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Archive for Oktober 2014

Unsere Shakira †

06.06.2002 bis 25.10.2014

Shakira, unsere alte Dame, hat uns am letzten Wochenende verlassen. Körperlich fit war sie schon seit einiger Zeit nicht mehr. Aber sie war immer noch unternehmenslustig, im Kopf ganz klar und hat auch Dexter, unseren jungen Rüden, immer noch, eigentlich bis zum letzten Tag, in die Schranken gewiesen. Am Samstag wurde ihr dann ein Schlaganfall zum Verhängnis. Schweren Herzens mussten wir sie erlösen.

 Shakira kam am 06. Juni 2002 in Merchweiler beim Züchter des Zwingers „vom Haus Grimaldi“ zur Welt. Vater war Balu von der Kirchheck, die Mutter war Undine vom Wildsteiger Land. Carmen sah den Welpen bei einer Zwingerbesichtigung, die sie im Rahmen ihres Zuchtwarteamtes machen musste.

Die kleine Shakira kam direkt zu Carmen. Und dann war es auch schon geschehen. Der kleine Welpe wurde mit nach Hause genommen. Bei uns zuhause traf sie dann auf Blair, die ein Jahr vorher in unser Haus kam. Ab diesem Zeitpunkt waren Shakira und Blair ein eingeschworenes Team. Die beiden wurden ihr ganzes leben lang nie mehr getrennt.

Viele Jahre machte uns das „Hunde-Dreamteam“ viel Freude. Ob beim gemeinsamen Urlaub in Oberstdorf, wo sie sich sehr wohl fühlten, auf verschiedenen Hundeveranstaltungen oder zuhause im Garten – Shakira und Blair waren immer lieb und freundlich zu allen Mitmenschen und wollten keinem was Böses.

Shakira wurde von Willi, meinem Schwiegervater, im Hundesport ausgebildet. Sie machte einige Schutzhundeprüfungen und nahm auch an verschiedenen Zuchtschauen teil. Den größten Spaß hatte sie aber, wenn sie mit Blair über die Wiesen und Felder tollen konnte und sich im frischen Gras wälzen durfte.

Nun ist sie nach 12 schönen gemeinsamen Jahren friedlich von uns gegangen. Wir werden sie wie auch Blairchen immer in toller Erinnerung behalten. In den Jahren haben wir unendlich viele Bilder gemacht, die uns bei dem Aufrechterhalten der Erinnerung bestimmt helfen werden. Dexter, der zur Zeit noch etwas ungestüme Nachfolger, muss auf jeden Fall noch einiges leisten, um den Stand der Beiden je erreichen zu können.

Carmen hat ein schönes Gedicht gefunden, das unsere Stimmung gut wiederspiegelt.

Der Himmel hat einen neuen Stern
Still, seid leise,
es ist ein Engel auf der Reise.
Er wollte nur eine Weile bei Euch sein,

Warum er ging, weiß Gott allein….
Ein Hauch nur bleibt von ihm zurück, in meinem Herzen ein großes Stück.
Er wird jetzt immer bei Euch sein, vergesst ihn nicht, er war so klein.
Geht nun ein Wind an mildem Tag, so denkt, es war sein Flügelschlag.
Und wenn ihr fragt, wo mag er sein?
Ein Engel, der ist nie allein!

Er kann jetzt alle Farben sehn,
auf Pfoten durch die Wolken gehn
und wenn ihr ihn auch so vermisst und weint, weil er nicht bei Euch ist,
dann denkt, im Himmel, wo’s ihn gibt,
erzählt er stolz – Ich werd geliebt!

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DIASCHAU MIT INFORMATIONEN

Herbstzeit – Regenwetter, Sturm und Nebel. Die richtige Zeit, um das Gemüt bei einer Reise in den Süden etwas aufzupeppen. Daher starteten die Huwwel-Kraxler am 4. Oktober zu einem Kurztrip in die Hauptstadt Italiens, in das schöne Rom.

Los ging es Samstagsmorgens in aller Früh ab Flughafen Luxemburg. Nicole und Stefan starteten fast zur gleichen Zeit auf dem Flughafen Hahn. Nach zwei Stunden Flug kamen wir entspannt am Flughafen Leonardo da Vinci in Fuimicino an.

Wir hatten uns Plätze im Bus reserviert, der uns gemütlich zu unserem Hotel im historischen Zentrum von Rom bringen sollte. Aber mit der Pünktlichkeit nehmen es die Italiener ja bekanntlich nicht so genau. Und das sollten wir auch gleich merken. Der Bus hatte ne gute Stunde Verspätung.

Damit keine Zeit verloren geht, machten wir uns, nachdem wir das Gepäck im Hotel abgegeben hatten, bei herrlichem Sommerwetter und hochsommerlichen 28 Grad zu einer ersten Besichtigung auf. Um uns einen ersten Eindruck der vielen Sehenswürdigkeiten zu verschaffen, machten wir in einem Panoramabus eine schöne Stadtrundfahrt, auf der man schon viel entdecken konnte.

Rom hat eine Vielzahl von herrlichen Gebäuden, Brunnen, Plätzen und Gärten zu bieten und scheint eine der kulturreichsten Städte überhaupt zu sein. Überall gibt es Antikes zu entdecken.

Wer sich die Stadt aber in allen Einzelheiten ansehen möchte, sollte mindestens eine Woche einplanen. An jeder Ecke sind Ausgrabungen freigelegt, die Gebäude beinhalten interessante Museen und auch die vielen Parks und Plätze laden zum Verweilen ein. Wir hatten leider nur ein drei Tage zur Verfügung.

 

Die Engelsburg

An der Vatikanstadt stiegen wir aus dem Bus, um die Engelsburg zu besichtigen. Dieses Bauwerk ist ursprünglich ein Mausoleum für Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.), der die Errichtung in seinen letzten Regierungsjahren für sich und seine Nachfolger in Auftrag gab. Kaiser Septimus Severus ließ den Bau im Jahre 193 vollenden.

Als Rom durch die Eroberungszüge der Germanen in Gefahr geriet, wurde die Engelsburg integrativer Teil einer unter Kaiser Aurelian bereits angelegten Stadtbefestigung. Man baute die Engelsburg durch ihre günstige Lage zur stärksten Festung Roms aus.

Den heutigen Namen erhielt das ehemalige Hadrianeum, als im Jahre 590 Papst Gregor der Große eine göttliche Vision hatte: Ein Engel erschien ihm über dem Mausoleum und kündigte das Ende der damals herrschenden Pest an, indem er sein Schwert in die Scheide steckte. Heute so dargestellt in der bronzenen Engelsstatue aus dem Jahre 1753 auf der Spitze des Kastells.

Nach der Bustour hatten wir richtig Appetit auf ein schönes italienisches Essen. Wir schlenderten zurück Richtung Hotel und fanden ein Restaurant, das augenscheinlich einen ansprechenden Eindruck machte. Allerdings sollten wir so enttäuscht werden wie selten zuvor. Das Essen war teuer und fast nicht zu genießen. Für 15 Euro gab es z.B. eine Portion Lasagne, die frisch aufgetaut aus der Tiefkühltruhe kam und im Discounter locker für 1,49€ zu haben ist. Na ja, einfach vergessen und weitermachen.

Allerdings kann man feststellen, dass das Essen allgemein in Italien portionsmäßig sehr klein ausfällt. Das war auch an den darauffolgenden Abenden so. Nach einem kleinen Absacker an der Hotelbar ging es dann todmüde ich das riesige Bett.

 Am Sonntag stand dann schon früh eine Führung durch das antike Rom an. Wir trafen in dem Getümmel aus Tausenden Rom-Touristen um 10:00 Uhr auf unsere Gästeführerin Stefania. Sie führte uns an der schon riesigen Schlange von Menschen vorbei ins Innere des Kolosseums. Schon alleine deshalb rentiert sich eine Vorabbuchung. Man braucht nirgends anzustehen.

 

Kolosseum

Das Kolosseum war bereits im Altertum ein großer Favorit für die Sieben Weltwunder der Antike. Es ist ein Amphitheater, das 79 n. Chr. fertig gestellt wurde und war in der Antike der größte geschlossene Bau, der von den Römern errichtet wurde. Wenn heute über das Kolosseum gesprochen wird, ist das Thema in der Regel nicht die besondere Architektur und raffinierte Technik, sondern die Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und andere grausame Schauspiele bei denen oft Menschen und Tiere getötet wurden. Es ist daher auch zu einem Synonym für das römische Leitbild der Politik „Brot und Spiele“ geworden.

Das Kolosseum bot Platz für 50.000 Zuschauer und die Sitzordnung war nach Ansehen und Stand aufgeteilt. Eine Meisterleistung stellte die ausgefeilte Bühnentechnik dar. Der Boden der Arena war ursprünglich nicht bebaut. Nach Entfernung der Holzdielen, die ihn abdeckten, konnte er geflutet werden und Seeschlachten wurden in der Arena nachgestellt. Später wurde unter der Arena ein System aus Räumen, Gängen und Versorgungsschächten gebaut. Hier warteten Gladiatoren auf den Tod und die komplexe Bühnentechnik fand hier ebenfalls ihren Platz.

Der Bau wurde nicht wegen seiner Größe Kolosseum genannt, sondern Aufgrund einer sehr großen Statue des Kaiser Nero, die neben der Arena stand. Mit der Christianisierung des römischen Volkes wurden die blutigen Kämpfe abgelehnt. 313 n. Chr. wurden die Gladiatorenkämpfe in Rom durch Kaiser Konstantin abgeschafft. Bis dahin fanden ca. 400.000 Tiere und 60.000 Menschen den Tod in der Arena.

 520 n. Chr. ist das letzte große Schauspiel im Kolosseum aufgeführt worden. Durch Erdbeben im 9. und 14 Jahrhundert wurde das Bauwerk so stark beschädigt, dass eine Nutzung für Aufführungen danach ausgeschlossen war. Das Kolosseum war der Vorläufer für die modernen Sportarenen der heutigen Zeit.

Nach dem Besuch dieses monumentalen Baues ging es, wieder an den wartenden Touristen vorbei ins Forum Romanum.

 

Forum Romanum

Zwischen Kapitol, Palatin und Esquilin wurden in römischer Zeit öffentliche Gebäude, Kultstätten, Markthallen und Denkmäler errichtet. Besonders prachtvoll wurde dieses Areal in der Kaiserzeit ausgestaltet. Je mehr Macht und Ruhm das Römische Imperium gewann, umso größer und herrlicher wurden unter den jeweiligen Konsuln und Kaiser die Bauten des Forums gestaltet.

Am Ende der Kaiserzeit war das Forum Romanum ein aus vielen Jahrhunderten stammender dicht bebauter Komplex. Die heutigen Ruinen bieten allerdings nur noch einen bescheidenen Einblick in das einstige Zentrum der antiken Metropole. Erst 1803 wurde mit den Ausgrabungen begonnen. Dazu musste eine 15 Meter hohe Schuttschicht abgetragen werden.

Der älteste der religiösen Kultbauten ist der 498 v. Chr. geweihte Saturntempel. Das letzte antike Bauwerk war die 608 n. Chr. für den byzantinischen Kaiser Phokas errichtete schmucklose Ehrensäule. Danach verfielen die antiken Bauwerke und das Areal wurde mit Kirchen und Festungen bebaut, schließlich diente es auch als Steinbruch und Kuhweide.

Die Via Sacra führt als  breitester Hauptweg durch das Forum; der Titusborgen markiert ihren Beginn. Der Siegesbogen misst eine Höhe von 15,4 und eine Breite von 13,5 Metern. Er ist der älteste erhaltene Triumphbogen Roms und wurde von Kaiser Domitian zu Ehren seines Vorgängers Kaiser Titus errichtet – weil dieser noch als Feldherr 70 n.Chr. Jerusalem eroberte, dort den Tempel zerstörte, die Schätze plünderte und somit die Diaspora der Judäer einleitete. Die Darstellungen auf dem Bogen erzählen von diesen Ereignissen. Der Bogen war für viele ähnliche Bauten in Europa Vorbild.

Viele weitere antike und historische Bauten wie die Basilika Iulia, der Triumphbogen des Septimus Serverus, die Tempel des Castor, Pollux, Vespasian und Titus, das Haus der Vestalinnen und viele weitere zeugen von einer wechselvollen Geschichte.

 

Pantheon

Nach dem Forum Romanum ging es weiter durch die antike Altstadt von Rom zum Trevi-Brunnen, der leider wegen Renovierungsarbeiten verhüllt war, zum Pantheon. Das Pantheon ist ein Rundbau mit einem großen Pronaos (einer Vorhalle) von 16 rosa und grauen Granitsäulen. Die Kuppel entspricht der Hälfte einer Kugel vom Durchmesser 43,30 m. Das Licht fällt allein durch die 9 m breite Öffnung im Zenit, weshalb sie lange Zeit als Sonnenuhr diente. Im Inneren sind div. Statuen und – zur Weihnachtszeit – eine Krippe zu sehen. Die Tour endete schließlich auf der Piazza Navona.

Bis dahin hatten wir schon einige Kilometer in den Beinen. Das hielt uns aber nicht ab, noch einen Spaziergang durch die schönen, engen Gassen der Altstadt zu unternehmen. Unseren Durst löschten wir im Hard Rock Café und den Hunger am Abend in einem (vom Hotel empfohlenen) Restaurant. Das Essen dort war geschmacklich gut, aber die Portionen, wie soll man es anders erwarten, waren sehr klein.

Am Montagmorgen sahen wir uns das ein oder andere historische Gebäude und verschiedene Kirchen an. Am Nachmittag trennten sich unsere Wege. Forschdersch machten eine sehr interessante, aber anstrengende Besichtigung des Vatikans. Schreckmeyers und Welkers spazierten durch die teuerste Straße Roms, die Via Dei Condotti mit allen bekannten Markengeschäften hinauf zur spanischen Treppe. Den Ehemännern und allen anderen männlichen Wesen braucht es aber beim Gang durch die Via Condotti nicht Bange zu werden vor einem etwaigen Kaufrausch ihrer Frauen – die Preise sind auf einem Niveau, dass Normal-Sterbliche kaum in Versuchung geführt werden können.

 

Spanische Treppe

Eigentlich heißt die spanische Treppe in Rom Scalinata di Trinità dei Monti. Der deutsche Name leitet sich von der Piazza di Spagna ab, die am Fuß der Treppe liegt. Zwischen der Kirche Santa Tinità die Monti und der Piazza di Spagna befand sich zu Zeiten von Papst Innozens XIII im mittlerweile gut bebauten Stadtgebiet ein wild bewachsener Hang. Der Papst verfügte, dass eine Treppe gebaut werden solle.

Heute ist die Spanische Treppe einer der beliebtesten Treffpunkte von Touristen und den Einwohnern von Rom. An der Treppe und der Piazza die Spagna ist immer etwas los. Wir haben uns in einem Eiscafé ein Eis (zum Preis von 2,50€ pro Bällchen) gekauft und dies unter hunderten Touristen genossen.

Am Abend trafen wir uns alle nochmals beim Italiener zum gemeinsamen Abendessen. Essen wie immer, Wein sehr köstlich.

Dienstag früh haben wir uns dann gemütlich das Frühstück schmecken lassen. Schreckmeyers hatten schon einen früheren Flug und verabschiedeten sich von uns. Kurz nach der Abfahrt der Beiden dann eine kurze Schreckminute. Nicole und Stefan sind am Flughafen aus dem Taxi gestiegen und haben die Koffer ausgeladen. Taxi ist losgefahren – und die Tasche mit allen Papieren und den Flugkarten lag noch auf der Rückbank. Die Nerven lagen bloß und der Blutdruck stieg und stieg. Nach einer kurzen Rücksprache mit der Polizei konnte dann aber das Taxi auf einem Standplatz lokalisiert werden – schnell dorthin gelaufen – Tasche war noch da – Blutdruck fiel langsam, sehr langsam wieder auf normales Maß ab.

Der Rest der Truppe flog dann ab Fuimicino wieder ins leider kühle und regnerische Saarland zurück.

Fazit

Rom gehört sicher zu den Städten in Europa, die auf der einen Seite sicher etwas Besonderes sind, dem Besucher auf der anderen Seite aber auch einiges abverlangen. Wer sich vom beinah allgegenwärtigen Trubel, Lärm und zugeparkten Straßen nicht abschrecken lässt, wird Rom als einen Ort voller Entdeckungen in Erinnerung behalten. Uns hat es allen sehr gut gefallen. Mal sehen, wo es uns im nächsten Jahr hinführen wird.

 Jetzt freuen wir uns erst mal auf einen spanischen Abend, der am kommenden Samstag auf dem Veranstaltungsplan der Huwwel-Kraxler steht.

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