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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Am vierten Tag bringt uns die MSC Meraviglia zur Insel Malta. Die Anfahrt zur Insel war schon etwas rauher. Das Wetter hat sich merklich verschlechtert.

Wir fahren mit dem Dampfer in den Hafen von Valletta ein. Man muss in diesem Hafen an Deck sein, wenn man mit dem Kreuzfahrtschiff einläuft.

Wahnsinn – gefühlt läuft man in einen Hafen direkt in eine Festung im Mittelalter ein. Die Einfahrt in den Grand Harbour ist von Forts geschützt.  Hier wurden auch einige Szenen von Game of Thrones gedreht. Allerdings wird das Ganze von Blitz und Donner untermalt.

Der Inselstaat mit der Hauptstadt Valletta liegt strategisch günstig in der Mitte des Mittelmeeres. Der Staat Malta besteht aus insgesamt drei Inseln, die Hauptinsel Malta mit 246 Quadratkilometern, Gozo mit 67 Quadratkilometern und die Zwergeninsel Comino mit weniger als acht Quadratkilometern.

Die ca. 425.000 Malteser haben eine eigene Landessprache, die sonst nirgendwo auf der Welt gesprochen wird, eben Maltesisch oder „Malti“. Sie ist weitgehend arabischen Ursprungs und mit lateinisch-italienischen Sprachelementen versetzt.

Maltesisch ist die einzige semitisch-arabische Sprache, die in lateinischen Buchstaben geschrieben wird.

Unser Schiff macht an der neu gestalteten Pinto Wharf fest. Direkt an der Anlegestelle wurden alte barocke Lagerhäuser zur Valletta Waterfront mit Geschäften, Cafés und Restaurants ausgebaut. Die Insel ist glücklicherweise nicht so sehr groß und die Entfernungen zu den Sehenswürdigkeiten im Hinterland von Valletta sind überschaubar.

Das bekannte Fischerdorf Marsaxlokk ist ca. 10 Kilometer entfernt, die Blaue Grotte, Mosta und Mdina 12 Kilometer und Hagar Qim 13 Kilometer. Die Tour heute haben wir schon zuhause gebucht.

Megalithische Tempel von Malta und die Bucht von Marsaxlokk

Malta hat sieben prähistorische Monumente, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Am Hafen werden wir von einem Reisebus abgeholt.

Unsere heutige Tour führt uns nach Zaghra, wo sich die megalithischen Gjantija-Tempel befinden. Leider wird das Wetter immer schlechter.

Während der Jungsteinzeit wurden insgesamt 22 große Megalithtempel auf Malta und sechs weitere auf der Nachbarinsel Gozo errichtet – die ersten davon gehen auf die Zeit von etwa 3.800 v. Chr. zurück. Selbst die jüngsten Tempel dieser Periode sind mindestens 4500 Jahre alt, also etwa so alt wie die Pyramiden.

Durch einen Eingang aus gewaltigen Steinblöcken betreten wir das Hauptgebäude des Tempels und treffen direkt auf kunstvoll verzierte Skulpturen. Ein Rundweg führt um die prähistorische Anlage, bestehend aus zwei Tempeln in Kleeblattform.

Es handelt sich dabei um eine der ältesten freistehenden Bauwerke der Welt, an die tausend Jahre älter als die Pyramiden. Ganz in der Nähe fand man einen aus Monolithen erbauten Steinkreis, ähnlich dem von Stonehenge.

Leider existieren von ihm nur noch Zeichnungen, die Steine selbst wurden in früheren Jahren von Bauern zerkleinert und in den Bauernhäusern verbaut.

Durch kleine, „Bullaugen“ genannte, Öffnungen gelangen wir nun in verschiedene Seitenkammern. Bei den vielen Steinblöcken, die hier rumliegen kann man sich schwer vorstellen, wie die Anlage in grauer Vorzeit einmal ausgesehen hat.

An einer Steinmauer entlang spazieren wir dann den Berg hinab zur benachbarten Tempelanlage Mnajdra, die zum Schutz der Steine unter einer Zeltkuppel im Schatten liegt.

Leider regnet es mittlerweile sintflutartig. Wir verstehen sogar unsere Reiseleiterin nicht mehr, so prasselt es herunter. Mittlerweile sind alle Straßen überschwemmt. Carmen und ich nehmen das mit Humor. Allerdings sieht man einigen älteren Zeitgenossen, vor allem den alten grantigen Deutschen an, dass sie Regen nicht so abkönnen. Die Gesichter, die sowieso nie freundlich anzusehen sind, verfinstern sich imemr mehr. Ich mache mich noch etwas lustig darüber, was mir böse Blicke einbringt.

Diese Tempelanlage ist schon sehr beeindruckend, vor allem wenn man das Alter der Tempel bedenkt. Wie haben die Menschen damals diese riesigen Steinblöcke bearbeiten und transportieren können? Unmenschliches muss geleistet worden sein. Mit dem Kopf voller Gedanken an diese alte Zeit steigen wir wieder in den  Bus, der uns weiter nach Marsaxlokk bringt.

Marsaxlokk

Marsaxlokk kann ich hier nur mehr beschreiben, da sich die Gemeinschaft, wegen halt dieser nicht humorvollen Zeitgenossen, entschieden hat, zum Schiff zurückzukehren. Denen wünsche ich eine Bergtour, wo sie mit Schnee und Hagel überrascht werden, nass in den Bergen übernachten müssen und nicht einfach in den Bus einsteigen können. Die Bilder wurden allerdings an einem schöneren Tag geschossen.

Aber zurück zu Marsaxlokk. WIr können uns den Ort nur aus dem Bus anschauen. Die Marsaxlokk Bay ist eine der größten Buchten Maltas. Hier begann 1565 mit der Landung der Osmanen die große Belagerung,  1798 die Eroberung Maltas durch Napoleon, die dann auch zum Ende der Johanniterherrschaft führte.

Hier endete mit der Verkündung durch die Präsidenten George W. Bush und Michail S. Gorbatschow auch 1989 offiziell der Kalte Krieg.  Dank der geographisch günstigen Lage Maltas sind die Häfen von Valetta und Marsaxlokk an der Südostküste die wichtigsten Warenumschlagplätze der Insel.

Normalerweise hätten wir jetzt noch drei weitere Städtchen besichtigt, aber wir fahren zurück zum Schiff. Nach unserer Rückkehr zum Schiff wärmen wir uns mit einer heißen Dusche auf, bevor wir, jetzt mit einem Regenschirm ausgestattet, die Hauptstadt erkunden.

La Valletta ist die schönste Stadt, die ich bisher am Mittelmeer gesehen habe. Wunderschöne alte Bauten, Tempel und Häuser im arabischen Stil. Die Stadt sollte man sich unbedingt ansehen. Hier mal ein paar Bilder.

Als alle wieder auf dem Schiff waren, wurde auch das Wetter wieder besser. Den Abend verbringen wir gemütlich bei Bier, Wein und einigen Cocktails in verschiedenen Bars des Schiffes. Morgen gibt es dann einen Seetag. Da werde ich etwas intensiver vom Schiff und seinen Annehmlichkeiten berichten.

 

 

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Um auch in der kühleren Jahreszeit nochmals etwas Sonne zu tanken und mal ein neues Urlaubsfeeling zu erleben, haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr mal eine Kreuzfahrt durchs westliche Mittelmeer zu buchen. Da wir noch nie eine Kreuzfahrt gemacht haben – außer mal eine 3-Tagestour mit der MSC Fantasia von Kiel nach Oslo und zurück – sind die Vorbereitungen für diese Urlaubsreise natürlich etwas aufwendiger als normal.

  • Wie funktioniert das alles auf einem solch großen Schiff?
  • Was müssen wir alles vor der Reise bedenken?
  • Was müssen wir alles mitnehmen…..

Mittlerweile sind die Vorbereitungen aber alle abgeschlossen. Wir haben unsere Bordkarten erhalten, die Kabine ist bekannt – dank Aurea-Kategorie auf dem obersten Deck mit einem super Weitblick auf das Meer – und der Check-Inn ist auch schon erledigt. Erfreulicherweise gibt es auch hierfür schon eine eigene APP, mit der man sich über alles informieren und die notwendigen Formalitäten erledigen kann.

Unser Schiff – die MSC Meraviglia

Die MSC Meraviglia ist ein Schiff der neuesten Generation. Das im Juli 2017 vom Stapel gelaufene Flaggschiff der MSC hat 19 Decks, bietet Platz für 5714 Passagiere und ist mit seinen 315 Metern Länge das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Europa gebaut wurde. Das Schiff ist voll digitalisiert. Passagiere per Smartphone mit dem Schiff vernetzt. Dazu gibt es ein Armband mit Chip, das die Kabinentür öffnet und Getränke an der Bar abrechnen lässt. Innerhalb des Schiffs registrieren 16.000 Kontaktpunkte und 700 Hot-Spots jede Bewegung.

Allerdings muss man diese digitalen Annehmlichkeiten nicht nutzen. Wer sich ohne Datenstrom auf der Kreuzfahrt bewegen möchte, kann auch die ganz normale Bordkarte nutzen.

19 Decks und 65 Meter Höhe gab es bislang in Europas Gewässern noch nicht – selbst der weltgrößte Kreuzfahrtkoloss „Oasis of the Seas“ endet bei Deck 18. Insgesamt bietet die MSC Meraviglia zwölf Restaurants: Die Liste reicht vom „Marketplace Buffet“-Restaurant mit 1338 Plätzen bis zur japanischen „Kaito Sushi Bar“.

Gespannt sind wir auf die über riesige Promenade mit ihren Boutiquen, Restaurants und Entspannungsbereichen mit dem weltweit längsten LED-Bildschirm auf See. Der 80 Meter lange LED-Himmel ist speziell designt, um mit besonderen Beleuchtungskonzepten und visuellen Elementen eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen und als gesellschaftlicher Mittelpunkt des Schiffs zu dienen.

Da normalerweise auf allen Kreuzfahrtschiffen Essenszeiten festgelegt sind, haben wir uns entschlossen, die höchste Aurea-Kategorie zu buchen. Hier hat man eine große Kabine mit Balkon und Sitzecke, die Getränke sind in allen Bars und Restaurants inclusive und es besteht die Möglichkeit, zu freien Zeiten in speziellen Restaurants zu speisen. Auch ein privater Poolbereich nur für die Auea-Gäste steht uns zu Verfügung. Da wir nicht wie bei vielen unserer Landsleute die Unart an uns haben, schon morgens in aller Frühe Handtücher auf die Sonnenliegen zu verteilen, kommt uns dies sehr gelegen.

Die Route durchs Westliche Mittelmeer

Unsere Reiseroute führt uns von Genua über Neapel, Messina, Malta, Barcelona, Marseille nach sieben Tagen wieder zurück nach Genua. An jedem Tag werden wir einen neuen Hafen anlaufen und viel Zeit haben, um an den traditionsreichen Orten die schönsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Auch einen Seetag wird es auf der Reise geben, damit man auch alle Annehmlichkeiten des Schiffes erkunden kann.

Wir freuen uns schon sehr auf die Reise. Falls Ihr Interesse habt, könnt ihr ja unseren Reisebericht während der Reise verfolgen.

Tob be continue….

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