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Archive for the ‘Smart Home’ Category

Heute möchte ich mal kurz auf das von mir installierte System Homematic IP eingehen. Warum habe ich mich für dieses System entschieden?  Wie ich ja schon in meinem letzten Artikel zu diesem Thema geschrieben habe, gibt es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Anbieter von SmartHome-Systemen. Nach eingehender Recherche und Vergleich mit anderen Systemen haben sich für mich folgende Vorteile für die Verwendung von Homematic IP herauskristallisiert:

  • Das System ist sehr einfach zu bedienen. Die gesamte Lösung kann intuitiv über eine Smartphone-App eingerichtet und komfortabel über die App gesteuert werden.
  • HMIP ist mit dem IPv6 Standard für die Zukunft ausgelegt
  • Die Geräte nutzen Funkfrequenzen, die nicht durch WLAN, Bluetooth oder andere Funktechnik gestört werden können
  • HmIP ist das System mit dem höchsten Datenschutzstandard (TÜV-zertifiziert). Die Konfiguration der Einzelgeräte übernimmt der Homematic IP Cloud-Service, welcher ausschließlich auf deutschen Servern betrieben wird und damit sowohl europäischen (EU-DSGVO) als auch deutschen Datenschutzrichtlinien (BDSG) unterliegt.
  • Es werden keine personengebundenen Daten angefordert
  • Die Sendeleistung ist sehr gering gegenüber WLAN, hat aber trotzdem eine Funkreichweite von bis zu 400m (WLAN Geräte senden mit 200mW Sendeleistung, Homematic IP Geräte mit 10mW)
  • Die gesamte Kommunikation zwischen Access Point, Cloud und App erfolgt verschlüsselt.
  • Damit das System auch während eines Internetausfalls ohne Störungen weiterläuft, werden vom Homematic IP Cloud-Service alle notwendigen Verknüpfungen unter den Geräten ermittelt und daraufhin automatisch erstellt. Durch direkte Verknüpfungen zwischen den Geräten ist sichergestellt, dass der Betrieb selbst während eines Internetausfalls aufrechterhalten wird.

Auf die Sendeleistung und Sendedauer lege ich viel Wert, da mit der Zeit sehr viele Aktoren, Sensoren und Melder in unserem Haus eingebaut werden, die alle mehr oder weniger Funkstrahlen aussenden. Ich gehe mal von insgesamt ca. 40-50 Geräten aus, die final verbaut sein werden.

Die Sendedauer von Funktelegrammen für die Kommunikation zwischen Homematic IP Geräten bewegt sich im Millisekundenbereich und liegt in der Regel bei 10 bis 30 Millisekunden. Meist befinden sich die Geräte im „Schlafmodus“ und werden nur dann aktiv, wenn Statusmeldungen übermittelt werden. Wenn z. B. über den Wandthermostat eine neue Raumtemperatur eingestellt wird, weckt dieser die zugehörigen Heizkörperthermostate und überträgt die neue Soll-Temperatur.

Im Vergleich zu WLAN-, Mobilfunk- und DECT-Netzen, bei denen man von einer fast dauernden Funkaktivität ausgehen kann, senden HmIP-Geräte außerordentlich selten. Darüber hinaus gibt es für das von Homematic IP verwendete Frequenzband gesetzlich vorgeschriebene maximale Sendezeiten von 36 Sekunden pro Stunde und Gerät. Diese werden in einer normalen Installation allerdings bei Weitem nicht erreicht.

Bezüglich der Sendeleistung und Sendedauer lässt sich folgender Vergleich anführen:

Ein typisches Mobilfunkgespräch dauert etwa 5 Minuten bei einer durchgängigen Sendeleistung von mindestens 300 mW. Im Vergleich dazu sendet ein Homematic IP Aktor insgesamt ca. 1 Sekunde pro Tag bei 10 mW Leistung. Mit anderen Worten: Um die Funkbelastung eines fünfminütigen Mobilfunkgesprächs zu erreichen, müsste über 25 Jahre täglich ein Homematic IP Aktor geschaltet werden. Der Aktor müsste sich zusätzlich in unmittelbarer Nähe zum Körper befinden (vgl. Mobiltelefon am Ohr).

Dies kurz zu den Vorteilen des Systems Homematic IP.

Zur Zeit werden bei uns alle Rollläden getauscht und mit HmIP-Aktoren und Jarolift Motoren versehen. Es soll später möglich sein, die Rollläden über Temperatur, Sonneneinstrahlung, Rauchmelder, bei Sturmwarnung  etc. steuern zu können. Über die Steuerung – auch per Sprache – werde ich dann im nächsten Beitrag berichten.

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Seitdem ich begonnen habe, mich mit der Home Automation zu beschäftigen, hat sich in unsrem Haus schon so einiges getan. Begonnen hatte ich ja letztes Jahr mit der Rollladensteuerung, da wir ein neues Fenster einbauen mussten und ich die Gelegenheit nutzte, um dieses erste Fenster auch mit einer intelligenten Steuerung auszustatten. Damals habe ich mich für das System Somfy entschieden. Leider war diese Entscheidung nicht optimal, da dieses französische System seine Software doch sehr abschottet (ähnlich wie Apple) und keine anderen Systeme kompatibel sind. Daher werde ich diese Steuerung durch ein anderes System ersetzen. Aber dazu später  mehr.

Folgende System habe ich bisher in meinem Haus integriert:

  • Philips Hue zur Steuerung des Lichtes im Innen- und Außenbereich
  • Osram Lightify zur Lichtsteuerung und der Steuerung von Geräten mittels Schaltsteckdosen
  • Innr Lampen, da die Lampen  günstiger als die Philips Hue  Lampen sind
  • Homematic IP für Heizung und Sicherheit
  • Amazon Echo zur Sprachsteuerung aller Komponenten
  • Logitech Harmony als Fernbedienung

All diese Systeme kooperieren miteinander, da die IP-Protokolle gleich oder zumindest kompatibel sind. Für die Überwachung und Steuerung teste ich zur Zeit die Software iHaus eines Münchner Start Up Unternehmens.

Heizungssteuerung

Zur Zeit bin ich dabei, unser Badezimmer zu sanieren. Natürlich wird auch dieser Raum in die Hausautomation mit eingebunden. Die Rollladen-, Heizung-, Licht- und Mediensteuerung (Musik und TV) wird im neuen Bad digitalisiert gesteuert werden. Mittlerweile ist der Markt für Smart Home Komponenten sehr unübersichtlich geworden. Viele Anbieter drängen auf den Markt. Um sich hier eine Übersicht zu verschaffen, muss man etwas an Zeit investieren, um das für sich geeignete System  zu finden. Auch ich habe mit der Entscheidung für das für mich falsche System zur Steuerung der Rollläden schon Lehrgeld gezahlt. Wie schon weiter oben beschrieben, soll die Rollladensteuerung bei uns nicht mehr über Somfy, sondern über ein anderes System geregelt werden.

Da sich Homematic (im Weiteren HmIP) mittlerweile als  das führende System in der Hausautomation behaupten konnte, werde ich einen großen Teil der Steuerung über dieses System laufen lassen. Die Rollläden werden über HmIP Funkaktoren angesteuert und die Heizung über HmIP Thermostate in Zusammenarbeit mit Fensteraktoren geregelt. (Auf die Vor- und Nachteile von Homematic IP gehe ich in meinem nächsten Beitrag ein.)

Die Heizungsanlage ist für viele Hauseigentümer einer der wichtigsten Punkte um Kosten zu senken und dem Komfort zu erhöhen. Daher sollte man sich als erstes die Frage stellen, was ich mit der Anlage überhaupt steuern möchte und wie weit ich die Digitalisierung überhaupt treiben möchte. Zur Steuerung der Heizung gibt es mehrere Möglichkeiten.  Da die Homematic IP all diese Möglichkeiten unterstützt, werde ich alle folgenden Steuerungsmöglichkeiten in meine Hausautomation einbinden:

Steuerung direkt am Heizkörper

Diese Regelung ist ja schon seit jeher auch mit Standardthermostaten möglich. Dazu braucht man keine Smart Home Steuerung. Natürlich ist es möglich, auch die HIP Thermostate  direkt am Heizkörper zu regeln.

Steuerung mit Wandthermostaten

Einen Wandthermostat werde ich im Wohn-/Esszimmer einbauen, da sich dort mehrere Heizkörper befinden. Über diesen Schalter kann man z.B. alle Thermostate zusammen in den Sparmodus schalten, was natürlich auch über die weiter unten beschriebene Sprachsteuerung gehen wird.

Hier findet die Bedienung natürlich direkt im Raum statt. Wenn man das Haus oder die Wohnung verlässt, wird zwar die Heizung herunter gefahren, doch bei einer Ankunft außerhalb der hinterlegten Zeit fürs Heizen, ist der Raum erstmal kalt und muss aufgeheizt werden. Auch kann mit einem Wandthermostat die Boost-Funktion aktiviert werden, damit die Heizkörper schnell warm werden. Die HIP Wandthermostate lassen sich natürlich über die Smartphone App einstellen.

Steuerung in Kombination mit Fenster Sensoren

Die Fenster Sensoren werden in den HIP-Heizungsbundles schon mitgeliefert. Die Heizungssteuerung mit diesen Sensoren ist die komfortabelste Möglichkeit, um die Temperatur zu steuern und Heizkosten zu sparen. Die Fenster Sensoren arbeiten mit dem jeweiligen Heizkörperthermostat zusammen. Sie sorgen dafür, dass nicht geheizt wird, wenn ein Fenster offen steht. Gerne wird ein offenes Fenster im Winter vergessen. Die Heizung kämpft in dieser Situation gegen die sinkende Temperatur im Raum an. Durch den Fenster Sensor wird dem Thermostat mitgeteilt, dass keine Heizleistung erforderlich ist, solange das Fenster nicht geschlossen wird. Nach dem Schließen kann zusätzlich ein automatischer Boost-Modus aktiviert werden, um den Raum schnell wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

Anwesenheitserkennung

Wichtig ist es meiner Meinung auch, die Heizung über die Anwesenheit im Haus zu steuern. Diese Steuerung wird über das Smartphone geregelt. Die Zentrale erkennt, wenn sich ein Bewohner im Haus befindet. Über die Anwesenheitserkennung kann die Heizung automatisch in einen Energiesparmodus schalten und erst beim Betreten des Hauses wieder hochfahren werden. Auch andere elektrische Verbraucher können über die Anwesenheitserkennung gesteuert werden. Eine Alarmanlage kann aktiviert werden oder Anwesenheitssimulationen bei Abwesenheit (Urlaub) können umgesetzt werden.

Steuerung von unterwegs

Das Smartphone wird wie für viele andere Steuerungen auch  zur Schaltzentrale für die Heizung. Per APP soll es auch von unterwegs möglich sein, die Heizung schon mal hochzufahren, wenn man zu einer anderen Zeit als vorprogrammiert nach Hause kommt.

Weiteres zur Steuerung mit der Homematic IP in Kürze !

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