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Archive for September 2012

Ein Berg und sein Umfeld im Wandel der Zeit

Der Bergbau im Saarland ist Geschichte. Kohle wird in unserem kleinen Bundesland nicht  mehr abgebaut. Viele alte Bergbauflächen liegen brach. Nicht so aber das Gelände des ehemaligen Bergwerkes Reden. Hier findet seit Jahren ein Prozess der Umstrukturierung statt, ohne aber die Vergangenheit aus dem Blick zu verlieren. Viel hat sich schon auf dem Gelände getan. Die Bergehalde Reden – früher grauschwarze Halde – heute ein Berg mit Zukunft !

Stefan Forster, Gästeführer der Gemeinde Schiffweiler, hat am letzten Wochenende in Zusammenarbeit mit der FunBerg GmbH ein Wanderung über den Zukunftsort Reden mit anschließendem bayrischem Frühstück in der Almhütte der FunBerg Saar angeboten.

Während der Wanderung erläuterte der Gästeführer die Entstehungsgeschichte der Bergehalde. An verschiedenen Stationen wurde den Besuchern die Frühzeit des Bergbaues anschaulich erläutert.

Der Begriff „Bergehalde“ setzt sich zusammen aus „Berge“ -nicht als Plural von Berg im topographischen Sinne zu verstehen, sondern als bergmännischer Ausdruck für „taubes Gestein“ – und „Halde“. Beim Abbau von Steinkohle fällt unvermeidbar taubes, d. h. nicht kohleführendes Nebengestein, die sogenannten Berge, an. In Reden, wo größtenteils Fettkohle gefördert wurde, bestand ein erheblicher Teil der geförderten Tonnage aus diesem Gestein. Dieses unbrauchbare Bergematerial wurde in der „Aufbereitung“ nochmals getrennt. Die grobkörnigen Feststoffe, die sogenannten Waschberge, wurden mit Förderbändern auf die „Halde“ transportiert. Dadurch entstanden über die Jahre die „Bergehalden“. Die „Flotationsberge“, die in der Aufbereitung von den Waschbergen getrennt wurden, landeten im „Absinkweiher“.

1943 wurde mit der Aufschüttung der Halde, damals noch als Spitzkegelhalde begonnen. im weiteren Verlauf wurde die Halde zur Tafelhalde ausgebaut. Heute hat die Halde eine Grundfläche von 56 ha und ein Volumen von ca. 45 Mio. m³. Direkt neben der Halde wurde der Absinkweiher angelegt.

Unser „Berg“ ist mittlerweile ein Anziehungspunkt für Wanderer, Spaziergänger, Skater, Mountainbiker und Läufer geworden. Überregional bekannt geworden ist die Redener Halde durch die erstmals 2009 stattgefundene „SR3 Sommeralm“.

Nchdem wir einiges Wissenswertes über den Zukunftsort und die Halde mit der Sommeralm erfahren hatten, kamen wir auch schon am Ziel unserer Sonntagswanderung, der Almhütte an. Hier spendierte uns die Fa. Schneider ein überaus reichhaltiges und köstliches bayrisches Frühstücksbuffet. Nach Weißwurst, O’batzda, Radi, Brezn und einer Maß ging es dann um die Mittagszeit wieder den Berg runter….

Jetzt freuen wir uns schon auf das Oktoberfest auf der Alm…..

Das Fotoalbum zur Tour gibt es hier !

 

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Eigentlich steht er schon länger im Keller – aber jetzt erst wieder entdeckt: Glenmorangie The Original. Den Whisky aus den schottischen Highlands habe ich im letzten Jahr von meinen Kindern geschenkt bekommen – weggestellt – und hinter Weinkisten vergessen. Letzte Woche bei der Inventur wieder entdeckt und hoch erfreut 🙂

Die Men of Tain, eine erlesene Gruppe von Meistern der Whiskyerzeugung, haben dieses Highlight kreirt. Ihre Hingabe, ihr Können und ihre Liebe zum Detail beweisen, dass die Erfolgsgeschichte von Glenmorangie nicht nur etwas mit Whisky zu tun hat, sondern auch mit den Menschen, die ihn herstellen. Die Destillerie wurde 1843 gegründet. Unter der Führung von zwei Familien und heute von Moët Hennessy Louis Vuitton streben die Brenner damit schon seit über 160 Jahren nach Perfektion.

 

Das Original verkörpert den eleganten und floralen Charakter eines Destillats in seiner klarsten Form und bildet zweifellos das Rückgrat des Sortiments von Glenmorangie. Dieser zehn Jahre alte Single Malt wird erzeugt, indem das köstliche Destillat aus den höchsten Brennblasen Schottlands mit höchstens zweimal befüllten amerikanischen Weißeichenfässern zusammengebracht wird.

Dieser köstliche Tropfen lagert zehn lange Jahre in verschiedenen Fässern, die alle früher einmal Bourbon enthielten. Auch die berühmten ‚Designer-Fässer‘ aus Missouri, die aus langsam gewachsenem und luftgetrocknetem Eichenholz hergestellt wurden, sind darunter. Im Verlauf der Reifung entwickelt der Whisky seine perfekte Balance zwischen Süße und Komplexität. Das Resultat ist ein gereifter Whisky mit weichem, sanftem und cremigem Charakter. Ein Genuss zu jeder Zeit.

 

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Bilder der Huwwel-Kraxler Tour

Die Huwwel-KraxlerTour 2012: Geplant war eine Hüttenwanderung über die Rappenseehütte – Heilbronner Weg – Kemptener Hütte, aber es kam anders. Die Wettervorhersagen hörten sich nicht gut an. Und der Oberstdorfer Alpinberater riet und von der Begehung des Heilbronner Weges wegen Neuschneevorhersage ab. Was also tun…

In der Woche vor der Tour buchte ich uns erstmal für das ganze Wochenende im Hotel Traube ein – Wenn man schon nicht über die Hütten wandern kann, dann wenigstens jeden Abend ein schmackftes Essen und gut gekühlte Weißbiere…. Alles hat seine Vor- und Nachteile 🙂

Aber jetzt der Reihe nach. Pünktlich um 06:00 Uhr brachen Patrik Andres, Stefan Forster, Stefan Schreck und Rüdiger Welker gutgelaunt zur „Huwwel-Kraxler Tour 2012“ in Heiligenwald auf. Die Fahrt über die A8 verlief größtenteils ohne Stau, sodaß wir kurz nach 11:00 Uhr in Oberstdorf ankamen. Leider stimmte die Wettervorhersage. Die Regenwolken machten einen Blick auf die Alpengipfel unmöglich – und das sollte das ganze Wochenende so bleiben.

Nach dem Bezug der Zimmer planten wir erstmal den Nachmittag bei einem ersten Weißbier im Biergarten des Hotels. Wir einigten uns auf eine Wanderung durch die schöne Breitachklamm.

Im Biergarten des Hotel Traube in Oberstdorf

                                                                                                  

1. Tag: Wanderung durch die Breitachklamm

Mit dem Bus fuhren wir ins Tiefenbachtal, wo sich in der Nähe des Dorfes Tiefenbach der Einstieg in die Klamm befindet. Westlich von Oberstdorf hat sich die aus dem Kleinwalsertal kommende Breitach tief in den Schrattenkalk eingeschnitten. Neben der Höllentalklamm ist die Breitachklamm die eindrucksvollste und  tiefste Klamm der bayrischen Alpen. Sie überwindet sie auf einer Strecke von 1,3 Kilometern in zahlreichen Stufen einen Höhenunterschied von 80 Metern. Die Wände der schmalen Klamm ragen bis 87 Meter in die Höhe.

Der kreidezeitliche Schrattenkalk, der in der Klamm vorherrscht, prägt als Gipfel- und Wandbildner die Landschaft des Oberallgäus. Er entstand vor ca. 125 Millionen Jahren im Bereich eines flachen Schelfmeeres am Südrand des europäischen Kontinents aus den kalkigen Überresten verschiedener Lebewesen: Schalen- und Skelettteile von Muscheln, Korallen, Moostierchen, Schwämmen sowie Seelilien und anderen Organismen wurden mit der Zeit zu über 100 Meter mächtigen, vielfach dickbankigen Kalksteinlagen verkittet. Diese Schichten liegen zwischen weniger widerstandsfähigen Gesteinen, vor allem Mergel- und Sandsteinen.

Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts gab es Versuche, die Breitachklamm begehbar zu machen. Sie scheiterten allerdings.  Der junge Tiefenbacher Pfarrer Johannes Schiebel nahm schließlich die Erschließung der Klamm in seine Hände, suchte Geldgeber und gründete den Breitachklammverein eG. Er tat dies, um seiner armen Gemeinde eine Einnahmequelle zu öffnen und den beginnenden Tourismus anzukurbeln.

 

Die erste Sprengung wurde am 25. Juli 1904 durchgeführt, am 4. Juli 1905 erfolgte die Einweihung der begehbaren Breitachklamm. Am 23. September 1995 kam es zu einem Felssturz,  in dessen Folge etwa 50.000 m³ Fels und Geröll in die Schlucht stürzten. Daraufhin stauten sich 300.000 m³ Wasser (etwa 30 m hoch) an. Am 23. März 1996 um 11:30 brach das Wasser durch, verwüstete die Klamm vollständig und richtete Schäden in Höhe von rund 300.000 DM an.

Der zentrale und beeindruckendste Teil der Klamm wird als „der Zwing“ bezeichnet; in ihm rauscht das tosende Wasser zwischen fast 90 Meter hohen Felswänden hindurch, die stellenweise nicht mehr als zwei Meter voneinander entfernt sind. Die Klamm selbst folgt steilstehenden Störungen, an denen das Gestein durch tektonische Bewegungen bereits geschwächt war.

Nach der Durchquerung der Klamm kamen wir auf österreichischem Gebiet heraus. Im Grenzgasthof Walserschanz löschten wir unseren Durst. Hier ist anscheinend die Zeit stehen geblieben. Der Gasthof erinnert an die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. In dieser Zeit ist der Gasthof anscheinend auch das letzte Mal renoviert worden. Nach der doch sehr kurzen Einkehr wanderten wir dann zurück nach Oberstdorf.

Der Abend im Biergarten des Hotels verlief dann mehr oder weniger feucht-fröhlich (… was einzelnen Tourmitgliedern am nächsten Morgen dann doch etwas zu schaffen machte !)

 

2. Tag: Der Älplesattel 

Der erste Morgen in Oberstdorf zeigte sich von seiner düsteren Seite. Grau in Grau und Nebel. Bei einem leckeren und reichhaltigen Frühstück besprachen wir die Tagestour. Da es über Nacht ab 1800m geschneit hatte, einigten wir uns auf die Runde über  Gruben – Dietersberg – Gerstruben – Dietersbach-Alpe – Älpelesattel – Käser Alpe – Untere Guten Alpe – Oytalhaus – Kühberg zurück nach Oberstdorf. Gottlob wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, auf was wir uns da einlassen sollten.

Vielen Wanderern werden die Gipfel der Höfats (2.257m bis 2.259m) wohl aufgrund der extrem steilen Grasflanken und der schwindelerregenden Höhe verwehrt bleiben. Ganz hinauf schafften das auch die Original Huwwel-Kraxler an diesem Tag  nicht. Bei leichtem Nieselregen wanderten wir erstmal über den Jägerstand, Gruben und Dietersberg gemächlich durch das schöne Trettachtal, bevor der Weg nach links über den Hölltobel hinauf nach Gerstruben abzweigte. Durch die langen Regenfälle hatte sich der Trettach, der übrigens zusammen mit Breitach und Stillach kurz hinter Oberstdorf zur Iller zusammenfließt, in einen reißenden Fluß verwandelt.    

Das Hölltobel ist die Durchbruchsschlucht des Dietersbaches, das vom Trettachtal zwischen Dietersberg und Gottenried nach Gerstruben führt. Der Weg durch das Hölltobel ist steil und Trittsicherheit ist unbedingt erforderlich. Klettern mussten wir zwar nicht, aber es ging über ziemlich unebene Felsen, immer am eiskalten Bach entlang und auch mal durch diesen hindurch. Auf dem etwa 2 Kilometer langen Weg konnten wir einige Wasserfälle bewundern. Überhaupt war dieser Toururlaub durch Wasser und immer wieder Wasser geprägt.

Am Dietersbachtal, dem östlichen Seitental des Trettachtales angelangt, passierten wir das historische Bergdorf Gerstruben. Weiter ging es am Dietersbach und schon bald an den ersten Steilhängen der Höfats entlang über die Gerstrubner-Alpe zur idyllisch gelegenen Dietersbach-Alpe. Diese bildet die letzte Einkehrmöglichkeit, bevor der Weg durch alpines Gelände steiler zum Älpelesattel aufsteigt. In der Alpe erkundigten wir uns bei der Alpenwirtin, ob ein Aufstieg zum Älplesattel bei diesem Wetter überhaupt ratsam wäre. O-Ton Alpenwirtin: “ Ihr könnt da ruhig raufgehen. Der Neuschnee ist weggetaut. Und wenn doch was passieren sollte, seid ihr ja zusammen.“

Das hörte sich ja nicht ganz so gut an. Aber wir beschlossen dennoch den Aufstieg.  Die mitunter durch Strauchwerk kletternden Steigkehren zum Älpelesattel erweisen sich als echte Wadenschinderei. Auf dem Sattel, mittlerweile total durchnässt, können wir dann unten im Tal die Käseralpe schon sehen. Vorher liegt aber noch ein steiler Abstieg vor uns. Durch die andauernden Regenfällte hat sich der Pfad für den Abstieg in einen Bachlauf verwandelt.

Von der Käseralpe zu Füßen des Großen und Kleinen Wilden, wo wir uns nochmal mit einem Kaffee aufwärmten, wanderten wir über einen Alpweg durch einen Hochkessel auf den kühnen Rädlergrat des Himmelhorns zu. Nach wenigen Kehren gelangten wir unter dem brausenden Stuibenfall rasch ins Oytal, wo uns eine Brücke über den Stuibenbach führte. Wir durchquerten das Schotterbett  des Laufbachs und passierten danach die Untere Gutenalpe.

Über flache Alpweiden ging es, das Ufer des Oybachs wechselnd, auf das Oytalhaus zu. Hier warteten dann die Bergroller auf uns, die man sich für günstiges Geld für die weitere Talabfahrt mieten konnte. Wir fuhren nun, mittlerweile hatte es wieder verstärkt angefangen zu regnen, über eine Alpenstraße über Kühberg zurück nach Oberstdorf, wo mittlerweile schon die Straßen für den FIS Sommer Grand-Prix gesperrt waren.

Nach dieser Tour gab’s noch ein zünftiges Abendessen. Allerdings war der Abend schon gegen 21:00 Uhr beendet, da die Tourmitglieder fast am Tisch einschliefen 🙂

3. Tag: Zum Freibergsee und zur Heini-Klopfer-Schanze

Der dritte Tag gestaltete sich etwas gemütlicher. Um die geschundenen Knochen etwas zu schonen, stand der Morgen nach dem wiederum ausgiebigen Frühstück ganz im Zeichen der Mitbringsel für die besseren Hälften zuhause. In den verschiedensten Geschäften wurden die Besorgungen erledigt. Bei einem anschließenden Weißwurstfrühschoppen machten wir dann die Tour für den Nachmittag klar.

Diese gemütliche Wanderung zum Freibergsee begann direkt im Kurpark von Oberstdorf. Wir wandern in südliche Richtung über die Prinzenstraße und der Südebene bis zum Renksteg Parkplatz. Diesen querten wir und gingen am Ende des Parkplatzes über die Brücke. Hier begann der Aufstieg zum Freibergsee. Wir folgten dem teilweise etwas steileren Waldweg bis zum höchsten Punkt zur Freibergerhöhe, wo sich dann der Weg gabelte. Nach 45 min. erreichten wir den idyllisch auf 930m Höhe gelegenen Freibergsee. Der See ist 25m tief und im Sommer bis zu 25 Grad warm.

Nach einer Rast am neuen Bistro des Naturbades Freibergsee wanderten wir weiter zur Heini-Klopfer Skiflugschanze. 139 Meter lang ist die Anlaufbahn bis zum Schanzentisch, von dem sich die Flieger mit einer Geschwindigkeit von 106 Km/h abheben, in die Tiefe hinuntersegeln und beim Aufsprung auf eine Stundengeschwindigkeit von 130 Km/h kommen. Vom höchsten Anlaufpunkt bis zum Auslauf sind es 207 Meter Höhenunterschied, der Anlaufturm liegt 72 Meter über dem Gelände. Der Schanzentisch hat einen Höhe von ca. 4,5 Meter.

Für die Anlage mußten 40 Felsanker fächerartig angeordnet bis zu 14,5 Meter im Fels vergossen werden. Sie aktivieren das nötige Gegengewicht und sind mit den 40 Stück Spannstählen im Obergut verbunden. Das Gestein aus Flysch mit Granitschichten entsprach der siebenfachen Härte sonstiger Bodenstrukturen.

„Schiefer Turm von Oberstdorf“ wird diese Schanze im Volksmund genannt. Die Plattform kann von einhundert Menschen gleichzeitig besetzt werden. Von hier aus bietet sich eine herrliche Aussicht. Im Turm selbst befinden sich Wärme- und Wachsräume, WC-Anlagen und Kioskbetrieb. Im Innenteil gibt es einen Schrägaufzug für zwölf Personen mit Sprungski bei einer Förderlänge von 75 Meter. 220 Personen können in der Stunde befördert werden.

 Abreisetag

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren um 09:00 Uhr am Sonntagmorgen Richtung Heimat. Nach einer staufreien Fahrt erreichten wir nach 4 Stunden wieder unseren Heimatort.

Natürlich haben wir die nächste Tour 2013 auch schon wieder ins Auge gefasst…. Wir wollen ja auf jeden Fall noch den in diesem Jahr ausgefallenen Heilbronner Weg besteigen.

Die Huwwel-Kraxler Tour 2012 zum Ausdrucken

 

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