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Archive for the ‘Backen’ Category

Die Tauftorte

Wie schon in meinem letzten Post erwähnt, feiern unsere Zwillinge Lia und Levi am ersten Maiwochenende ihre Taufe. Für dieses Fest backe ich den Beiden und den Taufgästen eine Tauftorte, wieder verziert mit Fondant.

Ich baue eine einstöckige, rechteckige Fondanttorte mit einer Himbeer-Fruchtfüllung und einer Vanille-Buttercreme. Die Böden backe ich nach zwei verschiedenen Rezepten, um auch mit der Torte mal wieder was neues auszutesten. Mal sehen, ob es was wird – ansonsten müssen die Gäste halt essen was auf den Tisch kommt 🙂

Bei dem untersten Boden und dem Deckel handelt es sich um das „Wunderkuchenrezept“. Für die Mittelteil verwende ich einen Biskuitboden. Dieser besteht aber nur aus einem ausgeschnittenen Kranz, der den Rahmen bildet für die Himbeer-Fruchtfüllung.

Für die Verzierung der Torte habe ich ein paar Tage zuvor diverse Dekoartikel aus Fondant, vermischt mit Blütenpaste hergestellt. Die Blütenpaste ist dafür verantwortlich, dass der Fondant schön fest wird und die Schuhe stabil auf der Torte platziert werden können.


Rezept Wunderkuchen

Für den Wunderkuchen, den ich zwei mal gebacken habe, werden folgende Zutaten (pro Boden) benötigt:

  • 5 Eier
  • 375 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250 ml Öl
  • 125 ml Milch
  • 125 ml Himbeersaft
  • 175 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Die Eier werden mit dem Zucker und der Prise Salz in der Küchenmaschine weißschaumig aufgeschlagen. Ich habe festgestellt, dass man die Masse mindestens 15 bis 20 min. auf höchster Stufe aufschlagen sollte, damit der Teig im Ofen nachher schön aufgeht. Die Masse muss sich verdreifacht haben. Anschließend wird die Flüssigkeit untergerührt.

Dann das Backpulver mit dem Mehl vermischen und unter die Eiermasse sieben. Die ganze Masse bearbeiten, bis sich keine Mehlnester mehr zeigen. Dann wird der Teig in die Kastenform eingefüllt.

Die Form sollte mit Backpapier ausgekleidet sein. Die Böden backe ich mit der sogenannten Isoliermethode, damit die Oberfläche gerade aufgeht und keine Wölbungen entstehen.

Isoliermethode bedeutet: Eine Lage Alufolie ausbreiten ( die Länge entspricht dem Umfang der Kastenform). Die Alufolie dann mit Küchenpapier bedecken, mit Wasser befeuchten und die Folie dann um das Küchenpapier einschlagen. Anschließend die Folie außen um die Form herum schlagen.

Anschließend habe ich den Boden dann im Backofen gebacken. Unser Ofen arbeitet mit Backsensoren. Das hat den Vorteil, dass der Ofen nicht vorgeheizt werden muss und ich mich darauf verlassen kann, dass der Ofen sich selbstständig meldet, sobald der Boden fertig gebacken ist. Man braucht also keine Temperatur und keine Zeit einzustellen. Geht alles automatisch. Funktioniert super.

Falls man einen normalen Backofen hat, diesen vorheizen und bei 165 Grad ca. 45 bis 50 Minuten backen.

Rezept Biskuitboden

Für den Biskuitboden verwende ich folgende Zutaten:

  • 6 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 220g Zucker
  • 280 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Die Eier, der Vanillezucker und der Zucker werden in der Küchenmaschine wie zuvor auch auf der höchsten Stufe gerührt. Das Geheimnis dieses Rezeptes liegt aber in der langen Rührzeit von 30 Minuten. Danach wird das Mehl, gemischt mit dem Backpulver unter die Masse gehoben. Der Teig wird dann wie bei dem Wunderkuchen zuvor mit der Isoliermethode gebacken.

Rezept Buttercreme:

  • 250 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillepudding
  • 1 TL Vanillearoma
  • 70 g Zucker

Die Butter wird mit dem Zucker und dem Vanillemark in der Küchenmaschine weißschaumig aufgeschlagen. Anschließend wird der kalte Pudding nach und nach hinzugefügt und nochmals gründlich durchschlagen. Damit die Creme gut gelingt, sollten die Butter und der Pudding die gleiche Temperatur haben.

Die Fruchtcreme, die aus den nachfolgenden Zutaten hergestellt wird, sollte vor der Verarbeitung auch etwas abkühlen, damit die Buttercreme nicht wieder aufgeweicht wird. Die abgekühlte Fruchtfüllung wird in den Hohlraum der 2. Etage der Torte eingefüllt und glatt gestrichen. Dann kann auch schon die 3. Etage, der „Wunderkuchendeckel“ aufgelegt werden. Danach geht das Ganze für ein paar Stunden in die Kühlung.

Rezept Fruchtfüllung:

  • 350 g Beeren
  • 250 g Mascarpone
  • 100 g Magerquark
  • 150 ml Sahne
  • 40 g Vanillezucker
  • 4 EL Saft
  • 10 Blatt Gelatine

Die Gelatine wird ca. 10 Minuten in kaltem Wasser eingeweicht. Währenddessen werden die Früchte püriert und durch ein Sieb gestrichen, damit die Kerne nicht in der Füllung landen. Die Gelatine wird zusammen mit dem Püree erhitzt, damit sie sich unter Rühren auflöst. Danach wird die Fruchtmasse vom Herd genommen, damit sie sich auf Zimmertemperatur abkühlt.

Die Sahne wird steif geschlagen. Die Mascarpone wird mit dem Quark, dem Zucker und dem Saft glatt verrührt. Dann wird 1 EL von der Mascarponemasse in die abgekühlte Fruchtmasse gegeben und gründlich verrührt. Anschließend wird die Früchtemasse zur Mascarponecreme gegeben und wieder gründlich verrührt, damit keine Klumpen entstehen. Zum Schluss wird dann noch die Sahne untergehoben. Danach etwas abkühlen lassen, bis die Gelatine langsam angezogen ist.

Der Zusammenbau

Jetzt beginnt der Zusammenbau der Torte. Der unterste Boden ist wie schon erwähnt ein Wunderkuchen – schon luftig und saftig. Darauf wird ein ca. 4 cm breiter Kranz aus Biskuit gestapelt und mit Buttercreme innen verspachtelt. In den Innenraum wird die Fruchtfüllung eingebaut. Leider hatte ich etwas zu wenig, daher habe ich noch mit der restlichen Buttercreme aufgefüllt. Als Deckel kommt wieder ein Wunderkuchenboden.

Das wars für den Tag. Jetzt kann die Torte über nacht abkühlen. Morgen früh gehts dann weiter mit dem Verputzen 🙂

Die Torte ist über Nacht schön kühl geworden. Jetzt wird alles noch mit einem Glattstrich versehen. Erst wird der Grundputz mit der Buttercreme aufgetragen, danach erfolgt der Glattstrich mit der Garnache in zwei Schichten.

Und dann wird verziert. Die gesamte Dekoration wird mit CNC-Zuckerkleber an die Torte dran geklebt. Und nach geschätzten 8 Stunden Arbeit ist die Torte fertig. Hier Bilder des Endergebnisses:

Fazit:

Bei der nächsten Torte kann man die Haupt-Dekoartikel (Hier die Sneakers) noch exakter herausarbeiten. Jetzt bin ich mal gespannt, ob die Torte auch heile die 450 km Autofahrt nach Bayern übersteht….

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