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Archive for Juli 2011

Ein Gutes hat dieses miserable Urlaubswetter – der Weinkeller nimmt langsam aber sicher Gestalt an. Damit bei Fertigstellung und rechtzeitig zur Einweihung die Regale auch gefüllt sind, habe ich gestern wieder für Nachschub gesorgt. Ein Wein des Weingutes Van Volxem:

Van Volxem – Saar Riesling 2010

Was für ein fulminanter Einstieg in die stilistisch so eigenständige Welt der unverwechselbaren Weinunikate des Traditionsgutes Van Volxem! Roman Niewodniczanski hat seinen individuellen Stil jahrein, jahraus konsequent weiterentwickelt und so präsentiert er mit diesem extrem frischen und zutiefst mineralischen 2010er einen herrlich harmonisch trocken schmeckenden Riesling voll feiner Frucht, der seine Herkunft von einem der besten Weißweinterroirs der Welt, den steilen Schieferlagen der Saar, in Referenzqualität widerspiegelt.

Der faszinierend intensive Duft offenbart reife gelbe Früchte, rosa Grapefruit und gar einen Hauch von roten Beeren, eine „stahlige” Zitronencreme und feinste Blütenaromen von weißem und lila Flieder, dazu gesellen sich edle Gewürzaromen und intensiv mineralische Noten, wie sie in dieser Brillanz und Preisklasse weltweit keine Konkurrenz zu fürchten haben! Für einen Saarriesling dieser Preisklasse ist dieser Wein eine absolute Sensation – Er ist ein Geschenk geradezu eines großen Winzers an alle Rieslingfreunde der Welt! (Pinard et Picard)

Jens Priewe, Weinjournalist urteilt: „Um diesen Riesling gut zu finden, muss man kein ausgesprochener Weinkenner sein. So knackig frisch, so zartfruchtig, so leicht fließt dieser Wein über die Zunge, dass auch Leute, die nicht jeden Tag eine Flasche köpfen, sofort merken: Hier ist ein besonderer Wein im Glas. Er duftet wie Zitronenschale, Pfirsich und nasser Schieferboden, schmeckt trocken, obwohl er eine leichte, kaum schmeckbare Restsüße besitzt. Sie mildert die Säure ab, so dass niemand Magenweh bekommt, der zwei Glas von ihm trinkt. Man trinkt diesen Saar Riesling am besten aus breiten Kelchen. Wenn man die Flasche schon einen Tag vorher öffnet, schmeckt er am nächsten Tag noch einmal so gut.

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Roman Niewodniczanski ist der  jüngste Spross der Bitburger- Bierbrauerdynastie und begeisterter Liebhaber großer Weine aus aller Welt. Roman kaufte im Jahr 2000 einen der traditionsreichsten, berühmtesten Betriebe der Welt, ein ehemaliges Klosterweingut im historischen Zentrum von Wiltingen, der bedeutendsten Weinbaugemeinde der Saar: Van Volxem.  Das Weingut war kurz zuvor in Konkurs gegangen.

 

Am Anfang stand seine Vision: Es muss doch möglich sein, in den legendären Schiefer-Steillagen der Saar, den Schiefer im Riesling wieder zum Klingen zu bringen und diesen authentischen Weinunikaten ihren angestammten Platz in der Weltspitze zurückzugeben. Denn bevor der Saarriesling, von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, fast in der Bedeutungslosigkeit versank, wurde er Ende des 19. Jahrhunderts eingereiht in die absolute Spitzenliga der begehrtesten und damit teuersten Weine der Welt, gegen die selbst die großen Namen des Bordelais ‚billig’ gehandelt wurden.

 

Die Realität Ende des 20. Jahrhunderts sah aber dann doch ganz anders aus. Saarwein wurde zumeist billigst verramscht! Denn zum einen hatte die Saar wie alle anderen deutschen Anbaugebiete nach den Katastrophen der beiden Weltkriege viele traditionelle Absatzgebiete verloren und zum anderen waren Weinliebhaber in aller Welt entsetzt über die Verbrauchertäuschung Mitte des 20 Jahrhunderts, als durch die „Ausweitung” der steilen Toplagen in die Ebene die Qualitäten drastisch verwässert wurden. Nach und nach mussten viele Weingüter aufgeben.

 

Mit dem Kauf von Van Volxem begann eine sehr harte handwerkliche Arbeit. Das Traditionsgut wird renoviert, in den hoch und extrem steil über der Saar liegenden Weinbergen werden Böden aufgelockert und Unmengen von Humus eingebracht. Diese Maßnahme dient der Erhöhung der Wasserhaltekraft und der Vitalisierung der Böden: Die Mikroorganismen kehren infolge der urtraditionellen, biologischen Wirtschaftsweise zurück.

Bei den großen Rieslingen der Saar, die ihren Weltruf bei aller Komplexität und Kraft insbesondere ihrer unvergleichlichen Finesse, Eleganz und Filigranität verdanken, garantieren die großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie die lange Vegetationsperiode von bis zu 160 Tagen von der Blüte bis zur Vollreife der klein- und lockerbeerigen Trauben (optimales Verhältnis der die Inhaltsstoffe beherbergenden Haut zum Saft), dass sie ihre komplexen Aromen langsam ausreifen lassen können.

 

Der Riesling, diese uralte Rebe, trotzt in dieser Zeit mit seiner schier unglaublichen Vitalität allen Wechselfällen des Wetters wie Kälte und Regen, Hitze und Trockenheit und transformiert mit seinen bis zu mehr als 10 m tief in die Felsböden reichenden Wurzeln den Eigengeschmack der unterschiedlichen Schieferarten in die vollreifen Trauben. Natürlich profitieren die Reben auch vom relativ kühlen Klima ihres nördlichen Anbaugebietes, das 50 bis 100 m höher liegt als die Spitzenlagen der Mosel und zudem in unmittelbarer Nähe zu den Mittelgebirgen Hunsrück und Eifel.

 

So hart die handwerkliche Arbeit in den gnadenlosen Steillagen der Saar auch sein mag, so sensibel der Ausbau im Keller. Viel Zeit erhält der Most nach einer beispielhaft schonenden Pressung und einer je nach Traubenqualität unterschiedlich langen Maischestandzeit (bis zu 2 Tagen) im kalten Keller in seinen Holzgebinden, spät erst ist die Umwandlung des ausschließlich spontan vergorenen Traubenzuckers in Alkohol abgeschlossen, lange verbleibt der ungeschwefelte Wein auf der Feinhefe, wird dabei ungemein cremig und hochkomplex in seiner Aromatik. Niewodniczanskis immenser Aufwand in Weinberg und Keller, seine durchdachte Sorgfalt im Detail, seine Liebe bei der täglichen Arbeit finalisieren in einer sensationell schönen aktuellen Kollektion!

 

Daher zählen Romans 2009er Weine zu den besten Kollektionen in ganz Deutschland; es sind begeisternde Rieslingunikate, Klassiker der Weinwelt, gewachsen auf großen, steilen Lagen mit einzigartigem Terroir, nirgendwo auf der Welt kopierbar. Sie besitzen neben ihrer komplexen Aromatik ein traumhaftes, cremiges, enorm dichtes Mundgefühl, sind kraftvoll und komplex, sagenhaft mineralisch und enorm extraktreich, dabei fein, elegant und höchst finessenreich wie nie zuvor, voll von subtilem Spiel und innerer Frische! Und das bei niedrigsten Alkoholwerten. Das soll ihm mal einer in der Welt nachmachen!

Wir werden in den kommenden Wochen das Weingut mal besuchen und dann auch weiter von unseren Eindrücken berichten.

Weingut Van Volxem

Roman Niewodniczanski
Dehenstr. 2
54459 Wiltingen / Saar

office@vanvolxem.com
http://vanvolxem.com

(Die Bilder wurden mir freundlicherweise zu Verfügung gestellt von Weingut Van Volxem)

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Rebsorten – Merlot

Merlot-Wein ist dunkelrot, hat einen mittlerem Alkoholgehalt und schmeckt weich und geschmeidig, manchmal etwas nach Pflaumen. So wie der Wein reift auch die Traube sehr früh. Das soll auch der Grund sein, warum der Merlot seinen Namen von der Amsel (merle) bekommen hat, die ihn als eine der ersten reifen Trauben bevorzugt verzehrt. Die Herkunft des Merlot vermutet man in Frankreich, wo er aus einer wahrscheinlich natürlichen Kreuzung zwischen zwei Cabernet-Sorten (eine davon Cabernet Franc) entstand. Wie diese reift auch der Merlot ausgezeichnet im Eichen-Holzfass (Barrique). 

Merlot ist in der Region Bordeaux die meistangebaute rote Rebsorte. Sie wird dort meistens in Verbindung mit Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon ausgebaut. Am rechten Gironde-Ufer hat der Merlot mehr Bedeutung als am linken. Im Pomerol zum Beispiel wird Merlot nur mit geringen Mengen Cabernet Franc verschnitten, aber auch sortenrein angebaut – berühmt sind Château Pétrus und Château Le Pin. Auch in Saint-Emilion und Graves spielt Merlot die führende Rolle. 

 Merlot-Weine sind meistens schon in ihrer Jugend zugänglich,  haben aber oft das Potential für eine jahrzehntelange Lagerung. Der Merlot grosse Teile der Welt erobert, obwohl zwei Drittel davon in Frankreich angebaut werden, besonders im Süden (Bordeaux, Bergerac, Languedoc). Die Verbindung mit Cabernet Sauvignon steht dem Merlot besonders gut, da er ihm die Strenge nimmt und ihn zugänglicher macht. Aber auch die Verbindung mit anderen Sorten, z.B. Malbec, funktioniert gut. Merlot wächst auch im italienischen Friaul, im Tessin (Schweiz), in Bulgarien und Moldawien, sowie in Nord- und Südamerika und Australien. Weltweit bedeckt Merlot knapp 1700 Quadratkilometer und belegt damit Rang 6 in der Rebsorten-Verbreitung.

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Philip wechselt zu Beginn der neuen Badmintonsaison zum 1. BC Düren. Zum Abschied hat Philip seinem Heimatverein noch ein Abschiedsinterview gegeben. Lesen Sie hier das Interview, das auf der Internetseite des 1. BC Bischmisheim veröffentlicht wurde.

1. BL: Philip Welker verlässt den BCB

 Unser langjähriger Spieler Philip Welker verlässt den BCB zur kommenden Saison. Hier erläutert der Europapokalsieger von 2010 seine Gründe für den Wechsel und spricht über die Genesung nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr.

BCB: Du spielst in der kommenden Saison für einen anderen Verein. Wo wechselst Du hin und was war für Deine Entscheidung ausschlaggebend?

Welker: Ich werde nächste Saison für den 1. BC Düren in der zweiten Liga Nord spielen. Ich bin gewechselt, da ich auf jeden Fall in der ersten oder zweiten Liga spielen wollte und Düren mir durch die Aufstiegsambitionen eine sehr gute sportliche Perspektive bietet. Dass die zweite Mannschaft des BCB nach dem sportlichen Abstieg doch noch einen Startplatz in der zweiten Liga erhalten würde, war bei meinem Wechsel noch nicht abzusehen. Die Spieler der Dürener Mannschaft kenne ich fast schon alle persönlich, so dass ich mich im Team sicher wohlfühlen werde.

BCB: Im vergangenen November hast Du Dir einen Meniskusbruch und -abriss zugezogen. Wie verlief die Genesung und wie schätzt Du Deine Leistungsfähigkeit im Vergleich zur Zeit vor Deiner Verletzung ein.

Welker: Die Genesung meines Knies ist super vorangeschritten. Fünf Monate lang habe ich fast täglich Reha gemacht und  seit etwa vier Wochen kann ich wieder Badminton spielen. Ich bin sicher noch nicht bei 100 Prozent meiner Leistungsfähigkeit angelangt, aber ich habe keine Schmerzen mehr. Ich bin guter Dinge, dass ich bald wieder mein Level von vor der Verletzung erreichen werde. Mein großer Dank gilt den Physiotherapeuten am Olympiastützpunkt.

BCB: Du warst sechs Jahre in unserem Verein. Könntest Du Dir vorstellen, in der Zukunft wieder beim BCB zu spielen?

Da ich wirklich schweren Herzens gewechselt bin, hoffe ich, auch irgendwann wieder für den BCB aufzulaufen. In Düren habe ich die Möglichkeit Spielpraxis zu sammeln und mich sportlich weiterzuentwickeln. Mal schauen, wie es nach der Saison aussieht. Also ich bin auf keinen Fall abgeneigt, in der Zukunft wieder zurückzukommen.

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Damit bei der hoffentlich im November stattfindenden Einweihung meines Weinkellers nicht nur Weine zum verkosten bereitstehen werden, habe ich letzte Woche mal meine Spirituosen etwas erweitert. Da in meinem Whiskeybestand zur Zeit Ebbe herrscht, habe ich mich entschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Hier das Ergebnis:

  • Glenlivet 12 years old, 1 liter

Der 12-jährige Glenlivet: eine spielerische Verflechtung fruchtiger und blumiger Aromen – perfekt ausgewogen. Einer der populärsten Malts, und das zu recht.

Tasting
Nase: floral und malzig. Efeu. Süße Cerealien. Frische Farbe. Polierte Böden. Ein bisschen Marzipan. Äpfel in Blätterteig. Gaumen: frisch und minzig. Gewürze entwickeln sich, aber nicht zu exzessiv. Finish: befriedigend, warm und gewürzig. Kommentar: ein gefälliger Whisky für jede Gelegenheit. Sehr erfrischend. Martine Nouet, Whisky Magazine


  • Glengoyne Cask Strenght 12 years old 1liter

Dieser Glengoyne hat 12 Jahre gereift und wurde in Fassstärke (cask strength) und unchillfiltered abgefüllt. Wie alle Glengoyne wurde auch der 12-jährige mit ungetorfter Gerste gebrannt.

Tasting
Nase: Eiche, Sherry, Biskuits, Haferkekse, Bananen, Aprikosen, Pfirsich, Marzipan und Birnenbonbons. Trotz der Fassstärke sticht er nicht in der Nase. Mundfüllend. Gaumen: sanft, süßer Start mit etwas Sherry und Schokolade. Mit Wasser: wird etwas wachsartig mit Pfeffer am Ende. Finish: sehr lang, bleibt bis zum Morgen. Kommentar: am Besten ohne Wasser. Glengoyne

 

 
 

 

  • Bushmills 16 years old 0,7 liter

Der 16-jährige Bushmills reift in 3 verschiedenen Fässern. Wenigstens 16 Jahre in Bourbon Fässern, die Vanillenoten erzeugen und in Oloroso Sherry Fässern, die Frucht und Nuss Aromen hinzufügen. Daran anschließend reift der Bushmills mehrere Monate in Port Fässern. Diese zusätzliche Reife sorgt für Aromen von roten Beeren.

Tasting
Nase: groß, dick, süß. Butter und Rosinen. Entwickelt sich langsam mit Annanas, gekochten Früchten, Malzmilch, Kokosnuss, Cereallien, Kakao, Orange. Viel (aber gut balancierte) Eiche. Gaumen: rund und voll. Süße, getrocknete Früchte, Paranuss, Kaffee, sanfter Malz, Popcorn. Guter Grip. Eiche in Balance. Fisnish: Lang. Haselnuss. Dave Broom, Whisky Magazine

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