Feeds:
Beiträge
Kommentare

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon fast wieder vorbei. Die Tage werden wieder länger und die Temperaturen steigen hoffentlich bald auch wieder. Die dunkle Jahreszeit geht langsam wieder zuende. In diesem Winter war das Wetter bisher ja nicht richtig winterlich. Man konnten kaum vor die Tür treten. Immer nur Regen, Sturm und ungemütliche Temperaturen. Da hilft nur ein guter Roter und gutes Essen. Da die Bestände im Weinkeller logischerweise dadurch auch schrumpfen, muss für Nachschub gesorgt werden. Außerdem haben wir ja in diesem Jahr auch eine Hochzeit auf dem Programm stehen, an der wir den Gästen natürlich auch einen guten Wein anbieten wollen 🙂

Und mit dem Juan Gil Selección Bartolomé Abellan machen wir da sicherlich nichts falsch. Bei diesem Wein handelt es sich um eine Sonder-Edition von Spitzen-Weinmacher Bartolomé Abellan.

Wenn ein Top-Önologe wie Bartolomé Abellan einem Wein seinen Namen verleiht, dann kommt das einem Qualitätsversprechen gleich. Deshalb wird diese Sonder-Edition auch nur in jenen Jahren vinifiziert, in denen die Voraussetzungen perfekt sind – Handlese der besten Trauben, sorgsame Selektion, schonende Vinifizierung und 4 Monate Ausbau in edler Eiche: Das sind die Zutaten für dieses Wunderwerk an mediterranem Wein.  Am Gaumen mit viel Kraft, Eleganz und unwiderstehlichem Schmelz ausgestattet, trinkt dieser Rote sich prächtig, zeigt große Harmonie und eine delikate mineralische Frische.

Die Bodega Jumilla liegt in den Grenzregionen der Provinzen Murcia und Albacete und hat eine fesselnde Entwicklung durchlaufen. Es ist noch nicht so lange her, da galten die Weine dieser Gegend bestenfalls als trinkbar. Wie hat sich das gewandelt! Besonders die Weine aus der Rebsorte Monastrell haben eine beeindruckende Karriere hinter sich.

Das liegt zum einen daran, dass man hier schon früh das große Potenzial dieser Rebsorte erkannt hat und sich mit großer Leidenschaft für den Erhalt besonders alter Rebstöcke engagiert. Zum anderen aber auch an der Fähigkeit, alte Zöpfe abzuschneiden, und sich modernster Weinbereitung zuzuwenden. Das hat weltweit für große Anerkennung gesorgt und spätestens seitdem sein Monastrell mehrere Jahre in Folge die ominöse 90-Punkte-Schallmauer bei Wein-Guru Robert Parker durchbrechen konnte, hat sich der Ruf als Spezialist für diese originär spanische Rebsorte wie ein Lauffeuer verbreitet.

Heute gibt’s zum gefüllten Schweinefilet mit Parmaschinken diesen schönen, tiefroten Spanier. Man gönnt sich ja sonst nix 🙂

 

Advertisements

Seit uns unser geliebter Dexter Ende Januar 2017 verlassen hat, waren wir erstmals seit über 30 Jahren mehrere Monate ohne Hund. Eigentlich wollten wir auch in nächster Zeit keinen Vierbeiner mehr zu uns holen. Aber wie das immer so ist – in einem Restaurant in Ulm haben wir eines Abends einen der seltenen Gordon Setter gesehen. Diese alte englische Hunderasse hat mir immer schon gut gefallen. Und das Prachtexemplar im Restaurant hat mich an diesem besagten Abend in seinen Bann gezogen.

Wieder zuhause hat Carmen dann im Netz rumgestöbert und auch gute seriöse Gordon Setter Züchter gefunden. Im hohen Norden stießen wir dann auf die Gordon Setter Zucht „vom Pulserdamm“. Am gleichen Abend ging dann noch eine Mail zur Züchterin raus. Nach umfangreichen Fragen seitens der Züchterin über unser Zuhause, Erfahrung mit Hunden und das Familienumfeld konnten wir diese überzeugen, dass wir auch für einen Gordon Setter Welpen geeignet sind. Ein prächtiger kleiner Rüde wurde uns dann zugesagt – Ucello vom Pulserdamm, so sein Name.

Gestern habe ich den kleinen Racker in Kaisborstel, einem kleinen Ort 70km von Hamburg entfernt abholen können. Von der Tasche, in die er rein müsste, war er zwar nicht so begeistert aber er war trotzdem sehr entspannt.  Leider mussten wir im Flieger dann auf dem Rollfeld ewig warten. Ein Irrer hatte den Sicherheitszaun überwunden und hat mit Polizei Katz und Maus gepielt. Aber Gordi nahm das ganz gelassen. Um Mitternacht waren wir dann ziemlich geschafft zuhause.

Da wahrscheinlich die wenigsten die Rasse der Gordon Setter kennen, werde ich in der nächsten Zeit hier über die Rasse, die Verwendung der Gordon Setter, seine Eigenarten und natürlich speziell über unseren kleinen Gordi berichten.

Woher kommt der Gordon Setter ?

Setter artige Hunde finden schon lange für Jagdzwecke Verwendung. In Frankreich und England wurden diese „Vorstehhunde“ schon im Mittelalter zur Jagd auf Federvieh genutzt. Die Hunde suchten und spürten das Wild mit hoher Nase auf und setzten oder legten sich in entsprechendem Abstand davor   nieder, ohne es aufzuscheuchen. Die Jäger konnten dann große Decknetze über die Beute werfen, so dass sich das Flugwild darin verfing. Derartige Vogelhunde wurden „Setting Dogs“, kurz „Setter“ genannt. Bereits um 1200 wurden die Ahnen des heutigen Gordon Setter als arbeitsfreudige und vielseitige Vorstehhunde gerühmt.

Die Haltung von großen Jagdhunden war in England nur dem Adel und der Oberschicht erlaubt. Die Hunde lebten auf großen Schlössern, Burgen oder Landgütern. Aus den verschiedensten Hunden wurden unterschiedliche Setter-Rassen gezüchtet.

Der Gordon Setter gibt es seit Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Seinen Namen hat er von den Herzogen von Gordon. Diese begannen um 1820 auf dem Landgut Gordon Castle in Schottland mit der Zucht dieser schönen Rasse.

Sein heutiges Aussehen mit den bekannten Farben festigte sich um 1873, als der Englische Kennel Club gegründet und der Rassestandard festgelegt wurde. Als Rassename wurde „Black and Tan Setter“ festgelegt. 1924 wurde die Rasse dann in „Gordon Setter“ umbenannt.

Die deutschen Jäger, vorwiegend aus dem süddeutschen Raum, wurden Ende des 19. Jahrhunderts auf den gelehrigen Jagdhelfer aufmerksam. Da der Gordon Setter ein sehr schneller Hund ist, nahm die Bedeutung dieses Hundes für die Jagd aber wieder ab. Man wünschte sich mehr einen Allround-Jagdhund, der nicht so schnell und kleiner ist. Erst Ende der 60er Jahre wurden wieder Gordon Setter importiert. Bis heute ist der wunderschöne, temperamentvolle Hund aber sehr selten in unserem Land.

Seit einigen Jahren läuft die Zucht der Gordon Setter eher zweigleisig. Die Jäger legen einerseits größten Wert auf die Leistungsfähigkeit ihrer Hunde, fördern diese durch Jagdprüfungen und machen ihre Welpen schon früh mit Wild vertraut, um den Welpen entsprechend auf ihre späteren Aufgaben als Jagdhunde zu prägen.

Die Gordon Setter „vom Pulserdamm“ werden eher als kinderfreundliche Familien- und Begleithunde gezüchtet. Die Zucht wird seit Generationen nicht jagdlich gefördert, sie zeichnen sich vielmehr durch ihre innere Ruhe und große Gelassenheit aus.

Die Ahnenreihe der Gordon Setter Welpen „vom Pulserdamm“ geht auf sechs Generationen zurück. Mit „Old Kent´s Cherry“ begann die Zucht 1996, sie ist die Stammhündin aller heutigen Gordon Setter „vom Pulserdamm“. Und unser kleiner Gordi ist mit seinen Geschwistern der Jüngste der Ahnenreihe.

Aber bei aller Freude über den kleinen Racker wollen wir natürlich auch  unseren geliebten, leider zu früh verstorbenen Dexter nicht vergessen.

Der nächste Bericht wird sich dann um die ersten Tage von Gordi in seinem neuen Zuhause drehen.

To be continue…

Langsam aber sicher neigt sich der Urlaub dem Ende zu. Heute werden wir in der letzten Stadt der Mittelmeerrunde anlegen. Nachdem wir Italien, Malta und Spanien gesehen haben, legen wir heute in der Südfranzösischen Stadt Marseille an.

IMG_6505

Marseille ist das Tor zur Provence und ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten. Früher war Marseille eine verrufene Hafenstadt – schmutzig, kriminell und mit tödlichen Bandenkriegen. Das Bild ist immer noch weit verbreitet. Kaum eine andere europäische Großstadt hat ein ähnlich schlechtes Image wie Marseille. Die Hafenstadt ist von den Griechen um das Jahr 600 v.Chr. als eine sehr erfolgreiche Handelsniederlassung gegründet worden. Eine Platte am Ende des Vieux Port erinnert daran.

IMG_6578.JPG

Der Vieux Port war viele Jahrhunderte der Hafen und das wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Heute liegen im Hafenbecken Fischerboote und immer mehr Jachten.  Durch den Handel mit den Kolonien im 16 Jh. von denen Zucker, Kakao, Kaffee und Gewürze nach Europa transportiert wurden, expandierte Marseille zu einer Handels- und Hafenstadt, die ihres gleichen im Mittelmeer sucht. Mit dem wachsenden Einfluss Frankreichs in Nordafrika und durch die Eröffnung des Suezkanals 1869 gewann der Hafen immer mehr an Bedeutung.

IMG_6545

2013 wurde der Bereich rund um die alten Hafen gründlich modernisiert. Heute der Vieux Port das kulturelle Herz der Stadt. Die Hafenstadt präsentiert sich dem Besucher heute aufgeräumt und freundlich.  Nach den Umbau Arbeiten durfte lediglich der morgendliche Fischmarkt durfte bleiben.

IMG_6535

Auch das alte Panier-Viertel, ein Labyrinth von Gassen, Treppen und bunten Häusern, erstrahlt in neuem Glanz.  Marseille, das schon immer  der „Schmelztiegel“ im südlichen Teil Frankreichs genannt wurde, besteht aus einer bunt gemischten Bevölkerung, die sich aus Arabern, Afrikaner, Asiaten und Europäern zusammensetzt. Die Atmosphäre dieser südländischen Stadt mit dem provenzalischem Einfluss ist atemberaubend.

IMG_6564

Es gibt in Marseille zwei mögliche Häfen für Kreuzfahrtschiffe. Kleine Kreuzfahrtenschiffe mit einer Länge von unter 200 Metern laufen Port de la Joliette in der Nähe des Stadtzentrums an. Die große Mehrheit , wie auch unsere 315m lange Meraviglia macht an der Môle Léon Gourret circa 8 Kilometer westlich von Marseille fest. An den Kais können mehrere große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen. Hier gibt es moderne Kreuzfahrtterminals mit allem Komfort.

IMG_6584

Heute haben wir wieder eine Tour gebucht. Der Bus bringt uns zuerst zu dem über allem thronenden, auf einem 154 m hohen Felsen gelegenen, weithin sichtbaren Wahrzeichen von Marseille – der Notre Dame de la Garde.

IMG_6531

Die Wallfahrtskapelle wurde im byzantinischen Stil von 1853 bis 1864 erbaut. Auf dem 60 m hohen Turm befindet sich eine vergoldete ca. 10 m hohe Madonnenstatue. Vom Vorplatz aus hat man einen großartigen Blick über die Stadt. Die Basilika besteht aus einer oberen und unteren Kirche und wurde auf den Grundfesten einer alten Kapelle errichtet.

IMG_6536

Nach der interessanten Besichtigung bringt uns der Bus entlang der Küstenstraße zum Schloss Borély. Das Anwesen der Familie Borély wurde im Jahr 1766 errichtet. Zu dem Schloss gehört ein 17 Hektar großer Park mit einem See, einem Garten im französischen Stil, einem Rosengarten und einem botanischen Garten.

IMG_6552

Der Park ist die grüne Lunge der Stadt. Das Schloss ist stilecht renoviert. Im Schlossinnern befindet sich das Museum der dekorativen Kunst und Mode.

IMG_6551

Nach der Besichtigung fahren wir zurück in die Stadt, wo wir uns selbstverständlich auch noch das Stadtzentrum von Marseille ansehen. Einen Abstecher machen wir zum Palais Longchamp. Obwohl Marseille am Wasser liegt, gab es in früheren Jahren häufig Trinkwassermangel in der Stadt. 1834 brach nach einer extremen Trockenperiode eine Cholera Epidemie aus.

IMG_6555

Die damalige Stadtverwaltung sah sich gezwungen, endlich etwas gegen den Wassermangel zu unternehmen. Man entscheid sich für ein kühnes Projekt des jungen Ingenieurs Franz Mayor de Monticher, der die Idee hatte, eine 85 km lange Wasserleitung in Form eines Kanals vom Fluss Durance bis nach Marseille zu bauen. Die Arbeiten begannen 1839 und neben zahlreichen Tunneln und mit 18 Aquädukten wurden die umfangreichen Arbeiten nach 10 Jahren Bauzeit vollendet. Das Ende des Kanales bildet das Palais Longchamp.

IMG_6566

Nachdem wir wieder zurück in der Stadt waren, haben wir noch etwas den Hafen erkundet, bevor wir wieder zurück auf die Meraviglia gegangen sind. Marseille ist eine traumhafte Küstenstadt – wie man sich eine Metropole am Meer vorstellt. Der Hafen mit seinen unzähligen Restaurants und Cafés, Fischhändlern und die schönen Jachten sind einfach klasse.

IMG_6570

Etwas Wehmut macht sich dann jetzt doch breit. Heute ist unser letzter Abend auf dem wunderschönen Schiff. Wieder einmal geht ein Urlaub viel zu schnell zu Ende. Den Abend verbringen wir bei einem meditarranen Menü und italienischer Musik. Die Koffer sind gepackt und werden vom Transportservice abgeholt. Morgen früh müssen wir zeitig raus, da uns der Anton-Götten Bus um 09:00 am Terminal in Genua abholt.

Den letzten Besuch im Aurea-Spa-Bereich im Whirlpool habe ich nochmal so richtig genossen.

IMG_6588

IMG_6592

IMG_6610

IMG_6613

IMG_6614

IMG_6615

IMG_6617IMG_6620

Das war’s von der Mittelmeerkreuzfahrt 2017.

Nachdem wir gestern  einen wunderschönen Tag auf See zugebracht haben, ging es heute wieder an Land. Pünktlich um 07:00 Uhr ist unser Dampfer im Hafen von Barcelona eingelaufen. Es war noch dunkel. Der Hafen der katalonischen Hauptstadt ist riesig.

Ich war schon mal als Kind mit meinen Eltern in Barcelona. Allerdings sind wir damals mit der Bahn aus Lloret de Mar in die Stadt gefahren. Meine Erinnerung an die Metropole beschränkt sich auf die Unmengen Menschen in dem vollkommen überfüllten Zug. Das ist aber auch schon fast 45 Jahre her.

 

Heute haben wir keine Tour gebucht. Wir machen uns also alleine auf den Weg, die Stadt zu erkunden. 20 Minuten brauchen wir bis ins Zentrum der quirligen Metropole. Da viele Passagiere das gleiche Ziel haben, schließen wir uns dem Menschenstrom an.

Schon der Weg durch den Hafen ist eine Attraktion. Auf der einen Seite befinden sich jede Menge historische Gebäude am Ufer, auf der anderen Seite vermitteln die neuen Stege und Brücken, ein großes Einkaufszentrum und viele weitere Attraktionen einen beinahe futuristischen Eindruck.

Wir schlendern die weltbekannte La Rambla hinunter (oder doch hinauf, wer weiß das schon…) Hier ist ganz schön was los. Man kann noch erkennen, wo im August der Terroranschlag stattgefunden hat. Da bekommt man schon ein leicht ungutes Gefühl, wenn man darüber nachdenkt.

Ramblas – das sind eigentlich die Fluss- oder Bachbette katalanischer Küstenorte, die in mehr als 11 Monaten des Jahres als Straße benutzt werden und nur für etwa 2 Wochen während der Schneeschmelze in den Pyrenäen Wasser führen.

Auf Barcelonas Ramblas gibt es solche Gefahren nicht, dafür lauern jede Menge Langfinger hier und versuchen mit Hilfe einer Fülle unglaublich raffinierter Tricks die Gäste der Stadt um etwas Kleingeld oder Wertsachen zu erleichtern.

Die Ramblas sind Laufstege und Lebensader der pulsierenden Mittelmeermetropole. Hier spielt sich das Leben ab – Blumen- und Gemüsestände, Vogelmärkte, Straßenkünstler, der Mercato de la Boqueria, Lotterieverkäufer, Schuhputzer, Straßentheater, avantgardistische Galerien, schöne Cafés, Musiker, Pantomimen, Opernsänger, Maler, schrille Bars, Designhype-Shops, spleenige Museen, Souvenirs, Kitsch, Taschenspieler und Flamenco-Ensembles – hier kann man einfach alles bestaunen.

Direkt an der Rambla befindet sich der berühmte Markt La Boqueria. Hier bekommt man so ziemlich alles, was man sich Frisches in einer Stadt in Südeuropa vorstellen kann.

La Rambla führt uns im Nordwesten direkt auf den Placa de Catalunya, der ebenfalls einen Besuch wert ist. Weiter geht es zur riesigen, unfertigen Kathedrale.

Die Sagrada Familia ist das wohl bekannteste Bauwerk der Stadt. Die Kirche des berühmten Architekten Antoni Gaudí ist mehr als beeindruckend. Beinahe aus jeder erhöhten Stelle in der Stadt lässt sich ein Blick auf das riesige Bauwerk erhaschen. Bereits von außen ist der Bau mehr als beeindruckend.

Das Zusammenspiel von Formen, Licht und Farben machen das Innere aber zum wahren architektonischen Highlight. Die Atmosphäre und Akustik ist phantastisch. Leider hatten wir keine Karten vorbestellt, um den Innenraum  zu besichtigen – wussten wir aber auch nicht.

Im Südosten führt uns der Weg dann wieder direkt auf den Hafen zu. Dort besichtigen wir noch die Kolumbusstatue, von der man einen netten Blick auf die Rambla und das gotische Viertel hat.

Das Kolumbus-Denkmal, auch Mirador de Colom genannt wurde anlässlich der Weltausstellung am 1. Juni 1888 eröffnet. Die 60 Meter hohe Eisensäule kann man mit einem schmalen Aufzug bis in seine Weltkugel, auf der die Kolumbusstatue steht, befahren.

Das haben wir uns aber nicht mehr angetan, da, wie man hört, der Aufzug auch schon mal stecken bleiben kann.

Nach diesem schönen Tag in Barcelona sind wir gegen 16:00 Uhr wieder auf dem geht angelangt, wo wir uns erst mal einen Kaffee und ein Stück Kuchen genehmigen.


Um 18;00 Uhr ist die Ausfahrt aus dem Hafen. Vorbei an der MSC Magnifica, der AIDA Perla und weiteren Cruise Lines geht es nun Richtung Marseille.


Abends ist dann mal wieder „Elegant“ als Motto angesagt. In unserem Restaurant gibt es heute ein von 2-Sterne Koch Calo Cracco kreiertes Menü.  Danach wandern wir noch durch die Bars, bevor wir wieder müde und geschafft in die Koje fallen.

Tag 5 – Auf See

Heute ist ein Tag, an dem wir uns ganz dem Schiff widmen können. Daher gibt es keinen Zeitdruck. Wir gehen ja nicht an Land. Also ausreichend Zeit, die ganzen Annehmlichkeiten der MSC Meraviglia auszukosten.

Wir fahren von Malta nach Barcelona. Gestern Abend haben wir den Hafen von La Valletta um 18:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein verlassen. Ankunft in Barcelona ist morgen um 09:00 Uhr. Wir sind also 39 Stunden ununterbrochen auf See. Ich will daher die Gelegenheit nutzen, die MSC Meraviglia mal ausführlich vorzustellen.

Das im Juli 2017 vom Stapel gelaufene Flaggschiff der MSC hat 19 Decks, bietet Platz für 5714 Passagiere und ist mit seinen 315 Metern Länge das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Europa gebaut wurde. Das Schiff hat 32 Aufzüge und es wurden mehr als 30.000 Tonnen Stahl verbaut.

Die Meraviglia ist voll digitalisiert. Passagiere sind per Smartphone mit dem Schiff vernetzt. Dazu gibt es ein Armband mit Chip, das die Kabinentür öffnet und Getränke an der Bar abrechnen lässt. Innerhalb des Schiffs registrieren 16.000 Kontaktpunkte und 700 Hot-Spots jede Bewegung.

Alles steuern kann man auf der Meraviglia mit der MSC für Me App. Hierbei handelt es sich um ein digitales Innovationsprogramm, das die Urlauber durch Smart Ship Technologie nahtlos und personalisiert mit den für sie interessanten Urlaubserlebnissen verbindet – egal ob auf See oder an Land.

Die MSC for Me wird kontinuierlich weiterentwickelt und stets mit den neuesten Technologien ausgestattet. Zu den Highlights der Zukunft werden Entertainment- Roboter, eine Sprachsteuerung für den Concierge-Service, Hologramm-Performances und smarte Kabinen zählen.

Unsere Kabine, die ich ja schon im Artikel „Tag 2“ beschrieben habe, liegt auf Deck 14. Das ist ein Deck, auf dem sich nur Kabinen der Aurea- und Yacht Club Kategorie befinden.

Herzstück des Schiffes ist die Galleria Meraviglia. Diese zentrale 96 m lange Promenade verfügt über Boutiquen, Restaurants sowie ruhige Orte, die sich gut zum Essen oder zum Relaxen eignen. Am Abend verwandelt sich der Platz zum Mittelpunkt von Musik, Parties und Entertainment-Angeboten. Im Bild zu sehen sind die Swarowski- Treppen, die von denn Gästen als Bildhintergrund so sehr genutzt werden, dass man abends kaum die Treppe benutzten kann 🙂

Überspannt wird die Promenade von einem gigantischen 480 m² großen LED Bildschirm – ein digitaler Himmel, der traumhafte Animationen bietet – Sonnen auf- und Sonnenuntergang, ein nächtlicher Sternenhimmel oder aber verschiedene künstlerische Animationen, die einen nur staunen lassen.

In den Hauptrestaurants werden alle Speisen serviert, ob mediterrane oder internationale Spezialitäten, wir bekommen in unserem Panorama-Restaurant immer sehr leckere 4-5 Gänge Menüs am Tisch serviert.

Allerdings muss man sagen, dass in dem Buffet-Restaurants ein doch recht großer Andrang herrscht. Das Essen dort ist auch in Ordnung, aber die Verhaltensweise einiger Gäste ist einfach gesagt asozial. Es wird Essen auf die Teller gepackt, bis fast nix mehr drauf geht und nix davon gegessen.

Das Restaurant hat aber auch 20 Stunden am Tag geöffnet. Die Servicekräfte, die dort arbeiten müssen, kann man nur bedauern. Die gleichen Leute, die sich im Restaurant wie die Schweine benehmen, kann man auch beim vordrängeln und als größte Beschwerdeführer an der Rezeption wahrnehmen. Aber das hat man wohl auch in den Hotels, wenn man Urlaub bucht. Leider muss man feststellen, dass diese Personen fasst alle aus der gleichen Nation stammen.

Aber zurück zum Schiff. Zusätzlich gibt es noch ein italienisches Restaurant, das Butcher’s Cut, ein amerikanisches Restaurant mit hervorragenden Steaks, das Kaito Teppanyaki Restaurant und eine Sushi-Bar. Verhungern braucht man also  nicht auf der Meraviglia.

Auf dem Oberdeck befindet sich eine riesige Poollandschaft mit einem der schönsten und spannendsten Wasserparks auf See mit 4 Rutschen, ein Hochseilgarten und mehreren Pools. Ein riesiger Bildschirm und wunderschöne  Beleuchtung machen den Pool auch nach Einbruch der Dunkelheit zu einem beliebten Aufenthaltsbereich an Bord.

Allerdings ist am Tage auch die Musik auf dem Sonnendeck sehr laut. Uns gefällt du Musik sehr gut, für ältere Mitreisende eher nicht so gut. Die sollten eher Aida buchen. Der Pool am Heck bietet tagsüber für Sonnenanbeter noch mehr Platz an Deck. Abends wird der Bereich in eine atemberaubende Location für Tanz und Unterhaltung unter dem Sternenhimmel verwandelt.

​Erwähnen sollte man auch noch das exklusive High-Tech Theater zusätzlich zum normalen Theater – die eigens für den Cirque du Soleil gebaute Carousel Lounge. Diese maßgeschneiderte Lounge umfasst 1.000 m² und bietet Platz für bis zu 450 Gäste.

Zwei mal pro Nacht und an sechs Abenden pro Woche geben die unvergleichlichen Artisten von Cirque du Soleil in diesem schönen Theater einzigartige Vorstellungen. Gleichzeitig gibt es ein hervorragendes kulinarisches Erlebnis in Form eines Mehr-Gänge Menüs. Allerdings muss man die Vorstellung und das Menü zusätzlich zahlen.

Sogar ein eigenes TV-Studio hat die Meraviglia an Bord. Dieses High-Tech-Studio kann Radio- und TV-Sendungen aufzeichnen. Live-Shows, Quizspiele, Talentwettbewerbe und mehr werden direkt an Bord übertragen. Die Multifunktions-Lounge dient auch als Comedy-Club und Karaoke-Bar.

Nach dem nächtlichen Feiern in den verschiedenen Bars und Clubs kann man sich dann am nächsten Morgen im Fitness-Club, im Aurea-SPA Bereich oder auf der mehr als 300m langen Laufbahn wieder in Form bringen. Sogar eine Multifunktionsarena, die abends in eine Party Location verwandelt wird, ist an Bord.

Morgen werden wir dann mal Barcelona unsicher machen. Es sind sommerliche Temperaturen und strahlender Sonnenschein gemeldet. Mal sehen, ob Barcelona an Valletta heranreichen kann.