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Archive for April 2013

Die Tage werden langsam wieder länger. Seit letztem Wochenende kommt auch langsam aber sicher der Frühling mit all seiner Kraft. Zeit, sich wieder Gedanken zu machen über die Wanderungen und Klettertouren in diesem Sommer.

Zur Vorbereitung unser diesjährigen Tour in den Alpen werden wir diverse Wanderungen in unserem schönen saarland, aber auch bei den Pfälzern in Angriff nehmen. Außerdem wollen wir uns in einem Kletterkurs auf die Herausforderungen im Fels vorbereiten.

Vatican

Wandern und Klettern in der natur ist Erholung pur, aber auch Herausforderung und sagenhaftes Naturerlebnis – und außerdem macht es riesigen Spaß. Der mehr als 100 Jahre alte Sport hat Tradition in deutschen Landen. Wandern, neudeutsch auch Trekking genannt, wird in letzter Zeit immer populärer. Und der Klettersport  wird durch Verbesserungen in der Sicherungstechnik und die Übungsmöglichkeiten in den Kletterhallen immer mehr zum Breitensport.

Während dem Felspotential in den deutschen Mittelgebirgen natürliche Grenzen gesetzt sind, ist der Kletterhallenboom anhaltend. Derzeit gibt es über 350 In- und Outdooranlagen, die größer als 100 Quadratmeter sind. Tendenz steigend. Das stellt natürlich auch den Natursport Klettern vor neue Herausforderungen, insbesondere was seine naturverträgliche Ausübung betrifft. Denn bei den Felsen handelt es sich oftmals um sensible Lebensräume, die einen verantwortungsvollen Umgang voraussetzen.

Vatican

Die Entwicklung des Kletterns zu einer Sportart, die in unserer Gesellschaft für einen weiten Personenkreis interessant ist, wurde durch sicherungstechnische Neuerungen sowie durch den Kletterboom herbeigeführt. Ein kurzer Abriss zur Geschichte des Klettersports verdeutlicht diese Zusammenhänge. Dabei wird klar, dass es sich beim Klettern in den Mittelgebirgen nicht um einen kurzlebigen Trendsport handelt, sondern um eine traditionsreiche, gewachsene Sportart.

Wie im „klassischen Alpinismus” ging es in der Frühphase des Kletterns in den deutschen Mittelgebirgen am Ende des 19. Jahrhunderts anfänglich um die Besteigung der „Gipfel” – der freistehenden Felsnadeln und Türme. Danach wurden – wie im Hochgebirge – zusätzliche, immer schwierigere Routen auf die Gipfel gesucht. Da in vielen „Klettergärten” die Zahl der Felsnadeln und -türme begrenzt war, richtete sich hier das Augenmerk der klettersportlichen Erschließer bald auf die Massivwände, wo an fänglich Kamine und Risse und später auch zunehmend steilere Wandbereiche durchstiegen wurden. Dank der Trainingsmöglichkeiten in den außeralpinen Klettergebieten gelangen deutschen Kletterern immer wieder aufsehenerregende Leistungen.

Mindelheimer Klettersteig

Nachdem in den fünfziger und sechziger Jahren das Klettern mit technischen Hilfsmitteln im Vordergrund gestanden hatte, besann man sich ab 1970 wieder auf die Werte des Freikletterns. Weltweit kamen Kletterer Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre auf den Gedanken, das Seil zwar zur Sicherung in die Haken einzuhängen, aber dann, mit Händen und Füßen aus schließlich das Griff- und Trittangebot des Gesteins nutzend, an ihnen vorbeizuklettern.

Und mit den in ganz Europa bekannt gewordenen „Huber-Buam“ erlebt das Klettern in den letzten Jahren eine weiteren Boom.

 

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