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Archive for Dezember 2012

 

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Heute ist Barbaratag. Früher war das ein Feiertag in unserem kleinen Bundesland. Heute bei der Bevölkerung fast schon in Vergessenheit geraten. Das Saarland ist aus Kohle geboren. Über Jahrhunderte war unsere Region ohne ihren Kohlebergbau nicht vorstellbar. Im Juni 2012 endete der Steinkohlebergbau im Saarland. Nicht nur für die betroffenen Bergleute und ihre Familien war das ein tiefer Einschnitt. Es endete eine Ära, die das Saarland über Generationen geprägt hat – wirtschaftlich, sozial und kulturell. 

Auch die Landschaft sähe ohne die durch den Bergbau entstandenen Anlagen, Verkehrswege und Siedlungen ganz anders aus. Am letzten Wochenende wurde in der ehemalige Waschkaue des Bergwerks Reden auf über 1.300 m² die Ausstellung „Das Erbe – die Ausstellung zum Bergbau im Saarland“ eröffnet. In dieser 1.3 Mio. teuren Ausstellung werden die zentralen Aspekte der Gesellschafts-, Kultur, Wirtschafts- und Technikgeschichte des saarländischen Bergbaus visualisiert.

Ausstellung

„Das Erbe der Bergleute besteht nicht nur aus Fördertürmen und Bergehalden, sondern auch aus Mut, Fleiß, Disziplin, Ausdauer und Solidarität. Auch unser Vereinsleben, die selbstverständliche Nachbarschaftshilfe, unsere Einstellung zur Religion und zum Gemeinwesen haben wesentliche Wurzeln in der Kultur der Bergleute“ sagte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer anläßlich ihrer Eröffnungsrede.

In der Ausstellung werden die Zusammenhänge der saarländischen Gesellschaft aus der untertägigen Arbeit der Bergleute erzählt. Dies wird anhand zahlreicher, originaler Exponate, sowie multimedialer Inszenierungen dargestellt, die neben der Arbeit auch das Leben der Bergleute und ihrer Familien, Siedlungen und Landschaften zeigen.

Ausstellung

Der international renommierte Schweizer Ausstellungsmacher Prof. Jürg Steiner hat hierfür einen kurzweiligen Rundgang konzipiert, der die Bergbau-Geschichte „von unten“ erzählt, gegliedert in drei Hauptthemen:

  • Zunächst die harte Arbeit unter Tage.
  • Dann die Alltags- und Sozial-Geschichte. Also das, was sich in unserer Gesellschaft mit dem Bergbau verändert hat.
  • Drittens: „Was bleibt“: Fördertürme, der Energie-Standort Saar sowie Werte und Traditionen aus dem Bergbau. Dies wird präsentiert in Form thematisch gegliederter „Stollen“ und „Querschläge“, die die Welt unter Tage mit dem übertägigen Leben verbinden: Gewerkschaften, Vereine, Religion, Politik und Familie.

Unser Huwel-Kraxler Kamerad Stefan Forster führt durch die Ausstellung und erklärt die Exponate, Zusammenhänge und Tätigkeiten der ehemaligen Bergleute an der Saar. Am Sonntag werden wir uns die Ausstellung auch ansehen…..

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Erster Advent – die festlichsten vier Wochen des Jahres beginnen morgen. Kerzen, Weihnachtsgebäck, Lebkuchen, Schokolade – ein Fest für die Sinne. Haben doch viele Geschäfte schon seit September die weihnachtlichen Gaumenfreuden in ihren Regalen, so ist es doch bei uns in der Familie Tradition, erst zum ersten Advent Lebkuchen, das erste Stück Weihnachtsstollen oder die ersten Weihnachtsplätzchen zu genießen.

In unserem kleinen Bundesland wird wenigstens noch Wert auf die Besinnlichkeit der Adventszeit gelegt. Aber auch bei uns gibt es seitens der Gewerbebetriebe Anstrengungen, die Adventssonntage verkaufsoffen zu machen und an Heilig Abend bis 18.00 Uhr zu öffnen. Man kann nur hoffen, dass diese Rund-um-die-Uhr Kommerzialisierung eingedämmt wird.

Viele Weihnachtsmärkte beginnen an diesem Wochenende. Die Menschen stimmen sich auf das Weihnachtsfest ein. Sie trinken Glühwein, knabbern weihnachtliche Köstlichkeiten und singen „Let it snow“. Auch das unvermeidliche „Last Christmas“ ist wieder überall zu hören.

Letztes Wochenende haben wir unsere Wohnung festlich dekoriert und die Weihnachtsbeleuchtung am Haus installiert. Heute, wenn es zu dämmern beginnt, werden die Lichterketten eingeschaltet. Der Adventskalender von Carmen ist gefüllt (was mir die letzten drei Wochen einiges an Kopfzerbrechen machte…) und Toni, unser Nussknacker hat sich wieder im Wohnzimmer breit gemacht. Auch ein neuer „Adventskranz“, in diesem Jahr eine schwere Eichenwurzel mit roten Kerzen, ist bereit für die Einweihung. (Mein Artikel über den Brauch des Adventskranzes aus dem letzten Jahr könnt ihr hier nachlesen.)

Um uns mit den Kindern und „Schwiegerkindern in Spe“ gemeinsam auf die schöne Vorweihnachtszeit einzustimmen, setzen wir uns heute Abend zu einem gemütlichen Raclette zusammen. Natürlich soll auch ein passender Wein dazu nicht fehlen.

Raclette – woher kommt das eigentlich ?

Raclette (vom französischen Verb racler = schaben) stammt aus der Schweiz (genauer: aus dem Wallis). Bereits im Mittelalter bereiteten Alphirten Raclette zu – am offenen Feuer unter freiem Himmel. Der Käse wurde einfach so nah an die Flamme gelegt, dass er weich wurde, und dann auf den Teller geschabt.

Raclette und Wein, ein eher schwieriges Unterfangen !

Welcher Wein passt am besten zu dem doch eher schweren, von geschmolzenem Käse dominiertem Essen? Etwas säurebetonte Weine können die Schwere von öligem, fetthaltigem Essen etwas ausgleichen. Allerdings verträgt sich zu viel an Säure auch wieder schlecht mit Raclette. Weine mit höherem Tannin Gehalt ( die Roten ) schmecken weicher und weniger Tanninreich bei fettem Essen, das Milchfett lässt den Alkohol aber scharf schmecken, wonach für mich Rotwein als Begleiter zu Raclette ausscheidet…

Daher habe ich mich dem Anlass entsprechend für einen Saar-Riesling 2010 von Van Volxem entschieden. Ein frischer, tief mineralischer, harmonisch trocken schmeckender Riesling von der oberen Saar. Für viele etwas stark Aprikoselastig, für mich wunderbar ausgewogen und angenehm fruchtig schmeckend. Bilder vom Raclette-Abend folgen….

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