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Archive for April 2015

Über Bier habe ich bisher noch nie was geschrieben. Wir als Saarländer trinken ja auch meistens unser Ur-Pils, Bitburger, eventuell noch Bruch-Bier oder aber diverse bayrische Weissbiere. Ansonsten sind wir in diesem Bereich eher weniger probierfreudig.

Letzte Woche bin ich aber durch Zufall in Essen über ein Bier gestolpert, das hier mal erwähnt werden soll – Veltins Grevensteiner Original. Ein naturtrübes Landbier der Veltins Brauerei. Eigentlich habe ich den Sixpack – Fünf Flaschen Bier und einen schönen Krug, nur gekauft, weil das Etikett so schön war und ich in meiner Wohnung kein Bierglas hatte.

Grevenstein ist die Heimt der Veltins Brauerei. Da das 700jährige Bestehen des Ortes im letzten Jahr gefeiert wurde, hat die Brauerei das Geschichtsarchiv durchstöbert und ein über 100 Jahre altes Braurezept gefunden. Das alte Landbier-Rezept wurde mit der Technik der heutigen Zeit umgesetzt. Heraus kam dann das „Grevensteiner Original“.

Gevensteiner 1

Nach dem Öffnen der Flasche steigt einem ein hopfiger, malziger, sehr angenehmer Geruch des dunklen Gerstensaftes in die Nase. Beim ersten gekühlten Schluck war ich angenehm überrascht. Das Malz mit seinen leicht nussig-kernigen Aromen haut direkt rein. Und zwar richtig lecker. Diese malzige Note prägt auch den Charakter des süffigen Bieres. Der feine Hopfengeschmack tut sein übriges um den Gesamteindruck abzurunden. Das Grevensteiner lässt einen erahnen, wie die Biere früher geschmeckt haben.

grevensteiner 2

Im 19. Jahrhundert brauten die Brüder Carl und Anton Veltins in der Grevensteiner Brauerei ein vorzügliches Bier, das weit über die Grenzen hinaus Beliebtheit erlangte. An diese Historie knüpft die Brauerei C. & A. Veltins mit „Grevensteiner“ wieder an, da Braukunst und Bier-Spezialitäten in Deutschland eine Renaissance erleben. Immer mehr Konsumenten entdecken die Vielfalt der Bierwelt und die Leidenschaft für Bierkultur.

Ich jedenfalls bin von dem Bier begeistert und habe mal 4 Pakete mit nach Hause genommen. Alleine der schöne Krug ist schon sein Geld wert.

Video der Veltins Brauerei

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Heute war unser letzter Tag in Ligurien. Wieder mal ist der Urlaub viel zu schnell vorbei. Wir haben nochmal zusammen ein original ligurisches Mittagessen zu uns genommen, den Strand in Alassio ein letztes Mal besucht, ein italienisches Eis gegessen und ein paar Liter von dem schmackhaften ligurischen Olivenöl gekauft – Außerdem vier Olivenbäume, einen Rosmarinbaum, einen Nektainenbaum und einen mediteranen, wunderschön blühenden Busch für den Garten zuhause. Mal sehen, wie wir das alles im Auto verstauen….

Flüssiges Gold – Olivenöl aus Ligurien

Ölbäume hat es überall in Ligurien, meist muss man sich nur ein kurzes Stück von der Küste entfernen, um auf die silbergrün schimmernden Olivenpflanzungen zu st0ßen. Bis in die Höhen von 600 bis 700m bedecken sie die Hänge und prägen das Landschaftsbild.

Seit rund 1000 Jahren wird in Ligurien Olivenöl produziert. Die über die Jahrhunderte betriebene Kultivierung hat eine eigene Landschaftsarchitektur hervor gebracht. Das ligurische Olivenöl hat nicht das ausgeprägte Olivenaroma wie das toskanische, es schmeckt feiner und weniger intensiv. Das Öl hat ein leicht süßliches Aroma. Das Öl wird in die ganze Welt exportiert.

Beim Olivenöl gibt es große Qualitätsunterschiede. Dass nur Extra-Vergine-Öl, also Öl aus der ersten Pressung akzeptabel ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Extra-Virgine bedeutet aber, dass der Säuregehalt unter 1% liegt. Erstklassige Öle sollten aber einen Säuregehalt von 0,1- 0,2% Säure haben.

Bei der Verarbeitung spielen viele Faktoren eine Rolle – der Boden, der Reifegrad, die Art der Ernte, die Schnelligkeit der Weiterverarbeitung, die Methode der Ölgewinnung aus den Früchten. Dies alles hat Auswirkungen auf den Preis. Daher ist gutes ligurisches Öl nicht ganz billig. Für einen Liter Öl muss man mindestens 10 € investieren, erstklassige Öle können auch schon mal 16-20€ pro Litri kosten. Aber der Preis macht sich auch bezahlt. Wir haben uns mit 10 Litern eingedeckt. Das reicht für die nächsten Monate 🙂

Das Auto ist gepackt, die Pflanzen müssen noch verstaut werden und dann geht es heute Nacht auf die Autostrada. Auf der Hinfahrt sind wir in 10 Stunden durchgekommen. Hoffen wir, dass auch die Rückfahrt so gut verläuft. Dann geht’s morgen abend an den Grill. Nach einer Woche mediterranem Essen freuen wir uns mal wieder auf eine ordentliches saarländisches Stück gut gegrilltes Fleisch !!!

Update: Wir sind zuhause angekommen. Diesmal haben wir sogar incl. Pause nur 8 1/2 Stunden benötigt – Rekord. Es war aber auch rein gar nichts los auf den Straßen.

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Mit dem Wetter haben wir ins Schwarze getroffen – stahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Aber Ligurien ist auch wirklich eine Reise wert. Unser Urlaubsort liegt in den Bergen, ca. 400 m über dem Meer.

Onzo, das kleine Bergdorf, in dem unser Feriendomizil steht, ist ein Dorf auf einem Hügel im Hinterland des Arrosciatals, am südlichen Ausläufer des Monte Peso Grande (1092 m).

Die tausendjährige Geschichte gleicht der den umliegenden Orten. Die Herrschaft über den kleinen Ort wechselte mehrmals bis die Republik von Genua im Jahre 1581 ein Lösegeld von 5000 Scudi akzeptierte, das von den Einwohnern angeboten wurde. Damit wurde Onzo unabhängig, mit einer eigenen Regierung und einer eigenen Verfassung, es begann die unter dem Namen „Epoche der Republik von Onzo“ bekannte Demokratie, ein einzigartiges Ereignis in Italien, das von den großen Bürgerfamilien dominiert wurde. Erst die Einnahme durch Napoleon beendete diese außergewöhnliche Unabhängigkeit nach mehr als zwei Jahrhunderten. Die wichtigsten Produkte des Gemeindegebietes sind Oliven, Kastanien und Trauben, aus denen auch der Pigato, ein Landwein der Region, mit dem Qualitätssiegel DOC hergestellt wird.

Heute morgen haben wir eine Wanderung gemacht. Wir wollten den Lago die Menezzo erkunden. Leider haben wir uns an einer Wegegabelung für den falschen Weg entschieden und sind immer weiter bergauf gelaufen, bis es nicht mehr weiter ging. Den See haben wir dann auf der anderen Seite eines Tales gesehen. Der See, auf einer Höhe von 600 Metern wurde als Stausee angelegt, mit dessen Wasser die vielen Gewächshäuser in den Hängen bewässert werden.

Wenn wir auf unserem Weg weiter aufgestiegen wären, hätten wir die Burg Ermo (1092 m) auf dem Berg über dem Arrosciatal besichtigen können. Dort kann man auch die Überreste einer uralten antiken Burg sehen, einem sehr wichtigen strategischen Punkt entlang der Grenze zwischen Albenga und dem ehemaligen Gebiet der Clavesana. Allerdings sind wir dann nach 5km bergauflaufen wieder umgekehrt.

Nachmittags haben wir dann noch die kleine Küstenstadt Laigueglia besucht. Laigueglia bildet zusammen mit Alassio die Bucht von Sole. Das romantische Städtchen steht auf der Liste der Schönsten Dörfer Italiens. Es schließt mit dem Kap Meie westlich die Bucht von Alassio ab. Laigueglia ist ein antikes Fischerdorf mit farbigen Häusern, die sich direkt an dem feinen Sandstrand aufreihen, ein malerisches Gewirr aus Gässchen und Plätzen mit Geschäften und kleinen Restaurants.

Im 17. und 18. Jahrhundert durchlebte der Ort eine besondere Blütezeit, dank dem Handel mit Korallen, die im westlichen Mittelmeer bis zu den tunesischen Küsten gesammelt wurden. Die Strandpromenade dominiert eine Bastei aus dem 16. Jahrhundert, die zur Verteidigung gegen sarazenische Überfälle errichtet worden war.

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Ostern in Italien – hier nennt man das christliche Fest „Pasqua“. Ostern hat in Italien nicht den selben Stellenwert wie in Deutschland. Die Kinder suchen keine Ostereier, aber es gibt viele ähnliche Bräuche. Allerdings ist der Karfreitag hier anscheinend ein normaler Tag. Als wir am Freitag hier angekommen sind, haben wir, nachdem wir unsere „Herberge“ in Augenschein genommen haben, einen kleinen Spaziergang durch Onzo unternommen. Überall wurde fleißig gearbeitet. Sogar der Presslufthammer war am wirken. Bei uns in Deutschland unvorstellbar 🙂

Die Fahrt hierher nach Ligurien war für uns sehr angenehm. Allerdings sind wir zum ersten Mal nicht durch den Gotthard-Tunnel gefahren, sondern haben die Route über den großen St.Bernhard genommen. Eine weise Entscheidung, wie wir im nachhinein feststellen konnten. Bis auf einen kleinen Stau kurz vor Savona sind wir entspannt nach 9 1/2 Stunden angeommen. Carmens Kolleginnen mit ihren Familien sind durch den Gotthard gefahren. Sage und schreibe 14 Stunden waren sie unterwegs.

Hier oben in Onzo herrschen zeitweise rauhe Winde. So auch die letzten beiden Tage. Unten an der Küste laufen die Menschen schon in kurzen Hosen rum, hier oben muss man aupassen, dass man nicht vom Winde verweht wird. Heute soll es dann besser werden,wir werden sehen…

Gestern waren wir zum Osteressen von Fam. Jochum in ein typisches ligurisches Restaurant eingeladen worden. Außer uns konnten wir nur Einheimische als Gäste feststellen. Die Deutschen fallen erst frühestens an Pfingsten hier in Ligurien ein 🙂 Uns wurde ein 7-Gänge Menü mit typischen ligurischen Speisen serviert. Sage und schreibe 4 1/2 Stunden haben wir gegessen !!

Alassio

Nach dem festlichen Mahl sind wir dann noch nach Alassio gefahren, um den Tag dort gemütlich ausklingen zu lassen. Leider ist es an Ostern so, dass auch gefühlt alle Italiener diese Idee haben. Der Ort war total überfüllt. Aber in den vielen kleinen Gassen der Altstadt ist das nich so sehr aufgefallen. Anstatt Deutsche in der Hochsaison halt Italiener…

Alassio liegt mit seinen 11000 Einwohnern an der Riviera di Ponente zwischen dem Capo Mele und dem Capo Santa Croce, genannt wird dieser Teil der Küste auch „die Blumenriviera“.

Eine Sehenswürdigkeit ist das „Mäuerchen“ (italienisch: muretto). Es ist sowohl bei Touristen, wie auch bei Kunstinteressierten, eine beliebte Sehenswürdigkeit. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges stellte sie lediglich eine kleine Einfassungsmauer um den Stadtpark Alassios dar. Während des Wirtschaftsbooms in den Sechziger und Siebziger Jahren begannen die Bürger der Stadt jedoch die Mauer mit unregelmäßig geformten Fliesen zu verschönern. Die erste Fliese wurde 1951 von dem Schriftsteller Ernest Hemingway angebracht, als dieser sich in der Stadt aufhielt. Der Brauch ist bis heute lebendig, und mittlerweile zieren zahlreiche Signaturen (circa 500) berühmter Persönlichkeiten das „Mäuerchen von Alassio“.

Der Strand von Alassio erstreckt sich über 4 km bis zum angrenzenden Dorf Laigueglia (wo sich übrigens unser Privatstrand befindet). Der Sand ist sehr fein und ein leicht abfallender Boden ist einzigartig am Mittelmeer. Das berühmte „Budello“, das durch das Zentrum läuft, wird heute als das längste Einkaufszentrum Europas betrachtet, und ist voll von Läden, Werkstätten, Geschäften, Boutiquen und Restaurants für jeden Geschmack und jede Preisklasse. 

Wir werden auf jeden Fall in der kommenden Woche nochmals nach Alassio fahren und uns den Ort nochmals näher ansehen.

To be continue…

(Weitere Bilder gibt es hier zu sehen, wird laufend aktualisiert)

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Der Tag rückt immer näher – am Wochenende geht’s los. Leider sind in der schönen Villa keine Haustiere erlaubt. Daher muss unser Dexter zuhause bleiben. Aber er ist ja nicht alleine. Unsere Kinder ziehen während unseres Urlaubes wieder in unserem Haus ein. Dexter kann also in seiner gewohnten Umgebung bleiben 🙂

Wie schon in Teil 1 erwähnt liegt unser Urlaubsziel in Ligurien. Von der Côte d’Azur im Westen bis zur Toskana im Osten erstreckt sich Ligurien entlang der Mittelmeerküste mit seiner Hauptstadt Genua. Die ligurische Küste geht nicht weit vom Meer entfernt in die Berge der Alpen und der Appenninen über, was der Landschaft einen außerordentlichen Reiz verleiht.

ligurien1

Das Klima an der Küste ist ganzjährig mild, da die Küstenregion durch der Bergkette der ligurischen Alpen mit bis zu 2000 Meter hohen Bergen gegen Kaltluft aus dem Norden abgeschirmt ist. Oft kann man bis Mitte November im Mittelmeer baden, da es dann noch Temperaturen knapp unterhalb 20 Grad hat. Wollen wir hoffen, daß auch schon im April schöne frühsommerliche Temperaturen herrschen werden.

Albenga

Unser Ferienort Onzo liegt in den Bergen, ca. 20 km vom  Küstenort Albenga enfernt, wo ich schon mal als Kind mit meinen Eltern in Urlaub war.  Albenga mit seinen 23000 Einwohnern besitzt eine der schönsten Altstädte Liguriens. Wer in das enge, von einer schützenden Mauer umschlossene Gassengewirr eintaucht, erliegt schnell der Faszination dieses geschichtsträchtigen Ortes.

albenga 2

Albenga war schon in vorchristlicher Zeit besiedelt und erlebte unter der römischen Vorherrschaft wie auch im Mittelalter eine glanzvolle Zeit. Im ersten vorchristlichen Jahrtausend siedelten Angehörige des mächtigen ligurischen Volksstamms der Ingauni am Ufer des Centa-Flusses, ihre Burgen thronten auf den Hügelkuppen der Umgebung. Im 3. Jh. v. Chr. unterwarfen die Römer dann die Ligurer. Unter ihrer Herrschaft entwickelte sich die Stadt an der römischen Heeresstraße Via Iulia Augusta  neben Luna, Genua, Vada Sabatia und Albintimilium zu einer der größten römischen Niederlassungen am Rivierabogen.

albenga 1

Ab dem 5. Jh. n. Chr. entstand ein völlig neues Albenga, das nunmehr auch Bischofsitz war. Ende des 11. Jh. nahm die mittelalterliche Stadt mit einer eigenen Flotte am erfolgreichen ersten Kreuzzug ins Heilige Land teil, der dem Handel einen enormen Aufschwung und Albenga relative politische Unabhängigkeit bescherte.

Doch unter der Vorherrschaft Genuas ab dem 13. Jh. wurde die ligurische Provinz vernachlässigt und von Genua bewusst klein gehalten. Das glanzvolle Albenga geriet langsam in Vergessenheit. Hinzu kam höhere Gewalt – der durch einen Kanalbau gestaute Centa-Fluss trat über die Ufer, überschwemmte das gesamte Stadtgebiet und zerstörte den Hafen. Spätestens seit dem 14. Jh. stand Albenga gänzlich unter dem Einfluss Genuas und war für Jahrhunderte von der mächtigen Nachbarin abhängig.

Fortsetzung folgt….

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