegt in den Bergen, ca. 400 m über dem Meer.

Onzo, das kleine Bergdorf, in dem unser Feriendomizil steht, ist ein Dorf auf einem Hügel im Hinterland des Arrosciatals, am südlichen Ausläufer des Monte Peso Grande (1092 m).

Die tausendjährige Geschichte gleicht der den umliegenden Orten. Die Herrschaft über den kleinen Ort wechselte mehrmals bis die Republik von Genua im Jahre 1581 ein Lösegeld von 5000 Scudi akzeptierte, das von den Einwohnern angeboten wurde. Damit wurde Onzo unabhängig, mit einer eigenen Regierung und einer eigenen Verfassung, es begann die unter dem Namen „Epoche der Republik von Onzo“ bekannte Demokratie, ein einzigartiges Ereignis in Italien, das von den großen Bürgerfamilien dominiert wurde. Erst die Einnahme durch Napoleon beendete diese außergewöhnliche Unabhängigkeit nach mehr als zwei Jahrhunderten. Die wichtigsten Produkte des Gemeindegebietes sind Oliven, Kastanien und Trauben, aus denen auch der Pigato, ein Landwein der Region, mit dem Qualitätssiegel DOC hergestellt wird.

Heute morgen haben wir eine Wanderung gemacht. Wir wollten den Lago die Menezzo erkunden. Leider haben wir uns an einer Wegegabelung für den falschen Weg entschieden und sind immer weiter bergauf gelaufen, bis es nicht mehr weiter ging. Den See haben wir dann auf der anderen Seite eines Tales gesehen. Der See, auf einer Höhe von 600 Metern wurde als Stausee angelegt, mit dessen Wasser die vielen Gewächshäuser in den Hängen bewässert werden.

Wenn wir auf unserem Weg weiter aufgestiegen wären, hätten wir die Burg Ermo (1092 m) auf dem Berg über dem Arrosciatal besichtigen können. Dort kann man auch die Überreste einer uralten antiken Burg sehen, einem sehr wichtigen strategischen Punkt entlang der Grenze zwischen Albenga und dem ehemaligen Gebiet der Clavesana. Allerdings sind wir dann nach 5km bergauflaufen wieder umgekehrt.

Nachmittags haben wir dann noch die kleine Küstenstadt Laigueglia besucht. Laigueglia bildet zusammen mit Alassio die Bucht von Sole. Das romantische Städtchen steht auf der Liste der Schönsten Dörfer Italiens. Es schließt mit dem Kap Meie westlich die Bucht von Alassio ab. Laigueglia ist ein antikes Fischerdorf mit farbigen Häusern, die sich direkt an dem feinen Sandstrand aufreihen, ein malerisches Gewirr aus Gässchen und Plätzen mit Geschäften und kleinen Restaurants.

Im 17. und 18. Jahrhundert durchlebte der Ort eine besondere Blütezeit, dank dem Handel mit Korallen, die im westlichen Mittelmeer bis zu den tunesischen Küsten gesammelt wurden. Die Strandpromenade dominiert eine Bastei aus dem 16. Jahrhundert, die zur Verteidigung gegen sarazenische Überfälle errichtet worden war.

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Ostern in Italien – hier nennt man das christliche Fest „Pasqua“. Ostern hat in Italien nicht den selben Stellenwert wie in Deutschland. Die Kinder suchen keine Ostereier, aber es gibt viele ähnliche Bräuche. Allerdings ist der Karfreitag hier anscheinend ein normaler Tag. Als wir am Freitag hier angekommen sind, haben wir, nachdem wir unsere „Herberge“ in Augenschein genommen haben, einen kleinen Spaziergang durch Onzo unternommen. Überall wurde fleißig gearbeitet. Sogar der Presslufthammer war am wirken. Bei uns in Deutschland unvorstellbar 🙂

Die Fahrt hierher nach Ligurien war für uns sehr angenehm. Allerdings sind wir zum ersten Mal nicht durch den Gotthard-Tunnel gefahren, sondern haben die Route über den großen St.Bernhard genommen. Eine weise Entscheidung, wie wir im nachhinein feststellen konnten. Bis auf einen kleinen Stau kurz vor Savona sind wir entspannt nach 9 1/2 Stunden angeommen. Carmens Kolleginnen mit ihren Familien sind durch den Gotthard gefahren. Sage und schreibe 14 Stunden waren sie unterwegs.

Hier oben in Onzo herrschen zeitweise rauhe Winde. So auch die letzten beiden Tage. Unten an der Küste laufen die Menschen schon in kurzen Hosen rum, hier oben muss man aupassen, dass man nicht vom Winde verweht wird. Heute soll es dann besser werden,wir werden sehen…

Gestern waren wir zum Osteressen von Fam. Jochum in ein typisches ligurisches Restaurant eingeladen worden. Außer uns konnten wir nur Einheimische als Gäste feststellen. Die Deutschen fallen erst frühestens an Pfingsten hier in Ligurien ein 🙂 Uns wurde ein 7-Gänge Menü mit typischen ligurischen Speisen serviert. Sage und schreibe 4 1/2 Stunden haben wir gegessen !!

Alassio

Nach dem festlichen Mahl sind wir dann noch nach Alassio gefahren, um den Tag dort gemütlich ausklingen zu lassen. Leider ist es an Ostern so, dass auch gefühlt alle Italiener diese Idee haben. Der Ort war total überfüllt. Aber in den vielen kleinen Gassen der Altstadt ist das nich so sehr aufgefallen. Anstatt Deutsche in der Hochsaison halt Italiener…

Alassio liegt mit seinen 11000 Einwohnern an der Riviera di Ponente zwischen dem Capo Mele und dem Capo Santa Croce, genannt wird dieser Teil der Küste auch „die Blumenriviera“.

Eine Sehenswürdigkeit ist das „Mäuerchen“ (italienisch: muretto). Es ist sowohl bei Touristen, wie auch bei Kunstinteressierten, eine beliebte Sehenswürdigkeit. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges stellte sie lediglich eine kleine Einfassungsmauer um den Stadtpark Alassios dar. Während des Wirtschaftsbooms in den Sechziger und Siebziger Jahren begannen die Bürger der Stadt jedoch die Mauer mit unregelmäßig geformten Fliesen zu verschönern. Die erste Fliese wurde 1951 von dem Schriftsteller Ernest Hemingway angebracht, als dieser sich in der Stadt aufhielt. Der Brauch ist bis heute lebendig, und mittlerweile zieren zahlreiche Signaturen (circa 500) berühmter Persönlichkeiten das „Mäuerchen von Alassio“.

Der Strand von Alassio erstreckt sich über 4 km bis zum angrenzenden Dorf Laigueglia (wo sich übrigens unser Privatstrand befindet). Der Sand ist sehr fein und ein leicht abfallender Boden ist einzigartig am Mittelmeer. Das berühmte „Budello“, das durch das Zentrum läuft, wird heute als das längste Einkaufszentrum Europas betrachtet, und ist voll von Läden, Werkstätten, Geschäften, Boutiquen und Restaurants für jeden Geschmack und jede Preisklasse. 

Wir werden auf jeden Fall in der kommenden Woche nochmals nach Alassio fahren und uns den Ort nochmals näher ansehen.

To be continue…

(Weitere Bilder gibt es hier zu sehen, wird laufend aktualisiert)

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Der Tag rückt immer näher – am Wochenende geht’s los. Leider sind in der schönen Villa keine Haustiere erlaubt. Daher muss unser Dexter zuhause bleiben. Aber er ist ja nicht alleine. Unsere Kinder ziehen während unseres Urlaubes wieder in unserem Haus ein. Dexter kann also in seiner gewohnten Umgebung bleiben 🙂

Wie schon in Teil 1 erwähnt liegt unser Urlaubsziel in Ligurien. Von der Côte d’Azur im Westen bis zur Toskana im Osten erstreckt sich Ligurien entlang der Mittelmeerküste mit seiner Hauptstadt Genua. Die ligurische Küste geht nicht weit vom Meer entfernt in die Berge der Alpen und der Appenninen über, was der Landschaft einen außerordentlichen Reiz verleiht.

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Das Klima an der Küste ist ganzjährig mild, da die Küstenregion durch der Bergkette der ligurischen Alpen mit bis zu 2000 Meter hohen Bergen gegen Kaltluft aus dem Norden abgeschirmt ist. Oft kann man bis Mitte November im Mittelmeer baden, da es dann noch Temperaturen knapp unterhalb 20 Grad hat. Wollen wir hoffen, daß auch schon im April schöne frühsommerliche Temperaturen herrschen werden.

Albenga

Unser Ferienort Onzo liegt in den Bergen, ca. 20 km vom  Küstenort Albenga enfernt, wo ich schon mal als Kind mit meinen Eltern in Urlaub war.  Albenga mit seinen 23000 Einwohnern besitzt eine der schönsten Altstädte Liguriens. Wer in das enge, von einer schützenden Mauer umschlossene Gassengewirr eintaucht, erliegt schnell der Faszination dieses geschichtsträchtigen Ortes.

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Albenga war schon in vorchristlicher Zeit besiedelt und erlebte unter der römischen Vorherrschaft wie auch im Mittelalter eine glanzvolle Zeit. Im ersten vorchristlichen Jahrtausend siedelten Angehörige des mächtigen ligurischen Volksstamms der Ingauni am Ufer des Centa-Flusses, ihre Burgen thronten auf den Hügelkuppen der Umgebung. Im 3. Jh. v. Chr. unterwarfen die Römer dann die Ligurer. Unter ihrer Herrschaft entwickelte sich die Stadt an der römischen Heeresstraße Via Iulia Augusta  neben Luna, Genua, Vada Sabatia und Albintimilium zu einer der größten römischen Niederlassungen am Rivierabogen.

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Ab dem 5. Jh. n. Chr. entstand ein völlig neues Albenga, das nunmehr auch Bischofsitz war. Ende des 11. Jh. nahm die mittelalterliche Stadt mit einer eigenen Flotte am erfolgreichen ersten Kreuzzug ins Heilige Land teil, der dem Handel einen enormen Aufschwung und Albenga relative politische Unabhängigkeit bescherte.

Doch unter der Vorherrschaft Genuas ab dem 13. Jh. wurde die ligurische Provinz vernachlässigt und von Genua bewusst klein gehalten. Das glanzvolle Albenga geriet langsam in Vergessenheit. Hinzu kam höhere Gewalt – der durch einen Kanalbau gestaute Centa-Fluss trat über die Ufer, überschwemmte das gesamte Stadtgebiet und zerstörte den Hafen. Spätestens seit dem 14. Jh. stand Albenga gänzlich unter dem Einfluss Genuas und war für Jahrhunderte von der mächtigen Nachbarin abhängig.

Fortsetzung folgt….

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