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Archive for Juli 2013

Fahrvergnügen, Gaumenfreuden, Badespaß – La Dolce Vita im Wagen auf der Gardesana orientale, die an der Ostküste entlang vom Norden geradewegs über Malcesine und Brenzone, Torri del Benaco und Garda direkt nach Bardolino führt. Gestern haben wir uns diese Freude mal gegönnt. Normalerweise würde man das Auto im Urlaub immer gerne stehen lassen. Aber eine Fahrt über diese schöne Straße muss einfach sein. Olivenbäume und Zypressen bestimmen hier das Bild auf 40 grandiosen Kilometern – Urlaubsvergnügen pur.

Endpunkt der romantischen Fahrt – Bardolino

Hier fühlt man sich zeitweise in die 60er Jahre versetzt. Man spürt was von jenem Italien, das einst für die Deutschen kein Reiseziel war wie viele andere, sondern ein Traum. Das von tausenden Bikern überfüllte Torbole hinter uns gelassen, gleiten wir gemütlich über die Gardesana orientale, ohne Eile. Wir behalten den Lago stets im Blick. Etwas mehr als 40 Kilometer lang ist die Strecke zwischen Torbole und Bardolino. Die Straße führt immer am Wasser entlang, aber alle Ortschaften und auch drei Inseln scheinen zum Greifen nahe. Wir sehen traumhafte Villen und dazwischen immer wieder Campingplätze.

Malcesine mit der Scaligerburg

Das erste Higlight ist Macesine, wo wir am letzten Samstag schon ausgiebig gebummelt haben. An der Spitze eines Felsvorsprunges thront die mittelalterliche Burg der Skaliger.

Der kürzeste Fluss der Welt

In Malcesine fließt der kürzeste Fluss der Welt, der Aril. Das besondere an dem Fluss ist, dass er sofort nach der Quelle mehrere Meter breit wird, unter einigen Häusern , drei Brücken, einem kleinen See und einem Wasserfall durchfließt – und das alles auf 175 Metern. Damit gilt er als der kürzeste Fluss der Welt.

Weiter ging es Richtung über Brenzone, eine aus 16 Ortschaften bestehender Gemeinde, Torri del Benaco und Garda nach Bardolino. Auf dieser Strecke reiht sich eine verführerische Kieselbucht an die andere. Angekommen in Bardolino, zeigt sich der See in einem anderen Gesicht.

Bardolino – Endpunkt der romantischen Fahrt

Bardolino ist international gesehen wahrscheinlich der bekannteste Ort des Lago di Garda. Das liegt vor allem an dem bekannten, gleichnamigen Wein. Die Altstadt rund um die Piazza Matteotti ist vergleichsweise weitläufig, wenn man die engen Gässchen unseres Urlaubsorts Limone damit vergleichen möchte. Auch die Uferpromenade Lungolago Lenotti ist größer als die anderen Promenaden am See.

Strandpromenade in Bardolino

Seit 1929 feiert Bardolino seine berühmten Weinfeste. Es gibt Konzerte, Ausstellungen, Wein- und Verköstigungsstände ohne Ende. Landeinwärts liegen inmitten der Weinberge und Olivenhaine mehrere Weingüter. Seit 1870 produziert die Weinkellerei Zeni sehr feine Tropfen. Davon haben wir uns überzeugt 🙂

Nach einem Bummel durch die vergleichsweise große Altstadt machten wir uns dann in umgehrter Richtung wieder auf die Rückfahrt nach Limone. Wir beide waren einhellig der Meinung, daß Bardolino sich ebenso wie Limone als Urlaubsort durchaus anbieten würde….

Bilderalbum – Sommerurlaub 2013

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Am Montag haben wir ein Weingut im Trentino besucht. MASO ROVERI. Mit dem Reisebus sind wir entlang der östlichen Gardesana weiter ins Etschtal gefahren. Dort werden die trentiener Weine gekeltert. Pinot Grigio, Cabernet, Merlot – sehr gute Weine, die im „Pergola“-Verfahren angebaut werden. Auf dem Weingut MASO ROVERI erläuterte uns der Chef die Anbaumethode und das kelterverfahren. Ein Spaziergang durch den Weinberg mit vielen Anekdoten des Cheffe sorgten für eine sehr kurzweilige Fühung mit viel Wein. Da der Chef den Wein für ein sehr langes Leben der Trentiener verantwortlich macht, hat er uns auch einiges davon zum verkosten gegeben. Die Busfahrt wieder zurück nach Limone verlief dann auch sehr ruhig, da alle schnell eingeschlafen waren 🙂

Weingut Maso Roveri

Apropos langes Leben. Auch in Limone werden die Menschen sehr alt. Limone ist dank eines besonderen Proteins, das sich im Blut einiger der Bewohner dieser Gegend finden läßt und ihnen ein besonders langes Leben beschert, ins internationale Rampenlicht getreten. Die zwischen den Bergen und dem See eingeschlossene Ortschaft war früher ein von der Welt abgeschiedenes Grenzgebiet. Diese Isolation hat, zusammen mit einigen zufälligen und glücklichen Umständen, dazu geführt, daß das berühmte Elixier im Blut seiner Bewohner entstehen konnte.

Weinreben – Anbau im Pergola Verfahren

Die Geschichte der Entdeckung des Apolipoproteins A-1 Milano beginnt im Jahre 1979. Ein aus Limone stammender Angestellter der Eisenbahngesellschaft, seit mehr als 20 Jahren wohnhaft in Mailand, wurde in diesem Jahr zu Routineuntersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ergebnisse der Untersuchungen verblüffen die Ärzte, da der Patient sowohl sehr hohe Cholesterinwerte als auch einen hohen Spiegel an Triglyzeriden aufweist, dies allerdings ohne erwähnenswerte klinische Symptome. Weder in den Arterien noch am Herzen können Schäden festgestellt werden. Den Ärzten erscheint dies nicht nur äußerst seltsam, sondern gar unglaublich, und sie beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen.

Im Blut des Patienten sowie seines Vaters und seiner Tochter entdecken sie ein anormales Protein, das sie Apolipoprotein A-1 Milano nennen (nach einer Gepflogenheit unter den Medizinern wird dem Stoff der Namen der Stadt gegeben, in der er entdeckt wurde). Was jedoch zählt, ist die Tatsache, daß sich dieses Protein im Blut der Menschen aus Limone zwar auf sehr anormale aber um so nützlichere Weise verhält. Es transportiert die Fette unnatürlich schnell aus den Arterien zur Leber, die dort dann ausgeschieden zu werden. Dies wirkt so auf außergewöhnlich, aber sehr effiziente Weise gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt.

Neugierig geworden, forschen die Wissenschaftler nun verstärkt weiter. Man will herausfinden, warum die genetische Mutation nur in Limone anzutreffen ist und welchen Einfluß das Erbgut und die Umweltbedingungen haben. Allen Bewohnern des Ortes wird daher Blut abgenommen, um die Untersuchungen fortzuführen. Das Ergebnis fällt sehr überraschend aus, da eine beachtliche Anzahl von Menschen dieses mutierte Gen in sich trägt. So geht man zu Stammbaumforschungen der Genträger über und dank der Archive der Gemeinde und der Kirche stellt sich heraus, daß alle Genträger von einem einzigen Paar abstammen (Cristoforo Pomaroli und Rosa Giovanelli), welches in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts heiratete. Der erste Auftritt des Proteins könnte somit auf das Jahr 1644 zurückgeführt werden.

Die Verbreitung des Gens beruht vermutlich auf den Vermählungen zwischen Blutsverwandten, wie diese für die Geschichte des Ortes bis 1932 charakteristisch waren. Erst im Jahre 1932 konnte die Gardesana-Straße mit ihren langen Felstunneln, die am See entlang führt und ein wahrhaftiges Meisterwerk des Straßenbaus darstellt, eingeweiht werden. Dadurch wurde eine tausendjährige Isolierung Limones aufgehoben, und die Welt sowie vor allem der Fremdenverkehr hatten Zugang zu dem kleinen Ort.


Dank der wertvollen Mitarbeit der Bewohner von Limone, die zahlreichen Blutentnahmen zustimmten, war es möglich, das A-1 Milano zu synthetisieren. Die Fähigkeit, das Protein zu reproduzieren, wurde auf bestimmte Bakterien transferiert und zu Beginn der 90ger Jahre begannen die ersten Tierversuche. Nachdem man ihnen das geklonte Protein injiziert hatte, konnte man äußerst positive Resultate feststellen und insbesonders eine bemerkenswerte Reduzierung der Plaques entlang der Arterienwände beobachten.

Im November 2003 schließlich wird aus den Vereinigten Staaten von Amerika gemeldet, daß es einer Gruppe von Forschern unter der Leitung von Steven Nissen gelungen sei, das Protein in einem Versuchsmedikament zu reproduzieren. Dieses wird 47 Personen verabreicht, die unter schwerer Arteriosklerose leiden, und nach 6 Wochen stellt sich ein überraschender Erfolg ein: Die Menge der Plaques hat sich durchschnittlich um 4,2% reduziert! So ist leicht zu erahnen, daß es sich um die wichtigste Entdeckung des Jahrzehnts handeln könnte, und die Bewohner von Limone sind stolz darauf, behaupten zu können, daß die Voraussetzungen für ein verlängertes Leben in ihrem kleinen Ort am Gardasee ihren Anfang hatten. Doch die genetische Besonderheit der Einwohner von Limone ist nicht nur ein Geschenk des Schicksals sondern birgt höchstwahrscheinlich ihren Ursprung in den Umweltbedingungen und den Gewohnheiten der Ernährung, die auf die einzigartige klimatische Situation und die gesunde mediterrane Küche zurückgeführt werden kann. Diese Küche baut auf Fischen aus dem See, auf Zitrusfrüchten und dem heute noch traditionell hergestellten Olivenöl auf.

Die Synthese des Proteins im Labor wird bald zur Produktion eines revolutionären Arzneimittels führen, das in der Lage sein wird, die schwersten kardiovaskulären Pathologien (in der ganzen Welt an erster Stelle als Todesursache) zu heilen. Damit rückt Limone in den Mittelpunkt des Interesses der Medien der ganzen Welt. Zahlreiche Journalisten und Fernsehreporter strömten in den Ort, und diese besondere Aufmerksamkeit wuchs im Monat Mai weiter an, als die Gemeinde einen wichtigen internationalen Kongreß der größten amerikanischen und europäischen Fachleute veranstaltete, die auf dem Gebiet der Heilung kardiovaskulärer Krankheiten durch Apolipoprotein A 1 arbeiten.

Dieses Treffen war eine optimale Gelegenheit, um sich über medizinische Fragen auszutauschen und über die besondere Langlebigkeit der Bewohner von Limone, von denen ein hoher Prozentanteil ein Alter von mehr als 80 Jahren erreicht, zu diskutieren. Doch das Protein ist nicht das einzige Geschenk der Natur an diese glücklichen Bewohner, die Dank ihrer gesunden mediterranen Ernährung (reich an Seefisch, Öl und Zitrusfrüchten) und den günstigen und einzigartigen klimatischen Bedingungen (Limone ist der nördlichste Teil, in dem man Zitrusfrüchte antrifft) eine sehr hohe Lebenserwartung haben. Diese Geschenke von Mutter Natur können heute im Gegensatz zu früher von den Einwohnern mit den Touristen, hauptsächlich Deutschen, geteilt werden, die sich so, ohne daß es ihnen bewußt wäre, Gutes tun, indem sie in diesem ruhigen Ferienort am Gardasee einen unbeschwerten Urlaub verbringen.

Auch das Medizinteam von Professor Sirtori kehrte 2004 nach langen Jahren der Abwesenheit in den Ort zurück, um die neugeborenen Kinder der Genträger zu untersuchen. Während die Leute freundlich über die Rückkehr des Vampirs scherzten, entdeckte man, daß die Gruppe der Limoneser, die das wertvolle Protein A-1 Milano in ihrem Blut tragen, größer geworden ist. Zu den etwa 40 Glücklichen haben sich nun 8 Kinder gesellt, die somit die faszinierende Geschichte des Langlebigkeitselixiers, dem Protein A-1 Milano, weiterleben lassen. Dank der geografischen Isolation konnte dieses Protein von Generation zu Generation, angefangen beim ersten Genträger-Ehepaar im Jahre 1700 bis hin zu den jungen Menschen von heute, weitergegeben werden.

Bilderalbum – Sommerurlaub 2013

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Bilderalbum – Sommerurlaub 2013

Sommer – endlich ist er da. Und nirgends ist er schöner wie am Gardasee – Italiens schönestem Fleckchen. Seit letzter Woche Donnerstag sind wir in dieser malerischen Gegend. Wieder im Hotel Caravel, das uns schon in unserem letzten Urlaub hier absolut überzeugt hat.

Aussicht aus unserem Zimmer auf den See

Limone, am nordwestlichen Ufer des Gardasees gelegen, hat nur knapp 1000 Einwohner, aber in der Saison von März bis Anfang November wird der Ort von Tausenden Gästen und Besuchern belagert. Trotz dieser vielen Menschen, die in den sehr schönen Hotels und den kleinen Gassen unterwegs sind, ist der Ort beschaulich geblieben. Besonders lockt das angenehme mediterrane Klima sowie die einzigartige Lage, umgeben von steilen Felsen und die Altstadt direkt am See. Markant sind die alten Zitronengärten, von denen einer für Besucher geöffnet ist.

Lago di Garda

Limone – eigenlich vermutet man, daß der Ortsname von der hier angebauten Frucht herrührt. Der Name entstammt aber dem lateinischen „limes“, was soviel wie Grenze bedeutet. Und genau an einer solchen hat der Ort früher gelegen: Ab dem 10. Jahrhundert verlief hier die Grenze zwischen Limone und Riva, dann zwischen dem lombardisch-venezianischen Reich und dem italienischen Königreich, später, bis zum Ende des Ersten Weltkrieges lag Limone an der italienischen Grenze zu Österreich (Riva war damals österreichicher Grenzort), und heute grenzt Limone als nördlichster Ort der Provinz Brescia an die Provinz Trentino.

Der Hafen von Limone

Umgeben ist Limone sul Garda von jahrhundertealten Olivenhainen. Noch heute wie schon vor mehr als 200 Jahren wird hier Olivenöl“Extra vergine“ hergestellt.  Die Ölmühle, die oberhalb unseres Hotels in den Bergen liegt, ist auf jeden Fall einen, wenn auch etwas anstrengenden Spaziergang wert. Apropos anstrengend. Ebene Wege gibt es hier keine. Da praktisch direkt am Ufer die Berge beginnen, sind alle Wege steil ansteigend. Man ist also auch beim Spaziergang ständig im Training. Und Laufen ist hier ein absoltutes Berglaufen. Es gibt absolut keine ebenen Laufstrecken.

Unser Hotel am Abend

Das ist aber gewissermaßen auch ganz gut so, da die Verpflegung im Hotel sehr sehr gut ist. Man ist jeden Tag aufs neue dazu geneigt, alles zu kosten. Was sehr positiv ist: Es gibt kein Buffet. Man wird am Tisch bedient. Das ist in den Hotels heute eher selten der Fall. Diese Annehmlichkeit kann man hier wirklich geniesen. Und der Chefkellner Salvo Passini und sein Team lesen einem die Wünsche von den Augen ab. An unserem Hochzeitstag stand morgens sogar ein frischer Strauß Blumen auf dem Tisch 🙂

Aperol Spritz – Nationalgetränk am Lago di Garda

Abends, nach dem Dinner, gehen wir dann meistens noch in die wunderschön beleuchtete Altstadt von Limone, die unterhalb der Hauptstraße Via IV. Novembre, einem Teil der berühmten Gardesana Occidentale an die fast bis ans Seeufer reichenden Felsen des Dosso dei Roveri angrenzt. Je weiter oben gelegen, um so ruhiger geht es in den engen Gassen zu. Zum See hin jedoch drängen sich in der Hochsaison Tausende Menschen durch die „Hauptgasse“ mit unzähligen Souveniergeschäften, Boutiquen und Restaurants. Im Norden der Altstadt, unweit des Passagierfähranlegers liegt die 1436 anlässlich der Pest erbaute Kirche San Rocco, die erst vor en paar Jahren restauriert wurde. Wenige Schritte weiter südlich dümpeln malerisch einige Fischerboote im kleinen, gut geschütztenalten alten Hafen Porto Vecchio vor sich hin.

Hier kann man bei einem Glas Wein den Abend gemütlich beschließen. Gestern abend war aber Rock angesagt – Tribute to U2 – eine Coverband, die aber echt klasse war.

Heute mittag gehts zu einem Weingut ins Etschtal.. ich werde berichten….

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Der Ramster Le Rond – Backfest bei de Fa. Ramster in Primasens. Im Vorfeld hatte ich schon den Ramster LeRond vorbestellt. Auf dem Backfest konnte man sich über die verschiedenen Grillarten informieren, es wurden Holzbacköfen, Gasgrills, Smoker etc. in Aktion gezeigt. Zudem konnte man die darin gegrillten Speisen auch testen. Wir hatten einen schönen informativen Tag in angenehmer Atmosphäre. Zudem wurden wir von den Profis in die Künste des Holzofenbackens eingeführt.

Das Backen mit Holzbacköfen ist eine sehr ursprüngliche Art der Nahrungszubereitung, es kann darin gegrillt, gekocht, geschmort, gebacken, gratiniert und geräuchert werden. Das besondere Geschmackserlebnis wird durch die unvergleichliche Zubereitung im Holzbackofen erzielt, das die Menschen im Zeitalter industrieller Massenware immer mehr vermissen. Die Strahlungswärme der Steine verleiht dem Backgut den einzigartigen Geschmack. Die Funktionsweise ist so einfach wie genial.

Die Bedienung der Öfen ist nicht schwer. Pizzen, Flammkuchen, Grillspezialitäten, geschmorte Speisen, Maronen, Brätäpfel und andere viele kulinarische Köstlichkeiten werden bei offenem Feuer zubereitet. Um Brot und Kuchen zu backen, nutzt man die Restwärme der Steine. Dadurch wird damit nicht nur ein natürlicher, aromatischer Geschmack der einzelnen Gerichte erzielt, man schafft auch das gemütliche Ambiente, das zum guten Essen gehört, um seinen Gästen einen besonderen Genuss bereiten zu können.

BACKEN wie in uralten Zeiten – Immer mehr Menschen kommen zurück auf die alten, bewährten Backmethoden. Und verfolgen dabei den Trend „Zurück zur Natur“.

Nachdem auch die Außenküche einige Fortschritte gemacht hat – das Dach der Terrasse ist mittlerweile gedeckt und die Grundmauern der Küche sind gesetzt – war am Sonntag Einweihung des Holzbackofens.

Nach einem schönen Spaziergang zur Sommeralm, die wieder zehn Tage den Berg zum Beben bringt, habe ich um 13:00 Uhr mit dem Einbrennen des Ofens begonnen. Der Ofen hat ersmal einen provisorischen Platz gefunden, bis die Küche fertig ist. Das Einbrennen des Ofens muss genau nach Vorschrift gemacht werden, damit die Farbe sich richtig mit dem Ofen verbindet und keine Blasen und Abplatzer entstehen können. Also erstmal ein kleines Feuer angezündet und den Ofen bei ca. 140 bis 150 Grad für drei Stunden brennen lassen.

Während des Einbrennvorganges wird die Farbe des Ofens immer matter. Das bedeutet, daß diese sich mit dem Metall verbindet. Ich habe den Ofen über die gesamten drei Stunden beobachtet. Nach zwei Stunden Einbrenndauer habe ich die Temperatur dann auf ca. 300 Grad erhöht und diese dann noch ne Stunde gehalten. Alles glatt gelaufen – und so sah der Ofen dann eingebrannt aus.

Jetzt stand die Behandlung mit Firnis auf dem Programm. Bevor der Ofen an seinem endgültigen Standort eingemauert wird, muss er bei den nächsten sech bis acht Brennvorgängen mit dem speziellen Firnisöl behandelt werden, damit er vor Korrosion geschützt wird.

Zur Einweihung des Ofens mit Flammkuchenbacken hatten sich die Kinder schon angesagt. Die Vorfreude war auch sehr groß. Ich hatte da so meine Bedenken, da es ja die Premiere war und bei anderen auch schon der ein- oder andere Flammkuchen dem Feuergott serviert wurde, bie endlich essbare Objekte aus dem Ofen rauskamen….

Wie immer hatte Carmen bei unseren Grillevents den ganzen Nachmittag mit den Vorbereitungen der Zutaten verbracht. Und wie immer wurde auch wieder so viel vorbereitet, daß man eine komplette Kompanie ausgehungerter Soldaten damit satt bekommen könnte….

Philip hatte die Ehre des ersten Flammkuchens. Da sich die Kinder des Öfteren in den saarländischen Flammkuchenhäusern sättigen, haben sie schon viel Erfahrung und sind daher bei der Belegung des Flammkuchens sehr kreativ.

… und ab in den Ofen !!! Nach der Lektüre diverser Beiträge im Grillsportforum zum Flammkuchenbacken habe ich dann auch unseren ersten Flammkuchen folgendermaßen gebacken:

– ca. 90 Sekunden backen, bis die ersten Blasen im Teig sichtbar sind und sich am hinteren Ende ein brauner Rand bildet. Die Ofentüre des Feuerraumes bleibt geschlossen, die Tür des Backraumes geöffnet.

– nach 90 Sekunden drehe ich den Flammkuchen um 180 Grad, da erfahrungsgemäß im hinteren Bereich des Ofens eine ca. 50 Grad höhere Temperatur herrscht als im Bereich der Türen. Damit ein gleichmäßiges Backergebnis erzielt wird, die Drehung um 180 Grad

– Nach ca. 60 Sekunden öffne ich die untere Tür. Dadurch erhält das Feuer mehr Sauerstoff, die Flammen schlagen über die Seitenwände in den Backraum und Überbacken daduch den Flammkuchen.

Der erste Flammkuchen ist geglückt. Philip ist sichtlich zufrieden. Also gehts auch so weiter. Die Tipps der Grillsportler sind was wert ! Natürlich hat Philip seinen Flammkuchen an alle verteilt. Einhellige Meinung aller: Besser als im Flammkuchenhaus – Papa ist zufrieden 🙂 🙂 🙂

Weiter ging es dann mit diversen Belagvariationen – traditionell, mediterran, süß, scharf – allesamt schmeckten die Teile sehr gut. Kein einziger Flammkuchen des Abends, und es waren insgesamt 15 Stück, musste dem Flammengott geopfert werden… Der Kauf des Ofens hat sich gelohnt. zum Abschluss genehmigte ich mir dann aber auch noch ein schönes, kühles Weissbier 🙂

Jetzt geht’s erstmal für 10 Tage zur Erholung an den Gardasee. 4 Sterne Hotel in der Panorama-Suite. Was will man mehr. Und auch dort gibt es Grillabende. Ich werde berichten ….

 

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Letztes Wochenende habe ich die Grundplatte betoniert. 750 kg Fertigbeton in Säcken aus dem Baumarkt nach Hause transportiert, in den Garten geschleppt und in die vorbereitete Schalung eingebracht. Vorher noch ne Baustahlmatte zur Bewehrung reingelegt, damit hoffentlich im Winter nix reisst. Danach habe ich schon mal die ungefähre Position der Sportgeräte angezeichnet. Die endgültige Ausgestaltung der Küche nimmt immer konkretere Formen an (zumindest in meinem Kopf). Jede Woche ändere ich mindestens einmal den Plan. Aber das ist wahrscheinlich bei vielen so….

Am Donnerstag wurde dann die Terrassenüberdachung angeliefert. Nach dem ausgepacken und kontrollieren dann das Holz mit Grundierung behandelt und zum trocknen in den Schatten gelegt. Die Verarbeitung der einzelnen Holzteile ist auf den ersten Blick mal sehr gut. Alles schon geschliffen und vorbehandelt.

Die ersten Stützen sind gestellt. Sogar die einbetonierten Stützhalter haben gepasst. Die Teile sind schon s..schwer, aber so wollte ich es ja haben. Die Stützen habe ich alleine gestellt. Meine Bauhilfsarbeiter sind leider noch nicht eingetroffen. Mal gespannt, wann der Mittagsschlaf von Vater und Schwiegervater beendet ist 🙂

Sie sind da. Allerdings muss ich erstmal für Sonnenschutz sorgen und notwendige Flüssigkeit bereitstellen. Heute haben die Hilfsarbeiter erstmal einige Ansprüche, bevor sie zum arbeiten antreten. Aber so ist das heutzutage. Sie arbeiten wenigstens umsonst. Und ne Flasche Wasser pro Tag spendiere ich ja gerne 🙂

Jetzt wird der Dachbalken am Haus gefestigt. Gestaltet sich etwas schwierig, da ich ein Fertighaus habe, die Bauunterlagen nicht gefunden habe und die Balken in der Wand daher nur durch abklopfen und den dann hörbaren Klang erahnen kann. Von 6 Balken hane ich vier genau getroffen. Ist doch ein gutes Ergebnis. Zwei Balken wurden auf den zweiten Versuch gefunden. Na ja, jetzt ist der Balken auf jeden Fall fest verschraubt und es kann weiter gehen.

… nach drei Stunden arbeiten in der prallen Sonne (aber wir sind ja froh, daß endlich Sommer ist und die Sonne scheint) steht die Terrassenüberdachung, jedenfalls das Grundgerüst. Am nächsten Wochende werden dann die Dachplatten eingebaut. Auch ein Regenablauf muss ich noch installieren, da die alte Nachbarin (ALTER GRIESGRAM) direkt nachgefragt hat, ob auch das Wasser ordnungsgemäß abgeleitet wird. Wenn ich keinen Regenablauf installiere, habe ich bestimmt nächste Woche schon einen Brief vom Haus-und Grundeigentümerverein auf dem Tisch….

Heute geht’s jetzt erstmal nach Pirmasens zum BACKFEST BY Ramster. Dort verbringen wir einen schönen Tag mit hoffentlich köstlichen Speisen vom Grill. Und wenn wir schon mal da sind, holen wir auch gleich unseren neuen Holzbackofen ab 🙂

to be continue….

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