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Archive for the ‘Feiertage’ Category

Weihnachtlicher Genuss !

Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen niedriger werden, freuen wir uns in unserer Familie auch auf die viel geschmähte „dunkle Jahreszeit“. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Für unsere Familie bedeutet das Freude auf weihnachtliche Dekoration, Plätzchen backen, gemeinsame Abendessen mit der Familie, Rotwein, Lebkuchen und weihnachtliche Aromen. Es duftet überall verlockend. Draußen in den Straßen wie drinnen in den Häusern wärmt uns wohlige Würze. Überall die Düfte, die wir seit Kindertagen lieben.

6. Gang - Tarte Tatin mit Rosen und Mandeln

Im Spätherbst die Düfte von gerösteten Esskastanien, Maronen und gebrannten Mandeln an belebten Ecken und Plätzen. Dann ziehen uns Zimtsterne, Lebkuchen und Bratäpfel der Weihnachtsmärkte magisch an, in deren Wohlgeruch sich Glühwein, Tannengrün und Räuchermännchen mischen. Zimt, Nelken und Vanille sind in der Weihnachtsbäckerei nicht weg zu denken. Genuss pur !

weihnachtsmarkt

Genuss ist für mich in der Weihnachtszeit aber auch ein schön dekoriertes Haus, der beleuchtete Vorgarten, ein Glas guter spanischer Rotwein an einem ruhigen Dezemberabend oder der Spaziergang mit meinem Hund am 1. Weihnachtstag morgens um Fünf, wenn alles noch schläft.

Und all jene, denen beim Wort Winter alles andere als Genuss einfällt, sollten sich sagen: Er wird auch nicht kürzer und milder, wenn man Trübsal bläst. Für unsere Tochter ist diese Jahreszeit sogar die schönste Zeit des Jahres. Viele Menschen flüchten sich in die wärmeren Gefilde. Wir können uns das überhaupt nicht vorstellen – auch wenn heutzutage der Schnee die Landschaft nicht mehr so oft verzaubert wie in meinen Kindertagen.

Truthahn

Wenn’s draußen kalt ist und (hoffentlich) die Schneeflocken tanzen, brauchen wir etwas Warmes und freuen uns auf deftiges Essen, auf herzhafte Eintöpfe, Schmorgerichte und Fondue, auf scharfe Zwiebelsuppe, Wildgulasch und Krustenbraten. Viele sagen dann: „Der Winter macht dick, es werden nur Kalorienbomben zu sich genommen“.

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Aber wie im ganzen Leben gilt auch im Winter: Ausgewogene, gesunde Ernährung und sportliche Betätigung. Dann kommen nicht mehr Pfunde auf die Hüften als in der Sommerzeit. Wenn wir willens sind, unseren Körper ernst zu nehmen und ihm mindestens so viel Aufmerksamkeit zu widmen wie unserem Smartphone werden auch die weihnachtlichen Genüsse kein Mehr an Gewicht bedeuten.

 

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In diesem Jahr ging die Adventszeit schon am 27. November mit der Feier des ersten Advents los. Wir haben wie in den letzten vier Jahren mit unseren Huwwel-Kraxler Kollegen am Weihnachtsmarkt der Großgemeinde Schiffweiler teilgenommen. Unsre urige Weihnachtshütte wurde in diesem Jahr zum letzten Mal weihnachtlich dekoriert. Direkt nach dem Abbau am Sonntagabend wurde sie auf einen LKW verfrachtet und steht nun bis zum heiligen Abend auf dem Weihnachtsmarkt in Siegburg.

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Tradition der Weihnachtsmärkte

Im 14. Jahrhundert kam in der Vorweihnachtszeit der Brauch auf, Handwerkern wie Korbflechtern, Spielzeugmachern oder Zuckerbäckern die Erlaubnis zu erteilen, auf dem Marktplatz Verkaufsstände zu errichten, um dort ihre Erzeugnisse und Produkte für das Weihnachtsfest zu verkaufen. Der Grundstein für die Weihnachtsmärkte war so gelegt und Jahr um Jahr verbreitete sich die Tradition der Weihnachtsmärkte weiter. Von Anfang an aber wurde bei den Weihnachtsmärkten auch an das leibliche Wohl der Marktbesucher gedacht und so wurden neben Spielzeug und nützlichen Dingen auch geröstete Kastanien, Mandeln und Nüsse angeboten.

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Ein typischer Weihnachtsmarkt besteht heute aus zahlreichen Verkaufsständen auf den Straßen und traditionsreichen Plätzen eines Ortes, oft vor historischer und publikumswirksamer Kulisse. Es werden weihnachtliche Backwaren wie Printen, Lebkuchen, Berliner, Spekulatius, Christstollen,  Süßigkeiten wie Schokoladenfiguren, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, heiße Maronen und warme Speisen angeboten. Gegen die Kälte wird Glühwein, Feuerzangenbowle, an unserem Stand auch Huwwel-Kraxler Spezial und Alpenglüher zum Durchwärmen ausgeschenkt. Die meisten Regionen haben ihre weihnachtlichen Spezialitäten. Zum obligatorischen Programm eines Weihnachtsmarktes gehören Verkaufsstände für Weihnachtsartikel oder Schmuck für den Christbaum. Auch kunsthandwerkliche weihnachtliche Artikel wie Krippen, Erzgebirgische Schwibbögen und Räucherfiguren werden angeboten.

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Der wohl berühmteste Weihnachtsmarkt in der Welt ist der Nürnberger Christkindlesmarkt, wo seit Anbeginn die Figur des Christkinds von einem Mädchen dargestellt wird. Der vorweihnachtliche Markt auf dem Nürnberger Hauptmarkt lässt sich bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen. Aus dem Jahr 1628 stammt sein erster schriftlicher Nachweis: Auf dem Boden einer 19 Zentimeter langen, ovalen und mit Blumen bemalten Spanschachtel aus Nadelholz, die das Germanische Nationalmuseum besitzt, wurde eine mit schwarzer Tinte gemalte Inschrift gefunden: „Regina Susanna Harßdörfferin von der Jungfrau Susanna Eleonora Erbsin zum Kindles-Marck überschickt 1628.“

Eine Liste aus dem Jahr 1737 zeigt, dass fast alle Nürnberger Handwerker in der Budenstadt vertreten waren. 140 Personen waren berechtigt, Waren anzubieten. Weltbekannt sind die Nürnberger Lebkuchen und Rostbratwürstchen.

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Wir waren schon im September ein Nürnberg und haben uns bei der Saisoneröffnung mit feinstem Nürnberger Lebkuchen eingedeckt. Den ersten Lebkuchen haben wir uns aber erst am Abend des ersten Advents schmecken lassen….

 

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… und noch 23 weitere warten darauf, von Carmen ausgepackt zu werden. Der Adventskalender ist kein gewöhnlicher Kalender. Er hat eine Geschichte, Bedeutung und einen faszinierenden Zweck – die Zeit zwischen den ersten Tagen des Dezember bis Heiligabend runter zu zählen. Natürlich ist der Adventskalender auch eine wunderbare Dekoration zu einer weihnachtlichen Einrichtung.

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Adventskalender als Lampe überm Couchtisch

Der Adventskalender ist ein spezieller Kalender mit einer besonderen Funktion. Er zählt die Tage bis Weihnachten. Seine zusätzliche Aufgabe ist es, zumindest bei uns, eine festliche Stimmung in der häuslichen Umgebung zu schaffen. Normalerweise beginnen die Adventskalender ab dem 1. Dezember, aber es gibt Alternativen für frühere Anfänge – ab dem 27. November – oder später – ab dem 3. Dezember. An jedem Tag gibt es ein kleines Geschenk. Früher waren das meistens kleine Schokoladenteile. Für Carmen besorge ich im Vorfeld 23 kleine Geschenke und ein größeres für den Heiligen Abend.

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Der heute in der Adventszeit nicht mehr wegzudenkende Adventskalender entstand erst am Anfang dieses Jahrhunderts. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich jedoch bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Die ersten Formen kommen aus dem protestantischen Umfeld.
So wurde in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt. Einfach, aber nicht weniger effektvoll, war eine andere Variante: 24 an die Wand oder Türe gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften. Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag bis Heilig Abend. Weitere Formen sind die Weihnachtsuhr oder aber eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt werden durfte.
Die wohl früheste Form eines selbstgebastelten Adventskalenders stammt aus dem Jahre 1851.
Wer einen Adventskalender bestellen wollte, musste sich etwas länger gedulden: Im Jahr 1902 veröffentlichte die Evangelische Buchhandlung in Hamburg den wohl ersten gedruckten Kalender: Eine Weihnachtsuhr für Kinder, die in der Handhabung absolut vergleichbar ist mit jener, die 1922 bei der St. Johannis Druckerei erschienen ist.

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Auf jeden Fall verkürzt der Kalender das Warten auf Weihnachten. Gute Weihnachtsplätzchen, Kerzen, Weihnachtsmusik und jeden Tag ein kleines Geschenk. Die Vorfreude ist wie immer die schönste Freude 🙂

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Das Osterfest – neben Pfingsten zählt es zu den ältesten europäischen Festen. Es handelt sich um ein Erlösungs- wie auch Frühlingsfest. Beim christlichen Osterfest steht die Auferstehung Jesu im Vordergrund, im jüdischen Glauben wird der Auszug aus Ägypten gefeiert. Dass sich das Fest jedoch eindeutig am Frühlingsanfang orientiert, sieht man daran, dass das Konzil von Nizäa im Jahre 325 entschieden hat, Ostern am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond zu feiern.

Der Name Ostern leitet sich jedoch weniger aus dem christlichen Glauben, denn aus heidnischem Brauchtum ab. Der nur im Deutschen und Englischen vorkommende Begriff beruht auf einer Deutung im 6. Jahrhundert, als man davon ausging, dass das Fest aus vorchristlicher Zeit stamme und zu Ehren der germanischen Frühlingsgöttin Ostara gefeiert wurde.

Auch der Osterhase hat an sich wenig mit dem Osterfest zu tun. In einer Dokumentation aus 1682 heißt es: „…im Elsass und den angrenzenden Gebieten nennt man diese Eier Haseneier auf Grund der Fabel, mit der man Einfältigen und Kindern weismacht, der Osterhase lege solche Eier und verstecke sie in den Gärten im Grase, damit sie von den Kindern zum Ergötzen der lächelnden Erwachsenen desto eifriger gesucht werden.“

Die Eier sind beim Osterfest genauso symbolisch aufgeladen wie das Osterlamm und der Wein. Vor diesem Hindergrund wird Ostern heute gerne als Familienfest mit feinen Speisen und guten Weinen gefeiert. Da wir in diesem Jahr auch die Kinder und meine Eltern an Ostern zu Gast haben und Carmen ein schönes Ostermenü zaubern wird, habe ich dies zum Anlaß genommen, um (angeregt durch die medial sehr präsente Papstwahl) mal einen Wein von der Rhone zu organiseren, der nur bei einer Papstwahl angeboten wird.

Zum Ostermenü wird in diesem Jahr ein „Diffonty Cuvée du Vatican“ auf dem Festtisch stehen. Nach der kürzlichen Papstwahl habe ich mir eine Kiste davon gesichert. Der Wein stammt nicht wie man bei dem Namen vermutet, aus päpstlichen Weingütern,  sondern vom Weingut „Diffonty Cuvée du Vatican “ aus dem Chateauneuf du Pape in Frankreich.

Vatican

Kein Wein ist so mit der Geschichte des Papsttums verbunden, wie der Châteauneuf-du-Pape. Sein Ursprung geht auf das päpstliche Exil von 1309 bis 1376 in Avignon zurück, als Papst Johannes XXII. auf Schloss Châteauneuf-du-Pape residierte und den Weinbau kräftig förderte. Ganz diesen historischen Wurzeln verbunden ist es bei der Domaine Diffonty seit 1959 Tradition, zu Ehren eines neu gewählten Papstes eine Kiste Cuvée du Vatican nach Rom zu schicken. Der heilige Vater bedankt sich stets mit einem Segen und lobt die exzellente Qualität des Weins. Diese ist noch besser geworden seit der junge Jean-Marc Diffonty die Leitung des Familienbetriebes übernommen hat. Er verfolgt einen fruchtigen, modernen Stil und hatte schnell den Ruf weg, einer der „dynamischsten Revolutionäre der Appellation“ zu sein, wie es Weinpapst Robert Parker formulierte.

Eine Testflasche haben wir am letzten Wochenende geöffnet. Der Diffonty Cuvée du Vatican besticht mit Aromen von eingelegten Früchten, Kirschlikör, Pfeffer und Tabak.  Es ist ein eleganter, körperreicher, würziger Tropfen mit einem unnachahmlichen Rhône-Stil. Der aktuelle Jahrgang glänzt überdies mit lebendiger Frische und besonders seidiger Textur.

 

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Erster Advent – die festlichsten vier Wochen des Jahres beginnen morgen. Kerzen, Weihnachtsgebäck, Lebkuchen, Schokolade – ein Fest für die Sinne. Haben doch viele Geschäfte schon seit September die weihnachtlichen Gaumenfreuden in ihren Regalen, so ist es doch bei uns in der Familie Tradition, erst zum ersten Advent Lebkuchen, das erste Stück Weihnachtsstollen oder die ersten Weihnachtsplätzchen zu genießen.

In unserem kleinen Bundesland wird wenigstens noch Wert auf die Besinnlichkeit der Adventszeit gelegt. Aber auch bei uns gibt es seitens der Gewerbebetriebe Anstrengungen, die Adventssonntage verkaufsoffen zu machen und an Heilig Abend bis 18.00 Uhr zu öffnen. Man kann nur hoffen, dass diese Rund-um-die-Uhr Kommerzialisierung eingedämmt wird.

Viele Weihnachtsmärkte beginnen an diesem Wochenende. Die Menschen stimmen sich auf das Weihnachtsfest ein. Sie trinken Glühwein, knabbern weihnachtliche Köstlichkeiten und singen „Let it snow“. Auch das unvermeidliche „Last Christmas“ ist wieder überall zu hören.

Letztes Wochenende haben wir unsere Wohnung festlich dekoriert und die Weihnachtsbeleuchtung am Haus installiert. Heute, wenn es zu dämmern beginnt, werden die Lichterketten eingeschaltet. Der Adventskalender von Carmen ist gefüllt (was mir die letzten drei Wochen einiges an Kopfzerbrechen machte…) und Toni, unser Nussknacker hat sich wieder im Wohnzimmer breit gemacht. Auch ein neuer „Adventskranz“, in diesem Jahr eine schwere Eichenwurzel mit roten Kerzen, ist bereit für die Einweihung. (Mein Artikel über den Brauch des Adventskranzes aus dem letzten Jahr könnt ihr hier nachlesen.)

Um uns mit den Kindern und „Schwiegerkindern in Spe“ gemeinsam auf die schöne Vorweihnachtszeit einzustimmen, setzen wir uns heute Abend zu einem gemütlichen Raclette zusammen. Natürlich soll auch ein passender Wein dazu nicht fehlen.

Raclette – woher kommt das eigentlich ?

Raclette (vom französischen Verb racler = schaben) stammt aus der Schweiz (genauer: aus dem Wallis). Bereits im Mittelalter bereiteten Alphirten Raclette zu – am offenen Feuer unter freiem Himmel. Der Käse wurde einfach so nah an die Flamme gelegt, dass er weich wurde, und dann auf den Teller geschabt.

Raclette und Wein, ein eher schwieriges Unterfangen !

Welcher Wein passt am besten zu dem doch eher schweren, von geschmolzenem Käse dominiertem Essen? Etwas säurebetonte Weine können die Schwere von öligem, fetthaltigem Essen etwas ausgleichen. Allerdings verträgt sich zu viel an Säure auch wieder schlecht mit Raclette. Weine mit höherem Tannin Gehalt ( die Roten ) schmecken weicher und weniger Tanninreich bei fettem Essen, das Milchfett lässt den Alkohol aber scharf schmecken, wonach für mich Rotwein als Begleiter zu Raclette ausscheidet…

Daher habe ich mich dem Anlass entsprechend für einen Saar-Riesling 2010 von Van Volxem entschieden. Ein frischer, tief mineralischer, harmonisch trocken schmeckender Riesling von der oberen Saar. Für viele etwas stark Aprikoselastig, für mich wunderbar ausgewogen und angenehm fruchtig schmeckend. Bilder vom Raclette-Abend folgen….

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